Philippinen: Präsident Duterte „heilte“ sich selbst von der Homosexualität

Der philippinische Präsident hat während eines Besuchs in Japan ein völlig unerwartetes Geständnis abgelegt. Er gestand, dass er irgendwann in seinem Leben homosexuell war, aber nach einem bestimmten Ereignis sei er zu einem „Mann“ gereift.

Via Sputnik

Rodrigo Duterte war bekanntermaßen offen und unkompliziert darin, homophobe Aussagen über Homosexuelle zu tätigen. Ebenso beschuldigte er katholische Priester, homosexuelle Beziehungen unterhalten zu haben, was ohnehin ein weltweites Thema zu sein scheint. Als er am Donnerstag einen politischen Gegner anzugreifen versuchte, „outete“ er sich in ironischer Art und Weise selbst.

Lokale Medien berichteten, dass der philippinische Präsident behauptete, dass jeder der Bescheid wisse, zu derselben Überzeugung über seinen politischen Gegner, Senator Antonio Trillanes, kommen würde:

Ich sagte: „Bist du sicher?“ Sie sagten: „Frag jede schwule Person, die Trillanes sich bewegen sieht, sie werden sagen, dass er schwul ist.“ Kein Wunder. „Gut, dass Trillanes und ich uns ähnlich sind – aber ich habe mich selbst geheilt“, wurde Duterte zitiert.

„Duterte ist schwul? Ich bin also schwul, es ist mir egal, ob ich schwul bin oder nicht “, erklärte er mehrdeutig und erzählte weiter, wie er seine Ex-Frau kennengelernt hatte, bevor er sich entschied, „wieder ein Mann zu werden“.

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Das ist nicht das erste Mal, dass Duterte seine sexuellen Neigungen anspricht: Bereits 2017 scherzte er darüber, dass er Bisexualität in Betracht gezogen habe, um „in beide Richtungen Spaß zu haben“.

Die Hinweise hinderten ihn jedoch keineswegs daran, bei vielen Gelegenheiten „homophobe“ Kommentare abzugeben. So sorgte er 2016 bei einem US-Diplomaten für Schlagzeilen. Damals sagt er, er sei „sauer“ auf den US-Gesandten Philip Goldberg und nenne ihn einen „schwulen Botschafter, den Sohn einer Hure“.

In ähnlicher Weise demonstrierte er eine Art Doppelmoral, als er die Frage der Legalisierung der Homo-Ehe in dem überwiegend konservativen katholischen Land auf den Kopf stellte. Während er zuerst die Homo-ehe als „einen Trend der Neuzeit“ betrachtete. behauptete Duterte später, eine mögliche Initiative zur Homo-Ehe widerspreche den moralischen und religiösen Normen des Landes.

Das wird der Beliebtheit des philippinischen Präsidenten aber keinen Abbruch tun. Es zeigt einmal mehr, dass auch er nur ein Mensch ist. Die Doppelmoral ist etwas sehr gängiges auf den Philippinen, insbesondere wenn es um Sexualität geht. Schwule und Transsexuelle sind völlig normal, aber eine Ehepaar einmal verheiratet, ist – zumindest am Papier- verdammt für immer zusammenzuleben, weil es rechtlich gesehen keine Scheidung gibt.

„Bis, dass der Tod euch scheidet“…das passt dann wieder zu diesem streng katholischen Land. Außereheliche sexuelle Beziehungen, die auch sehr fruchtbar sind, sind die Folge. Auch oft mit ein Grund des strengen Glaubens: keine Empfängnisverhütung. Übrigens: Die Filipinos sind eines der jüngsten Völker der Welt. 35 Prozent der Filipinos sind jünger als 14 Jahre, weniger als 4 Prozent der Bevölkerung sind älter als 65 Jahre.

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