Chaldäisch-katholische Kathedrale von Sankt Joseph Nahe Erbil Irak. CC 0

In immer mehr Teilen des Nahen Ostens droht die endgültige Ausrottung des Christentums. Die Koexistenz mit dem Islam findet ein Ende.

Von Michael Steiner

Bevor der Islam weite Teile des Nahen Ostens eroberte, waren viele Menschen in der Region bereits zum Christentum konvertiert. Bis zum 7. Jahrhundert und der Eroberung durch die Muslime waren beispielsweise die meisten Menschen im Gebiet des heutigen Irak Christen. Selbst im Iran waren die Christen eine große Minderheit. Und heute?

Heute schwindet die Zahl der Christen immer weiter. Wie die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) konstatiert, kann man beispielsweise im Irak bereits von einem Ethnozid sprechen. Waren vor dem ersten Irakkrieg im Jahr 1991 noch rund zehn Prozent der Bevölkerung des Landes Christen, sankt dieser Anteil bis vor dem zweiten Irakkrieg im Jahr 2003 bereits auf rund fünf Prozent ab. Heute bekennen sich nur noch rund 150.000 Menschen zum Christentum – das sind 0,4 Prozent der Bevölkerung. In wenigen Jahren könnten sie ganz verschwunden sein. Ermordet, vertrieben oder (zwangs)konvertiert.

Auch in Syrien, wo insbesondere die Assad-Regierung auf eine größtmögliche Religionsfreiheit achtet, sank die Anzahl der Christen rapide. Infolge des Kriegs und der blutigen Verfolgung durch islamistische Milizen leben mittlerweile nur noch halb so viele Christen in dem levantinischen Land als im Jahr 2010. In absoluten Zahlen: 500.000 bis 700.000 Christen sind geblieben. Doch aufgrund der düsteren Zukunftsaussichten darf man auch hier erwarten, dass die Zahl weiterhin sinken wird.

Loading...

Gerade in muslimisch dominierten Ländern sorgen extremistische bzw. konservative Kräfte immer wieder für ein repressives Klima gegenüber religiösen Minderheiten. Der absolute Herrschaftsanspruch des Islams sorgt für eine zunehmende Unterdrückung Andersgläubiger (und noch mehr Nichtgläubiger). Der Konvertierungsdruck ist hoch – selbst in eher säkularen muslimischen Staaten.

Bereits in wenigen Jahren könnte das Gebiet des Urchristentums weitestgehend christenfrei sein. Eine Entwicklung, die von vornherein absehbar war. Da fragt man sich, wie die Zukunft Europas aussehen wird, wenn die Zuwanderung aus dem islamischen Raum weiterhin so anhält.

Loading...

19 KOMMENTARE

  1. Der Autor bringt Ursache und Wirkung extrem durcheinander.
    Wer hat denn all diesen Gebieten mit Nato-Bomben millionenfachen Mord- und Totschlag gebracht? – Und das allein wegen des Öls was der „liebe“ christliche Gott dort in der Erde verbuddelt hat. – Nur ein Vollidiot kann so etwas machen, und glauben, dass die Indigenen sich nicht wehren würden, bzw. dann da hin flüchten wo die Bombenwerfer sehr selbstherrlich leben.

    Es zeigt sich: Alles Handeln schlägt auf den Handelnden zurück – gerade bei den bösen Dingen gilt das.

    • Wie die meisten der hier schon länger Lebenden, interpretieren Sie Geschichte wohl auch erst ab dem Zeitpunkt der Machtübernahme durch den Nationalsozialismus. Sie hätten allenfalls Recht, wenn Sie gesagt hätten, dass diese jüngsten Menschheitsverbrechen vom „Wertewesten“ die ideologischen Hassverbrechen gegen alles „Ungläubige“ unzweifelhaft begünstigt und gefördert haben. Die muslimische Ausbreitung funktionierte seit Anbeginn der islamischen Existenz bis heute mit Gewalt und oder Vernichtung. Nur im „Wertewesten“ versucht der Islam, bis jetzt noch gemäßigter, mit der höheren Fertilitätsrate der eigenen Anhänger und durch nun schon über die Jahrzehnte andauernde „legale“ und illegale Einwanderung, die Macht ab einem Bevölkerungsanteil von ca. > 30 % an sich zu reißen. Islamgläubige sind im globalen Maßstab nachweislich nicht die Hellsten unter der Sonne, darum würden sie auf kriegerischem Wege und in direkter Konfrontation stets den kürzeren ziehen, also bleibt, und für diese Logik reicht auch ein muslimisches Hirn völlig aus, nur eine Machtübernahme durch eigene Gebärfreude im Land des Feindes.

