Der schwedische Reichstag, das Parlament Schwedens.

Eine neue Studie des emeritierten Wirtschaftsprofessors Lars Calmsfors hat ergeben, dass Schweden im Vergleich zu Norwegen, Dänemark und Finnland die größten Schwierigkeiten hat, neu angekommene Migranten in die Erwerbsbevölkerung zu integrieren.

Von Redaktion

In der Studie stellt Professor Calmsfors fest, dass eines der Hauptprobleme bei der Arbeitsaufnahme neu angekommener Migranten darin besteht, dass es sich bei den meisten um ungelernte oder gering qualifizierte Arbeitskräfte handelt und die Hürden für den Einstieg in ungelernte oder gering qualifizierte Berufe für sie erheblich höher sind, berichtet Voice of Europe.

„Es ist ein Hindernis in Schweden, dass wir einen hohen Mindestlohn haben. Dies gilt für den Einzelhandel sowie für Hotels und Restaurants, in denen viele Geringqualifizierte einen Arbeitsplatz finden könnten“, betonte Professor Calmfors. Er fügte hinzu: „Ich denke, wir müssen den Mindestlohn absenken. Nicht generell, sondern man könnte neue Arten von Arbeitsplätze für Geringqualifizierte schaffen, die einfach weniger gut bezahlt werden.“

Programm leider wenig erfolgreich

Deutschland habe sich bemüht, ein ähnliches Programm umzusetzen, bei dem die Regierung sogenannte Ein-Euro-Jobs pro Stunde bezuschusst. Mit dem Ziel, 100.000 Migranten in Arbeit zu bringen. Leider war das Programm wenig erfolgreich.

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Tatsächlich ergab ein Bericht Anfang diesen Jahres, dass fast 65 Prozent der „Asylsuchenden“, die in den letzten Jahren nach Deutschland kamen, arbeitslos blieben. Von den Migranten, die zufällig eine Beschäftigung fanden, betrug das mittlere Monatsgehalt nur 1.564 Euro.

„Es ist nicht einfach, einen Job zu finden. Die Einwanderer müssen in der Tat etwas mehr kämpfen“, erklärte Eman, ein kürzlich angekommener palästinensischer Migrant, gegenüber Radio Sverige. „Sie brauchen ein Netzwerk, das ihnen hilft, einen Job zu finden“, fügte Eman hinzu.

Die Ungleichheit der Arbeitslosenquoten zwischen Migranten und einheimischen Schweden ist beträchtlich. Im vergangenen Jahr gab die schwedische Arbeitsverwaltung bekannt, dass die Arbeitslosenquote bei einheimischen Schweden weniger als 4 Prozent betrug, während sie bei Migranten bei fast 20 Prozent lag.

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1 KOMMENTAR

  1. „man könnte neue Arten von Arbeitsplätze für Geringqualifizierte schaffen, die einfach weniger gut bezahlt werden.“
    Damit ist die Einführung des Affenbonus im Anmarsch. Reden wir doch Klartext!

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