IS-Kämpfer. Bild: Facebook

Middelberg verteidigt die Verschärfung des Staatsbürgerschaftsrechts. Die Linkspartei warnt vor einem „Leitkultur-Paragraph“.

Von Redaktion

Vor der für Donnerstag geplanten Verschärfung des Staatsbürgerschaftsrechts hat Unions-Innenexperte Mathias Middelberg (CDU) Kritik zurückgewiesen. „Mit der Änderung schließen wir Terrorkämpfer mit Doppelpass, Polygamisten und Identitätstäuscher von der deutschen Staatsangehörigkeit aus. Eigentlich regeln wir damit Selbstverständliches“, sagte Middelberg der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ).

Es gehe dabei „nicht um die Durchsetzung irgendeiner Leitkultur“, betonte der CDU-Politiker. Toleranz gehöre zu den zentralen Werten der Demokratie, sagte Middelberg weiter. „Wer aber elementare Grundsätze unserer gesellschaftlichen und rechtlichen Ordnung nicht akzeptiert, muss auf die deutsche Staatsangehörigkeit verzichten“. Es gehe nur um sehr wenige Einzelfälle. Der Vorwurf eines Generalverdachts gegen Neubürger sei daher „unsinnig“.

Linke warnt vor Leitkultur-Paragraphen

Linken-Innenexpertin Martina Renner warnte Union und SPD dagegen davor, „eine Art Leitkultur-Paragraphen“ einzuführen. Jede und jeder Deutsche habe das Recht, den deutschen Staat „aus vollstem Herzen abzulehnen, ohne dadurch die Staatsbürgerschaft zu verlieren“, sagte sie der „NOZ“. Eine Abwendung vom deutschen Staat als Argument für eine Ausbürgerung anzuführen, ergebe deswegen „keinen Sinn“.

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Der Passentzug für Terroristen sei „im Wesentlichen symbolisch und trifft nicht einmal diejenigen, die gemeint sind“, sagte Renner weiter. „Denn die Verbrechen des IS liegen im Wesentlichen in der Vergangenheit, das Gesetz gilt aber nicht rückwirkend.“ Wenn Staatsbürgerinnen oder Staatsbürger strafbare Handlungen begingen, müssten sie nach gültigem Recht angeklagt werden, so Renner weiter.

„Der Staat darf sich nicht einfach durch Entzug der Staatsbürgerschaft aus der Verantwortung für seine Bürger stehlen.“ Die Große Koalition will Einbürgerungen von einer „Einordnung in die deutschen Lebensverhältnisse“ abhängig machen. Damit würde etwa jede ausländische Person, die mehrfach verheiratet ist, von der deutschen Staatsangehörigkeit ausgeschlossen.

Ferner soll denjenigen, die sich die Staatsbürgerschaft durch Falschangaben erschlichen haben, der Pass auch noch zehn Jahre später entzogen werden können. Dritter Punkt: Deutschen, die in den Reihen einer Terror-Miliz kämpfen, soll künftig der deutsche Pass entzogen werden, wenn sie eine weitere Staatsangehörigkeit besitzen, sagt Renner der „NOZ“.

Damit wird sich die Politikerin von der Linken jedoch abfinden müssen, ansonsten „könne sie doch das Land verlassen“. Ohne Existenz einer AfD würde es so ein Gesetz nicht geben. Das zeigt uns wie wichtig eine Partei wie die AfD ist, die die Bundesregierung aufreibt und vor sich hertreibt.

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1 KOMMENTAR

  1. „Wir schließen Terrorkämpfer, Polygamisten und Identitätstäuscher aus“

    die Swingerclubs aber ausdrücklich nicht, denn die betrachten wir als Verankerung unserer neuen identität.
    Bei der Gegenprobe durchgefallen!

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