Handelskrieg: IWF warnt vor globalen Konsequenzen

Der IWF warnt vor globalen Konsequenzen eines fortschreitenden Handelskriegs zwischen den USA und China. Dieser könne der Weltwirtschaft massiv schaden.

Von Redaktion

Der Internationale Währungsfonds (IWF) forderte ein Ende des Handelskrieges zwischen den Vereinigten Staaten und China, nachdem er festgestellt hatte, dass die aktuellen und angedrohten US-China-Zölle die globale Wirtschaftsleistung im nächsten Jahr um 0,5 Prozent senken könnten.

In einem Blog und einer Kurznotiz, die für das Treffen der Finanzminister der G20 und der Zentralbankgouverneure in Japan an diesem Wochenende vorbereitet wurden, erklärte die geschäftsführende Direktorin des IWF, Christine Lagarde, dass die Besteuerung des gesamten Handels zwischen China und den USA, wie Präsident Donald Trump angedroht hat, zu einer Reduktion der globalen Wirtschaftsleistung von rund 455 Milliarden US-Dollar im Jahr 2020 führen würde.

Der Produktionsausfall von 455 Milliarden US-Dollar sei “größer als die Größe der südafrikanischen Wirtschaft”, sagte sie.

“Dies sind selbst zugefügte Wunden, die vermieden werden müssen. Wie? Durch das Entfernen der kürzlich implementierten Handelshemmnisse und durch das Vermeiden weiterer Hindernisse in jeglicher Form”, sagte Lagarde in ihrm IWF-Blogbeitrag.

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US-Präsident Donald Trump leitete im vergangenen Jahr einen Handelskrieg mit China ein, als er erstmals ungewöhnlich hohe Zölle auf Importe aus dem Land einführte. Seitdem haben beide Seiten im Zwei-Wege-Handel Zölle für mehr als 360 Milliarden Dollar an Warenvolumen eingeführt.

Peking und Washington haben Gespräche geführt, um das Problem zu lösen, aber bisher ohne Erfolg. Ihre letzten Handelsverhandlungen endeten im Mai ohne Abschluss. Der chinesische Vize-Außenminister Zhang Hanhui warf Washington vor, “nackten wirtschaftlichen Terrorismus” zu praktizieren, indem man den Handelskrieg gegen China startete.

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Peking lehnt die US-Zollerhöhungen ab und erklärt, sie seien nicht nur für China und die USA schädlich, sondern für die ganze Welt. Washington seinerseits sagt, ein vorrangiges Ziel der aggressiven Zollstrategie sei es, das Handelsungleichgewicht mit China zu verringern, das sich 2018 auf 379 Milliarden Dollar belief.

“Tatsache ist, dass protektionistische Maßnahmen nicht nur Wachstum und Beschäftigung beeinträchtigen, sondern auch die Erschwinglichkeit handelbarer Konsumgüter beeinträchtigen – und Haushalte mit niedrigem Einkommen überproportional schädigen”, sagte Lagarde.

Sie äußerte sich auch besorgt über die kürzlich vorgeschlagenen US-Zölle auf Mexikos Importe. Trump drohte, auf alle Waren aus Mexiko einen Zoll zu erheben, um so den Zustrom illegaler Einwanderer über die Südgrenze zu bremsen.

Trump sagte, dass die Zölle am 10. Juni bei 5 Prozent beginnen und monatlich steigen werden, bis sie am 1. Oktober 25 Prozent erreichen. Damit sabotiert er allerdings auch die jüngsten NAFTA-Verhandlungen.

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2 Kommentare

  1. Der IWF ist eine sozialistische Unterorganisation der Vereinten Nationen und was machen Sozis so im allgemeinen, sie verteilen die Gelder anderer nach dem Gießkannenprinzip und niemand fragt sich, von wem die Steueraufkommen erarbeitet werden müssen und wenn sie nun Sorge haben, daß ein Handelstreit zwischen den USA und China die Weltwirtschaft schmälert, dann denken sie vordergründig an sich zuerst, denn dann gibt es weniger zu verteilen von diesen kompetenzlosen Typen und Trump ist der erste der diese unhaltbaren Zustände der Exportüberschüsse benennt, weil sie zur Ungleichheit führen und damit tritt er natürlich all jenen auf den Füßen herum, die sich der sozialistischen Gleichschalterei angeschlossen haben und ganz besonders die Bundesrepublik Deutschland als williger Gehilfe der Vereinten Nationen, selbst zu Lasten unsere eigenen Existensgefährdung und wer hier noch von Sorgfalt spricht ist entweder verblendet oder nicht auf der Höhe der Zeit und auch die UN hat sich selbst überholt, sie ist bereits okkupiert vom gesamten linken Spektrum, ohne dabei zu sehen, wie sie selbst auch manipuliert wird.

  2. “Der IWF warnt vor globalen Konsequenzen eines fortschreitenden Handelskriegs zwischen den USA und China. Dieser könne der Weltwirtschaft massiv schaden.”

    Mit anderen Worten: Die globalen Konsequenzen liegen aber auch in den Händen des IWF.
    (Und bist du nicht willig gebrauch ich Gewalt). Die Regierungen hätten nach der Pfeife des IWF zu tanzen. Ein bereits soweit fortgeschrittenes Gebaren, daß dem nur mehr der Knall ein Ende mit Schrecken zu versetzen mag.

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