      Dieses muslimische Kalkül könnte aufgrund der Verdummung weiter Teile der Bevölkerung im „Wertewesten“ sogar aufgehen, weil die Eliten im Wertewesten eigene große Vorteile wittern, wenn diese vormals homogenen eigenen Gesellschaften ihrer einheitlichen Kultur beraubt würden und sich aufgesplittert mit selbst beschäftigen müssten bzw. gegeneinander aufgestellt wären. Am Ende werden aber definitiv alle verlieren, zuerst jetzt schon bemerkbar die autochthonen Bevölkerungen im „Wertewesten“ und danach die Eliten im „Wertewesten“, weil die sich maßlos überschätzen und schon immer einen Dreck wert waren ohne ihre Gesellschaften aus der sie stammen. Der Islam und seine Anhänger wird aber ebenso, allerdings viel später, ausgelöscht werden. Der Chinese und verbliebene Reste der Nicht-muslimischen Welt werden sich das gerade stattfindende traurige Schauspiel im „Wertewesten“ bis zum Ende genau anschauen und dann zur vernichtenden Tat schreiten und dem ganzen muslimischen Zauber, einschließlich der Einebnung von Mekka und Medina, ein finales Ende bereiten.

      • Gebe ihnen in fast allen Dingen Recht, nur in einem nicht, u.z. „könnte sogar aufgehen“! Nein, es ist schon aufgegangen, über diesen Punkt sind wir schon hinweg! Die Gewalt, die sich jeden Tag diese Menschen hier erlauben, ohne wirkliche Gegenwehr, ist erst der Anfang!

  2. Hallo Eckart, ein bißchen einseitig diese Darstellung und nur zum Teil richtig. Zuzüglich zum Aggressionsverhalten der Muslime besteht in deren sektenhaftem Glauben, der Zwang auf eine einzige Weltreligion welche ohne Pardon keine andere akzeptiert.
    Bedingt durch den Choran werden die Muslime zu hintervötzigem Verhalten verführt, siehe Muslimische Taktik der List – Taqiyya- Glauben und Absichten verbergen, sich verstellen. Bei personeller Überlegenheit, wird der Eroberungsgedanke ausgespielt. Die sind um keinen Preis kooperativ.

  3. Totgesagte leben länger.
    Eine Reinigung ist unumgänglich.
    Dass das Christentum eine fundamental Krise durchgeht ist ja nichts Neues.
    Ein NWO Papst und sein Jesuitenclub Bevorzugter = Spalter sind der Hauptgrund.

  4. Es war George W. Bush, der 2001 zum Krieg, auch fiel öfter der Begriff Kreuzzug gegen den „Terror“, durch das „Christentum“, die Christen aufrief.
    Während seiner gesamten Amtszeit wiederholte er das ständig bei jeder Gelegenheit.

    Wenn nun die christliche Religion, speziell auch im Irak, nicht mehr so weit oben auf der Beliebtheitsskala steht, kann ich das sehr gut nachvollziehen.

    Selbst der große Friedrich von Schiller war bereits in seiner Zeit nicht besonders von ihr angetan.

