Angebliches NSU-Mitglied Beate Tschäpe und der vor kurzem ermordete Walter Lübcke - Collage PI-News

Es ist Fakt: Die Dönermordserie – ebenso fälschlich wie absichtlich mit der Polit-Fata-Morgana NSU in Verbindung gebracht – ist ein Minenfeld aus Tiefem Staat, Geheimdiensten und Mafia.

Von Wolfgang Eggert

Die Akten sind für – durchatmen – 120 Jahre gesperrt! Wir sehen hier einen Todesstreifen der, einmal wirklich(!) betreten, jede deutsche Regierung nachhaltig in die Luft jagen kann, nebst den nachgeordneten Sicherheitsapparaten in Polizei und Nachrichtendiensten, mitlügende Parlamentariern und AltParteien obendrein.

Und es ist ebenfalls Fakt: Der Mordfall Lübcke kann über Stephan E., Benjamin G. und Andreas Temme als Zünder an der Bombe NSU verwendet werden.

Die Schlapphut-Gemeinde weiss das. Sie weiss es in USA, in Großbritannien. Und sie weiss es auch bei uns.

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Luken dicht! Die 48 Stunden nach Stephan E.´s Verhaftung

Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) veranlasste sofort nach der Tat, dass nicht die zuständige Kripo in Kassel, sondern das ihm unterstellte und weisungsgebundene Wiesbadener LKA Hessen in der Sache ermittelte. Unterstützt vom – noch höheren Orts, im Kanzleramt, weisungsgebundenen – Bundeskriminalamt

Mit Verhaftung von Stephan E. wurde die politische Kontrolle der Ermittler um ein weiteres verschärft: Am 17. zog die Bundesanwaltschaft das Verfahren an sich.

Ein kluger Beobachter auf Leserbriefe.Info schreibt:

„Mit der äußerst schwachen Begründung, dass die frühere politische Haltung des Tatverdächtigen ausreiche, um den Mord als „politisches Attentat“ zu qualifizieren. Angeblich lägen „ausreichende Anhaltspunkte für einen rechtsextremen Hintergrund der Tat“ vor, gießt der Generalbundesanwalt kräftig Wasser auf die Mühlen des linken Propaganda-Mainstream.

Wer sich mit den Hintergründen politischer Verstrickungen im Lande ein wenig auskennt, der weiß, dass die Bundesanwaltschaft meist dann übernimmt, wenn es irgendwas bei den Ermittlungen zu verdecken gibt, das das Staatswohl gefährden, also staatliche Sicherheitsinteressen empfindlich berühren könnte. Anders gesagt: Die Bundesanwaltschaft hat sich in der Vergangenheit, auch mit Blick auf vermeintliche „RAF“- oder „NSU“-Attentate, als politischer Tatortreiniger betätigt. Wenn der Generalbundesanwalt Ermittlungen an sich zieht, dann tut er das weisungsgebunden auf Geheiß der Politik. Dann ist meistens was faul im Staate Dänemark – und meist ist es dann auch vorbei mit einer wahrheitsgemäßen und vollständigen Aufklärung eines Verbrechens.“

Dass diese Wertung völlig den Tatsachen entspricht, wurde schnell klar: Bereits 2 Tage nach Verfahrens-Übernahme durch die Bundesanwaltschaft, verkündete hessenschau.de am 19.6., der hessische Verfassungsschutz habe die Akte über den Verdächtigten Stephan E. vernichtet. Sofort meldete sich das Landesamt für Verfassungsschutz beim Sender, um den Bericht „zu korrigieren“. Nach eigenen Angaben war der Inhalt der Akte lediglich „aus dem Informationssystem gelöscht“ worden. Die Akte selbst sei physisch noch vorhanden, aber für die Ermittler nicht einsehbar.

Mordfall Lübcke. Verfassungsschutz: Akte noch da, aber gesperrt, hessenschau.de, 19.6.,

Chancen für den Verhaften? Keine!

Wenn schon die Polizei die Akte nicht in die Hände bekommt, dann kriegt sie Stephan E.´s Anwalt erst recht nicht zu sehen. Damit dürfte klar sein, was bereits auf Blatt 1, in den Personenangaben direkt unter dem Aktendeckel steht.

