Die chinesischen Goldreserven sind erneut stark gewachsen. Peking setzt stark auf das beliebte Edelmetall. Man will sich vom Dollar unabhängiger machen.

Von Redaktion

Beinahe zwei Jahre lang sind die Goldreserven zumindest offiziell gleich hoch geblieben, wie die nachfolgende Grafik zeigt. Doch mit Beginn des Jahres 2019 begann erneut eine Kaufwelle. Diese hält bereits seit sechs Monaten an.

Alleine im Mai wuchsen die Goldreserven der chinesischen Zentralbank um ganze 16 Tonnen an. Das ist der stärkste Anstieg seit Januar 2016. Für Experten ist dies ein Anzeichen dafür, dass Peking die Diversifizierung der Währungsreserven und die Abkehr vom Dollar vorantreiben möchte. Insgesamt sollen sich die chinesischen Goldreserven im ersten Quartal 2019 auf 1.864,3 Tonnen belaufen haben.

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Obwohl diese Zahl als eine Unterschätzung der tatsächlichen Goldbestände des chinesischen Staates umstritten ist, ist sie die einzige verfügbare Zahl. Ungeachtet der tatsächlichen Zahl ist es bemerkenswert, dass die chinesische Regierung den Trend wiederbelebt hat, jeden Monat physische Goldkäufe anzukündigen.

Laut Bloomberg spiegelt der Anstieg die „entschlossene Diversifizierung“ der Regierung in Bezug auf Dollar-Vermögenswerte wider, sagte Helen Lau, Analystin von Argonaut Securities (Asia) Ltd.. Sie fügte hinzu, dass die Nachfrage im Einzelhandel ebenfalls gestiegen sei. Bei dieser Akkumulationsrate könnte China laut Lau im Jahr 2019 ganze 150 Tonnen kaufen.

Wie Ronan Many von BullionStar.com kürzlich feststellte, hat sich die London Bullion Market Association (LBMA) für China entschieden, das neben Indien und Russland einen der wichtigsten Plätze auf dem Weltmarkt für physisches Gold einnimmt. Shenzhen in China ist der Ort für die jährliche Konferenz im kommenden Oktober, auf der es viel zu besprechen gibt, da der chinesische Goldmarkt weiterhin stark ist. Es wirft auch einige Fragen auf, z.B. warum der internationale Goldpreis weiterhin von den Papiergoldmärkten in London und der US-amerikanischen COMEX bestimmt wird. Vielleicht bevorzugt China es so.

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