  5. Wenn man das Aggressionsverhalten der einzelnen Religionen anschaut, so schneiden die Christen da nicht besonders positiv ab.
    Allein, dass sie es fertig brachten den gesamten amerikanischen Kontinent mit Mord und Totschlag zu missionieren, zeugt nicht gerade von Friedfertigkeit.
    Die Christen zerfleischten sich ja in einem dreißig Jahre andauernden Krieg von 1618-1648 sogar bis zur eigenen Eliminierung fast selbst. – War das intelligent?
    Die Wahrheit bei diesem Thema ergibt sich (a) aus den eigenen emotionalen Bedürfnissen, und (b) aus den vorhanden geistigen Fähigkeiten.
    Die Menschen glauben alle, dass sie die hochentwickelsten und edelsten Lebewesen seien – bewiesen ist das nicht. Es zeigt sich nur, dass der Mensch eins der grausamsten Wesen ist. Die Religion spielt dabei offenbar keine Rolle, denn Tiere haben für so einen Budenzauber gar keine Zeit übrig.

    • Dann sollten Sie sich mal beispielsweise über Ameisen informieren.
      Die führen richtige Kriege gegen andere Völker und versklaven ihre Beute.

      • Ameisen gab es schon in der Kreidezeit, also seit 100 Millionen Jahren – trotzdem haben sie keine Religionen entwickelt – wozu auch?
        Es gibt etwa 13000 Arten und nur von einigen ist bekannt, dass sie quasi eine Art Sklaverei betreiben, aber keinen Sklavenhandel, was jedoch zur vollständigen Begrifflichkeit der Sklaverei dazu gehört, und in diesen Falle zwar fälschlich behauptet wird, aber nicht erfüllt ist.

        Sklaverei hat doch überhaupt nichts mit Religion zu tun – sondern mit der Ausbeutung von Kräften bzw. Fähigkeiten anderer Lebewesen zum eigenen Vorteil.

  6. Der Islam ist eine Bedrohung für alle Nicht-Moslems und nicht nur die Christen. Allein in Deutschland sind etwa 30 Millionen konfessionslose Menschen betroffen.
    Ein Papst, der den Moslems begierig die Füsse wäscht und ableckt, ist sicher das falsche Signal. Eine kontinentale Abschottung ist unabdingbar, Kollateralschäden inbegriffen. Vorher jedoch müssen wir alle loswerden, die man sich zuvor über Jahrzehnte eingeschleppt hat. Die Krankheit quasi von Innen heraus ausmerzen. Und für alle links-grün versifften Ökofaschisten und selbsternannten Menschenretter ein Joint Venture mit Russland zur auswärtigen Umerziehung in Gulags, fernab jeglicher Zivilisation.

  7. In unserem derzeitigen Politischen System braucht man keinen christlichen Glauben mehr. Dieser diente seit Kaiser Konstantin nur zur Rechtfertigung von Machtstreben und Ausbeutung der Bevölkerung. Der Glaube hat verloren, an seine Stelle sind Parteien getreten. Nun laufen die Menschen FREIWILLIG in Wahlzellen und glauben, sich etwas Gutes zu tun, wenn sie ein Kreuzchen bei ihrem bevorzugten Parteikürzel machen.
    In die Kirche zu laufen erübrigt sich, weil die Menschen jeden Abend FREIWILLIG die Glotze einschalten, um sich mit der aktuellen Propaganda berieseln zu lassen.
    Ein schönes Beispiel von erfrischender Ehrlichkeit habe ich heute in der TT-Kompakt von einem Österreichischen POlitiker gelesen: „Allein dabei dürfte jedem klar sein, dass man bei einer Partei nicht objektiv prüfen kann, ob eine Ausgabe zweckmäßig war.“
    Das konnte man beim Ablass auch nicht.

    • Wo Vakuum Eintritt, fließt was nach?
      Die etwa 30 Mio.konfessionslosen Deutschen haben dem Islam was entgegen zu setzten?
      Selig die Armen im Geiste, ihnen ist das Himmelreich.

      • Selbstschutz ist in jeder Religion erlaubt. Auch Konfessionslosen. Religion dient nur den Menschen zur Rechtfertigung der Schweinereien, die sie „im Namen Gottes“ verüben.
        „Deus vult!“, „Gott mit uns“, „Für Kaiser, Gott und Vaterland“, „Für Führer, Gott und Vaterland“ usw.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here