Der Iran will keine Atomwaffen besitzen

Irans Außenminister macht klar, dass sein Land aus religiösen Gründen keine Atomwaffen besitzen wolle. Dies widerspräche dem Koran.

Von Redaktion

Der iranische Außenminister Mohammad Javad Zarif sagte, die Islamische Republik werde niemals eine Atomwaffe besitzen. Dies beruhe auf ihren religiösen und strategischen Überzeugungen. Er betonte zudem, wie wichtig es sei, chemische Waffen auf der ganzen Welt zu demontieren.

Zarif äußerte sich zu einer Konferenz, die 1987 anlässlich eines tödlichen chemischen Angriffs des ehemaligen irakischen Diktators Saddam Hussein auf die iranische Stadt Sardascht in der Provinz West-Asarbaidschan abgehalten wurde.

Scheinheiligkeit des Westens

Er wies die Behauptungen des Westens bezüglich seines Kampfes gegen Massenvernichtungswaffen zurück und sagte, die Islamische Republik habe verlässliche Beweise für den Einsatz chemischer Waffen durch Saddam gegen das iranische Volk geliefert. Die westlichen Länder jedoch hätten dies vertuscht. Er fügte hinzu, dass der damalige UN-Chef als Reaktion auf die wiederholten Aufrufe des Landes und trotz Washingtons Behinderungsmaßnahmen sechs Delegationen in den Iran entsandte.

Diese Delegationen besuchten iranische Krankenhäuser, sprachen mit den Opfern von Saddams Chemiewaffenangriff und legten „unbestreitbare“ Berichte vor. Der Westen habe sich jedoch nicht zu diesem Thema geäußert. Erst einige Jahre später, als Saddam Hussein zum Feind des Westens erklärt wurde, thematisierte man dies.

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Der iranische Außenminister betonte, dass diejenigen, die behaupten, chemische Waffen seien ihre rote Linie, aber in den 1980er Jahren Saddam den Weg für den Einsatz chemischer Waffen ebneten, keine Position zu Massenvernichtungswaffen einnehmen sollten.

„Wenn Sie damals Saddam aufgehalten hätten, hätte Daesh [der IS] es heute nicht gewagt, chemische Waffen gegen das irakische und syrische Volk einzusetzen. Und noch heute versuchen die westlichen Mächte, den Einsatz chemischer Waffen durch ihre Handlanger zu vertuschen“, betonte Zarif.

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Atomwaffen widersprechen dem Koran

Er fügte hinzu, dass der Iran bei der Bekämpfung von Atomwaffen an vorderster Front stand und sagte: „Wir versuchen, eine Welt und eine Region zu schaffen, die frei von chemischen Waffen und Massenvernichtungswaffen ist.“

Der iranische Außenminister wies auch auf jüngste Äußerungen von US-Präsident Donald Trump hin, wonach er einen Militärschlag gegen den Iran abgesagt habe, weil dadurch 150 Menschen getötet worden wären.

„Sie haben sich wirklich Sorgen um 150 Menschen gemacht? Wie viele Menschen haben Sie mit einer Atomwaffe getötet? Wie viele Generationen haben Sie mit diesen Waffen ausgelöscht?“, fragte Zarif.

In der Tat ist seit langem bekannt, dass die Ayatollahs seit der islamischen Revolution im Iran aus moralischen Gründen konsequent gegen Atomwaffen sind, unter Berufung auf koranische Prinzipien.

Die USA sind nach wie vor das einzige Land der Welt, das in Kriegszeiten jemals Nuklearwaffen eingesetzt hat und gegen Japan am Ende des Zweiten Weltkriegs zwei abgeworfen hat.

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