Der wegen seines Tweets zur Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke unter Druck geratene Christdemokrat Max Otte sieht in der angekündigten juristischen Prüfung seines Verhaltens einen Verzweiflungsakt der Parteispitze.

Von Redaktion

Das sei eine „Verzweiflungstat einer einstmals großen Volkspartei, die anscheinend teilweise ihren Kompass verloren hat“, sagte Otte der „Rheinischen Post“. Er rechne weder mit einem Parteiausschlussverfahren noch mit einer juristischen Prüfung. Er kämpfe dafür, dass die CDU zu den Werten zurückfinde, aufgrund derer er in die Partei eingetreten sei.

Es sollte klar sein, dass demokratische Parteien und deren Mitglieder miteinander sprechen könnten. „Wenn ich als einfaches CDU-Mitglied die Meinung äußern würde, dass eine Koalition mit der AfD sinnvoll wäre, vielleicht sogar das einzig Richtige, dann ist das genau dies: eine Meinungsäußerung.

Funktionäre müssten sich da schon mehr in die Pflicht nehmen lassen. Aber ich habe keinerlei Ambitionen, Funktionär meiner Partei, der CDU, zu werden oder ein Mandat anzustreben.“

Max Otte hatte getwittert, dass der „Mainstream“ und „die Medien“ den Mord an Lübcke zur Hetze gegen die „rechte Szene“ nutzten. Später distanzierte er sich davon und entschuldigte sich.

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Nach Angaben von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer sollen Justiziare der Bundes-Partei und des NRW-Landesverbandes Ottes Verhalten auf Satzung und Parteiengesetz überprüfen.

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3 thoughts on “Max Otte: „Vorgehen der CDU-Parteispitze gegen mich ist eine Verzweiflungstat“”

  1. Wir erleben es immer wieder, dass einzelne Mitglieder von etablierten Parteien etwas Richtiges sagen, dann von den MSM und den Partei-Granden diszipliniert werden, mit dem Erfolg, dass diese ihre richtigen Aussagen stark relativieren oder sie sogar völlig „zurückziehen“ und sich dann sogar noch „entschuldigen“.

    Irgendwie erinnert das an die Inquisition, nur die Mittel und Methoden der hochnotpeinlichen Befragung sind heute viel subtiler. Es geht schlichtweg um die Plätze am Futtertrog, um Privilegien, Vorteilsnahmen, um soziale Stellungen und last but not least, um den existenziellen Bestand, wenn man die jeweilige Partei als Türöffner und Sprungbrett benutzt hatte. Man kann durch die MSM und Parteifreunde nicht nur aufsteigen, sondern auch verdammt schnell und tief fallen, oft wird auch noch brutal nachgetreten.

    Wer da kein Rückgrat hat und sich selbst ernähren kann, wird schnell zur jämmerlichen Kreatur, unter Aufgabe jeglicher Selbstachtung.

  2. In der Politik ist es nicht anders wie in der Wirtschaft, wer nicht mit dem Strom schwimmt, dabei spielt die Position nicht vordergründig eine Rolle, der wird eben gemaßregelt und schlimmstenfalls entfernt und der Kluge geht von selbst, wenn er merkt, daß es sich vergriffen hat, das ist ja auch eine Frage der inneren Einstellung und es gibt ja nur zwei Möglichkeiten, er nimmt Einfluß auf die anderen und sägt die Widersacher ab oder er verdingt sich woanders und Möglichkeiten wären derzeit ja vorhanden, denn man braucht dort intelligente Leute und die Zukunft liegt ja ehedem nicht mehr bei den Altparteien, für die eigene Seelenhygiene kann es nur befreiend sein und hat den Vorteil den Untergang nicht mehr als Mitglied erleben zu müssen, denn die werden sich unter Merkel und KK nicht mehr aufrappeln, dazu haben sie die Karre schon zu sehr in den Dreck gefahren und sie glauben immer noch daran, daß sie eine Trendwende erzielen können, laßt sie träumen, die Democrazia Christiana hat das auch bis zum Schluß gemacht und wo sie heute sind weiß ja mittlerweile fast jeder.

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