Beruf: Neonazi.

Arbeitgeber: Verfassungsschutz.

Diese Vita, und es ist eh eine in Pension gegangene, ist nun endgültig für den Vorverurteilten perdu. Er wird künftig als das behandelt, was er erfolgreich gegen Geld spielte: Ein Vollblutrechter. Die Folgen, auch die juristischen, spürt er bereits.

Hierzu wurde im Kommentarbereich dieser Artikelreihe gerade eine interessante Frage aufgeworfen:

„Wie lange darf ein Mord-Tatverdächtiger, der einen festen Wohnsitz und eine Arbeitsstelle hat, in Untersuchungshaft gehalten werden?“

Ein Gewitzter antwortete:

„…hier ein gängiges Beispiel aus der Vergangenheit. Bei dringend Tatverdächtigen, mit DNA, Motiv, aber ohne Leiche, 48 Stunden, siehe der Schwager im Fall Rebecca. Der Kerl wurde 2x wieder auf freien Fuss gesetzt, während das Mädchen irgendwo verrottet. Bei Tätern mit rechtem Hintergrund: sehen Sie zu, dass der Hund versorgt wird, und nehmen Sie ausreichend Rasierzeug mit.“

Justitia, eine billige Prostituierte, auf dem linken Auge blind, auf dem rechten Ohr taub.

In einer globalistischen Gesinnungsdiktatur, wo lediglich Mitläufer Karriere machen während ergebnisoffen Recherchierende schnell im Aus landen, ist es mit Chancengleichheit und Gerechtigkeit nicht weit her. Erst recht trifft das auf einen hochpolitischen Fall wie die  Causa Lübcke zu, bei dem jeder Aufklärungsschritt an Begriffe wie „Nationale Sicherheit“ und „Staatsinteresse“ gebunden ist.

So war es bereits im Fall NSU, wo ein Doppelmord gegen zwei „rechte“ V-Männer dem tief im Sumpf watenden Staat die Möglichkeit bot, alles selbst mit angerichtete Übel den nicht mehr verteidigungsfähigen Mitarbeitern anzulasten. Hätte Beate Zschäpe, letzte Überlebende des Dramas, ihre dienstlichen Verbindungen und die Aufgaben ihrer Gruppe ans Tageslicht gebracht, es wäre vermutlich selbstmörderisch gewesen.

Andererseits konnte sie ihr Schweigen und phasenweises Mitspielen während des Prozesses als vorauseilendes Quid Pro Quo verkaufen. Es gibt Gefängnisstrafen, die nie angetreten werden: die mit einer neuen Identität versehenen Verurteilten sehen „ihre“Zelle alle Jubeljahre, für ein paar Stunden, zu einem Interviewtermin mit einem Reporterteam erhalten – so etwas wäre eine passende Gegenleistung.

Sollte sich Stephan E. wie Zschäpe in die anstehende Justizposse fügen, könnte ihn ein ähnlicher Deal erwarten.

Wolfgang Eggert (* 1962) ist ein deutscher Journalist und Historiker. Er hat sich entschlossen mit seinem Projekt  http://www.siedlergemeinde.org das deutsche Irrenhaus zu verlassen.

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3 KOMMENTARE

  1. In der Tat Deutschland kommt einem wie ein Irrenhaus vor.
    Nicht jeder hält sowas aus. Tür an Tür mit Hirnis.
    Verständlich wer das Weite sucht.

  2. Es ist unglaublich was hier passiert was links ist wird rechts gebogen, seit Erika hier am Werke ist läuft in Deutschland nix mehr allein die Flüchtlingsflut
    Deutschland ist ein Albtraum geworden, die Meinungen werden geknebelt wie zur Nazizeit, was diesen Deutschland jetzt hier ähnelt, außer das es links abgetaucht ist.

  3. Irrenhaus ist die einzig richtige Bezeichnung für diese Reality-Soap, in der wir alle schon seit langem live mitspielen. Sehr erhellender Artikel.. alles logisch und plausibel. Und sehr pointiert, geschmeidig und kreativ geschrieben! Wünsche Herrn Eggert viel Glück für die Zukunft in einem besseren Land und hoffe, dass er auch von dort seine klugen Recherchen einbringen wird…

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