Trümmer von MH17. Bild: Youtube

Das Untersuchungsteam für den Abschuss von Flug MH17 habe sich mehr darauf konzentriert, Russland als Schuldigen auszumachen als seine Arbeit zu tun, so der malaysische Premierminister.

Von Redaktion

In unerwarteten Aussagen hat Malaysias Premierminister Mahathir Mohamad die Methodik hinter den niederländischen Ermittlern in Frage gestellt, die den maßgeblichen Bericht über den tragischen Abschuss des Malaysian Airlines-Fluges MH17 im Jahr 2014 während des Fluges über die vom Krieg zerstörte Ostukraine erstellt haben. Er kritisierte, dass das von den Niederlanden angeführte Joint Investigation Team (JIT) sich anscheinend darauf konzentriert habe, es den Russen anzuhängen.

Der malaysische Regierungschef sagte am Donnerstag gegenüber Reportern des japanischen Foreign Correspondents Club (FCCJ) in Tokio: „Sie beschuldigen Russland, aber wo sind die Beweise?“ Mahathir sagte, sein Land akzeptiert dass eine „von Russen gemachte Rakete“ das zivile Flugzeug abstürzen ließ und alle 283 Passagiere und 15 Besatzungsmitglieder an Bord tötete, aber „Sie brauchen starke Beweise, um zu zeigen, dass es von den Russen abgefeuert wurde.“

Mahathir beklagte sich über die niederländischen Untersuchungen: „Schon von Anfang an sahen wir zu viel Politik darin.“ Immerhin diente der Abschuss der Maschine auch dazu, Russland mehr Sanktionen aufzudrücken ohne irgendwelche Beweise für die Schuld vorzulegen. Eine tatsächliche Klärung ist bis heute, fast fünf Jahre danach, ausgeblieben.

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Der malaysische Premierminister ging sogar so weit, die ukrainischen regierungsnahen Kräfte als Hauptverdächtige zu bezeichnen: „Es könnte von den Rebellen in der Ukraine kommen. Es könnte die ukrainische Regierung sein, weil auch sie die gleichen Raketen haben“, sagte er.

Mahathir verurteilte die Entscheidung, malaysische Ermittler von der Black-Box-Prüfung auszuschließen, weiter: „Wir haben möglicherweise nicht das Fachwissen, aber wir können das Fachwissen kaufen. Aus irgendeinem Grund durfte Malaysia nicht in der Blackbox nachsehen, was passiert ist“, sagte er.

„Wir wissen nicht, warum wir von der Prüfung ausgeschlossen werden, aber von Anfang an sehen wir zu viel Politik darin und die Idee war herauszufinden, wie dies passiert ist, aber wir scheinen uns darauf konzentriert zu haben, es den Russen anzuhängen.“

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1 KOMMENTAR

  1. Sowohl die Hintergründe der Flüge mit der Nr. MH370, als auch der mit der Nr. MH17 werden nicht sachgerecht aufgeklärt werden, weil es politische Verbrechen waren.
    Die Niederländer stecken bis Oberkante Unterlippe in diesem Sumpf mit drin – werden aber federführend mit der Aufklärung beauftragt. Das allein ist schon sehr skurril.

    Leider haben die Russen in diesem Fall total versagt. Die haben die Sache verpennt. Allein schon, dass sie keine unanfechtbar sauberen Radardaten liefern konnten, haben sie sich ohne Not die wichtigsten Beweise, nämlich die sehr sonderbar aussehenden Fluggastopfer ohne Beweissicherung aus der Hand nehmen lassen.

    Auch die malaysischen Behörden haben nicht minder versagt. – Die wahren Täter frohlocken. – Gruselig!

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