Donald Trump. Bild: Wikimedia / Michael Vadon CC BY-SA 4.0

US-Präsident Donald Trump verkündete, neue US-Sanktionen gegen den Iran zu verhängen. Er signalisiert jedoch Gesprächsbereitschaft. Doch die Iraner haben keinen Grund den Amerikanern zu vertrauen.

Von Marco Maier

Die Trump-Administration bleibt bei einem scharfen Kurs gegen den Iran. Dabei nimmt man geflissentlich das Leiden des Volkes in Kauf, welches für den politischen Disput zwischen Washington und Teheran bluten soll. Doch trotz der neokonservativen Kriegstreiber in seiner Regierung versucht der amerikanische Präsident, der islamistischen Führung des Irans auch die Hand zu reichen.

So betonte er, die Sanktionen aufheben zu wollen, sollte sich die Führung in Teheran dazu verpflichten, völlig auf Atomwaffen zu verzichten. Etwas, was Ayatollah Khamenei als oberste Instanz des Landes übrigens schon vor einiger Zeit in einer Fatwa verkündete. Er deklarierte Atomwaffen als „unislamisch“, da solche Massenvernichtungswaffen Allahs Willen widersprechen würden.

Andererseits stellt sich die Frage, warum die Iraner den Amerikanern trauen sollten. Schon zu oft ist Washington den eigenen „Verbündeten“ in den Rücken gefallen, wenn es um geopolitische Ziele ging und an Vertragstreue ist gar nicht erst zu denken. Trumps Geste mag zwar gut gemeint sein, doch Teheran hat kaum einen Grund irgendwelchen Abmachungen zu vertrauen.

Loading...

Wenn Trump tatsächlich etwas erreichen will, muss sich die US-Außenpolitik erst einmal grundlegend ändern. Doch dass das geschieht, ist höchst unwahrscheinlich.

Loading...

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here