Russlands Außenminister Sergej Lawror. Bild: Flickr / Foreign Commonwealth Office CC-BY 2.0

Washington sorgt mit der aktuellen Iran-Politik für Besorgnis in Moskau. Außenminister Lawrow warnt vor den Konsequenzen.

Von Redaktion

Die Sanktionen Washingtons gegen die iranische Führung signalisieren, dass sich die Ereignisse in einem sehr schlechten Szenario abspielen, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Dienstag gegenüber Reportern. Er warnt vor einer Eskalation.

„Wir sind besorgt darüber, was passiert. Eine weitere Runde von Sanktionen, sehr persönliche Sanktionen, die gestern von der Regierung von US-Präsident Donald Trump gegen die oberste Führung des Iran angekündigt wurden, sind alarmierend und senden ein Signal, dass sich die Situation in einem sehr schlechten Szenario entwickelt.“ Lawrow betonte.

Lawrow zufolge erinnert diese Situation an die Ereignisse im Jahr 2003, als der damalige US-Außenminister Colin Powell im UN-Sicherheitsrat mit seiner berüchtigten Phiole schwenkte und behauptete, der Irak besitze Massenvernichtungswaffen. Damals hatten die USA eine Reihe von Sanktionen gegen den damaligen irakischen Führer Saddam Hussein und den Irak insgesamt verhängt.

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„Wir alle kennen das Ergebnis. Im Mai [2003] haben die USA den Sieg der Demokratie im Irak erklärt. Ziehen Sie Ihre Schlussfolgerung daraus, wie sich diese Demokratie in den vergangenen 16 Jahren bewährt hat“, betonte Lawrow.

US-Präsident Donald Trump gab am Montag bekannt, dass er eine Exekutivverordnung unterzeichnet habe, um neue härtere Sanktionen gegen den Iran zu verhängen. Die restriktiven Maßnahmen werden unter anderem dem geistigen Obersten Führer Irans, Ayatollah Ali Khamenei, auferlegt. Darüber hinaus erklärte US-Finanzminister Steven Mnuchin, der iranische Außenminister Javad Zarif werde im Laufe dieser Woche ebenfalls auf die schwarze Liste Washingtons gesetzt. Die Sanktionen richteten sich auch gegen acht hochrangige Kommandeure der Bodentruppen des Islamic Revolutionary Guards Corps (IRGC), einschließlich eines Generals, der am 20. Juni für die Zerstörung einer US-Spionagedrohne verantwortlich zeichnet.

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3 KOMMENTARE

  1. Selbst wenn die Analyse des russischen Außenministers richtig ist wird es die USA und Israel nicht davon abhalten ab einem bestimmten Zeitpunkt für klare Fronten zu sorgen und das könnte äußerst heftig werden und den Iran völlig vernichten und die Russen und andere werden einen Teufel tun um sich für die Mullahs die Hände zu verbrennen und Verantwortung sieht anders aus, sollen sie doch mal die Japaner fragen, die bis heute noch den Schock von damals in sich tragen und deshalb kann man nur zur Vorsicht raten, lieber leben ohne Atomwaffen, als heldenhaft sterben für einen sinnlosen Standpunkt.

    • Falsch Achim. VSA und israhel werden den Iran nicht vernichten. Das schaffen sie nicht. Russland wird selbstverständlich nicht in einen möglichen Krieg eingreifen wie in Syrien. Es werden verdeckte Aktionen gefahren, Unterstützung etc.
      Wir wissen doch alle wer hinter dem ganzen Theater steckt. Erez Israhel.

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