Großbritannien könnte vor einer großen Katastrophe stehen, wenn es mit den Planungen weitergeht, ein veraltetes Kernkraftwerk in Schottland wieder zu eröffnen. In diesem wurden in den letzten Jahren Hunderte von Mängeln festgestellt.

Von Redaktion

Experten warnten, dass die Wiedereröffnung von Hunterston B in Nord-Ayrshire im Südwesten Schottlands eine Katastrophe von gewaltigem Ausmaß auslösen würde. Eine Untersuchung der Struktur hat ergeben, dass mehrere Sicherheitsrisiken bestehen.

Der 1976 erbaute Hunterston B wurde im vergangenen Jahr geschlossen, nachdem mehr als 350 Risse in einem der Graphitkerne des Reaktors entdeckt worden waren. Bei einer anschließenden eingehenden Untersuchung wurden etwa 200 weitere Risse in einem anderen Reaktor festgestellt.

Die Behörden haben jedoch die Forderung nach einer vollständigen Schließung der Anlage ignoriert und erklärt, dass die beiden Reaktoren Ende dieses Monats wieder in Betrieb gehen werden.

Experten glauben, dass bei einem Reaktorunfall die Strahlung aus dem Kraftwerk die beiden große schottische Städte Glasgow und Edinburgh kontaminieren und massive Evakuierungen erzwingen könnte. Sie sagen, der aktuelle Zustand der Reaktoren habe das Unfallrisiko erhöht, und radioaktive Strahlung könne bei Ereignissen wie Erdbeben ein großes Risiko darstellen.

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„Obwohl die Wahrscheinlichkeit eines solchen Unfalls weiterhin gering ist, könnten die Folgen so schwerwiegend sein, das heißt die radioaktive Kontamination und Evakuierung von Glasgow und Edinburgh, dass das Risiko nicht eingegangen werden sollte“, sagten zwei Atomforscher in einem Interview mit der Zeitung „Sun“.

Hunterston B hätte nach 40-jähriger Betriebsdauer im Jahr 2016 stillgelegt werden sollen. Allerdings gelang es der britischen Regierung, angesichts des wachsenden Energiebedarfs in Großbritannien und der Unfähigkeit, auf erneuerbare Energiequellen umzusteigen, eine Verlängerung bis 2023 zu erreichen.

Großbritannien ist mit seinen Plänen zum Bau neuer und moderner Kernkraftwerke zur Sicherung der Versorgung und zur Senkung der CO2-Emissionen zurückgeblieben. Pläne für den Bau zweier solcher Anlagen durch die japanischen Giganten Toshiba und Hitachi wurden in diesem Jahr aufgehoben.

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5 thoughts on “Hunterston B: Briten droht Nuklearkatastrophe”

  1. Das ist eine rein fiktive Annahme, denn auf der Welt gibt es seit ungefähr 70 Jahren ca. 500 Atomkraftwerke und in dieser Zeit kam es bei zwei bekannten Fällen zur Kernschmelze, wobei der Schaden tatsächlich nur regional zu verzeichnen war und demzufolge ist es müßig darüber nachzudenken, was wäre wenn, in der gleichen Zeit sind schon Millionen durch Unfälle anderer Art um`s Leben gekommen und wie immer ist es halt so, daß es den am nächsten wohnenden am härtesten trifft, wobei man auch die Qualität der Anlage und die Wartung in ihrer Unterschiedlichkeit noch berücksichtigen sollte, vom unsinnigen Standort ganz abgesehen.

    1. Wie viele Kernschmelzen gab es denn alleine in Fukushima?
      Der Rest des Kommentars besteht aus den übliche Sprüchen. Autounfälle usw.
      Tatsache ist, dass die britischen KKW´s technisch die letzten Heuler sind. Und kommerziell sind sie viel schlechter als die Anlagen in Deutschland. Da etwas wiederzubeleben ist die dümmste Idee die man haben kann.

  2. sind ja nur die zivilisten die drauf gehen.radioaktivität hat auch ihren stolz, deswegen macht sie grundsätzlich einen ogen um politiker.

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