Plenarsaal des Bundestags.

In der CDU hoffen nicht wenige auf Schwarz-Grün oder „Jamaika“ nach der Wahl, doch Grün-Rot-Rot wird zunehmend auch zur Option.

Von Michael Steiner

Bekommt die Bundesrepublik zum ersten Mal in ihrer Geschichte eine von den Grünen geführte Linksregierung? In Zeiten wie diesen sollte man mit dieser Möglichkeit durchaus rechnen. Zwar hofft man in der CDU immer noch darauf, möglichst Schwarz-Grün oder „Jamaika“ zu bekommen, um weiterhin an der Regierung beteiligt zu sein, doch das ist nicht die einzige Option.

In Bremen könnte es beispielsweise das erste Bündnis aus SPD, Grünen und Linken in Westdeutschland geben. Im Osten sind solche Koalitionen durchaus „normal“. Zwar gibt es auf Bundesebene in den drei Parteien noch teilweise Vorbehalte gegen eine solche Koalition, doch wenn es um Macht und Einfluss geht… da werden sogar Hardliner weich. Immerhin winken nicht wenige Posten und Pöstchen.

„Links“ gewinnt, „rechts“ verliert

Denkt man in „Blöcken“ (also SPD, Grüne und Linke sowie CDU/CSU, AfD und FDP), sähe es laut Infratest dimap derzeit so aus: Der „linke“ Block käme auf 45 Prozent, der „rechte“ Block auf 46 Prozent. Die „sonstigen Parteien“ (mit 9 Prozent stark) profitieren derzeit vor allem von der EU-Wahl. Doch das wird sich wieder legen. Mitte März hatte der „linke“ Block hier auch noch 45 Prozent, der „rechte“ Block jedoch 50 Prozent der Befragten hinter sich.

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Nimmt man die jüngsten Ergebnisse der „Forschungsgruppe Wahlen“ für das ZDF her, käme der „linke“ Block auf 46 Prozent der Stimmen, der „rechte“ Block auf 47 Prozent. Die Sonstigen liegen hier bei 7 Prozent. Zum Vergleich: Im Februar hatte der „rechte“ Block mit 51 Prozent noch eine starke Führung gegenüber dem „linken“ Block, der nur auf 43 Prozent kam.

Wie man anhand dieser beiden Beispiele sieht, gibt es eine Bewegung weg von Union, AfD und FDP hin zu Grünen, SPD und Linken. Wobei die Grünen hier die starken Gewinner sind, die SPD zusammen mit der Union die starken Verlierer. Eine Grün-Rot-Rot-Mehrheit im Bundestag ist angesichts der aktuellen Verschiebungen also durchaus möglich und könnte sogar dazu führen, dass die Bundesrepublik zum ersten Mal von einem grünen Bundeskanzler (bzw. einer grünen Bundeskanzlerin) regiert wird.

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3 KOMMENTARE

  1. Das wäre zu verhindern mit Merz an der Spitze und Annäherung an die AFD, bevor die linken Vögel alles zertrampeln, was es noch zu zertrampeln gibt.

  2. Zuerst muss es noch richtig runter rasseln, bevor den Leuten das Blut, also Sauerstoff ins Hirn schießt.
    Inzwischen
    Deutschland weiter auf Vormarsch in die unbegrenzte Narrenfreiheit.

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