Manfred Weber mit dem österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz - Bild: European People's Party CC BY 2.0

Kurz habe mit der Aufkündigung der Koalition richtig gehandelt, so EVP-Fraktionschef Weber. Die FPÖ zeige, dass die „radikalen Rechten keine Patrioten“ seien.

Von Michael Steiner

EVP-Fraktionschef Manfred Weber (CSU) freut sich über das Ende der ÖVP-FPÖ-Koalition in Österreich. Er lobt den Bruch von Sebastian Kurz mit den Freiheitlichen, nachdem ein heimlich aufgezeichntes Video auftauchte, in dem dem FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache und Klubobmann Johann Gudenus 2017 eine Falle gestellt wurde.

Gegenüber der „Passauer Neuen Presse“ sagte er: „Solchen charakterlich für ein Staatsamt ungeeigneten Typen muss der Stuhl vor die Tür gestellt werden.“ Der Vorgang in Österreich sei beispiellos. „Dass gerade die, die immer vorgeben, patriotisch zu sein, dazu bereit sind, ihr Land und die Werte ihres Landes schamlos zu verkaufen, macht fassungslos.“ Die rechten Radikalen seien keine Patrioten, sondern „treten die Werte ihrer Nation mit Füßen.“

Furcht vor der Europawahl

Angesichts dessen, dass die rechtspopulistischen Parteien bei der Europawahl am 26. Mai deutlich gestärkt werden dürften, warnt er vor einer Handlungsunfähigkeit. „Damit wäre die EU lahmgelegt. Das wäre für Europa katastrophal.“ Daher kämpfe er für eine stabile Mehrheit aus der Mitte heraus. „Und diese stabile Mehrheit kann nur die EVP mit CDU und CSU in Deutschland garantieren.“

Aber auch eine linke Mehrheit, die der sozialdemokratische Spitzenkandidat Frans Timmermans anstrebe, sei „ein echtes Risiko für Europa“, meinte Weber. „Eine Koalition vom Kommunisten Tsipras über die unter Korruptionsverdacht stehenden Sozialisten in Rumänien bis zu Marktliberalen wäre in etwa so, als wenn Sahra Wagenknecht mit Christian Lindner in Deutschland koalieren würde. Das wäre ein einziges Chaos und bedeutet Instabilität, was wir in der jetzigen Phase Europas bestimmt nicht brauchen können.“

Er vergisst aber, dass auch die konservativen Parteien der EVP-Parteienfamilie in den letzten Jahren in genügend Korruptionsfälle verwickelt waren. Nicht umsonst wurde der konservative Partido Popular (PP) in Spanien immer wieder massivst abgestraft. Und auch die ganzen Verbindungen der Konservativen zu den Transatlantikern in den USA zeigt, dass man dort kein Problem damit hat, seine Heimat an die Amerikaner zu verkaufen.

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9 KOMMENTARE

  1. Wen meint er denn damit, mit den radikalen Rechten, das ist doch nur ein Schlagwort um auf den Strache-Zug aufzuspringen und wenn schon dann müßte es heißen, die dümmsten Radikalen und da hätte er ausnahmsweise mal recht was den Geisteszustand anbelangt, nicht aber deren Handlungsweise, denn radikal sind genau jene, die andere so bezeichnen und das ist die Schizophrenie, die wir erdulden müssen und derzeit noch nicht einmal etwas dagegen in der Hand haben.

    • Er hat sich verplappert.
      Unter radikale Rechte kann er nur die vom V S eingeschleusten benannt haben.
      Jeder andere würde gleich ins Loch wandern.

  2. Was Weber quakt ist irrelevant.
    Österreich ist nicht Deutschland und außerdem, hat er vor seiner Haustüre soviel Kehricht liegen, dass jede Einmischung außerhalb des Merkel-Territoriums einem Fauxpas gleichkommt.

  3. Wir haben schon einen EU Kommissionspräsident Torkel-Junky (Junker) mit fatalen Folgen
    gehabt.Eine neue Gestaltung mit anderen Kräften muss angestrebt werden.
    Ohne diesen Schwätzer Weber .nur Bla Bla.

  4. Das letzte Mal als die Deutschen kapierten wo es politisch entlang ging, war unter einem Österreicher.
    Der positive Ruf aus dieser Zeit ist das, was Deutschland im Ausland noch hoch hält.
    Es war nicht alles schlecht.

    Hingegen über das Gebaren um die Gegenwart unter Merkel versetzt jeden gesunden Hausverstand in Alarmstimmung.
    Selbst der amerikanische Präsident schüttelt immer wieder ungläubig den Kopf.
    Rund um den Globus gibts für die deutsche Situation unter Merkel und Co nur Mitleid.

    Und solche Statisten unter diesem Regen wollen Raschläge erteilen.
    Auch Ratschläge laufen auf Schläge hinaus. Aber sowas steht wohl in einer Verbildungspolitik der Linken wohl nicht auf dem Programm.

    • Zickenschulze, sie verkennen dank unserer Propaganda das Wirken unseres berühmten Braunauers. Hitler war NationalSOZIALIST. Noch bevor er Polen überrennen ließ, hat er schon unsere kommunistische EU in Auftrag gegeben. Nachzulesen in dem Buch „Die vereinigten Staaten von Europa“, von Oliver Janich.
      Warum, glauben Sie, wird die Erinnerung an ihn vom Staat durch die Presse bei jeder Gelegenheit aufgefrischt? Hitler und Mutti ziehen an der gleichen Seite vom Strick. Und beide wurden demokratisch gewählt.
      Demokratie ist die Diktatur der Dummen.

      • „hat er schon unsere kommunistische EU in Auftrag gegeben.“

        Leider irren sie gewaltig.
        Die Ideologie A.H. betreff des Idividuums Mensch und seiner Ausrichtung liegt um 180° entgegengesetzt der der NWO.
        Das läßt sich allein dadurch festmachen, daß alles was jetzt dem Menschen übergestülpt wird dianmetral zur Ausformung deren Persönlichkeitsbildung eines Menschen gegenüber vor 1945 steht.

        Beispiel: was hat Gender mit A.H. gemeinsam? Null. Das Gegenteil lieg vor.
        Und solche Beispiele gibt es reihenweise.
        Wir erleben grade eine ideolgische Veränderung, von der darauf bestanden wird alles auf den Kopf zu stellen und das auch noch ohne Einwand die Hand dagegen erheben zu dürfen.
        Bspiel dazu das Internetzensurgesetz.

        • Hitler verlieh den Mutterorden für herausragende Gebärfreudigkeit und wenn es der Zeitgeist hergegeben hätte bzw. Propagandaminister Bel Ami als Spindoktor noch etwas Zeit gegeben worden wäre den Muttis bedenkenlos den Stahlhelm für den Endsieg aufgesetzt.
          Kurz: Er hätte bedenkenlos gegendert zum die Mittel heiligenden Zweck.
          Im aus dem Sportpalast überlieferten Zeitdokument wollten so gut wie alle den „totalen Krieg“.

          Diese links/rechts Verdummung ist gut eingefädelt. Nur wenige wissen heute noch , dass der Ursprung in der französischen Nationalversammlung liegt.

          Der gegenwärtige Narrativ links=gut, rechts=schlecht ist einfach nur bestes Orwellsch

          • Was gibt es über die Gebärfreudigkeit zu spotten?
            Die Abtreibungsfreudigkeit der letzten 60 Jahre hingegen beschert ihresgleichen ein Aufsetzen einer Mischkultur. Aus deren Begriffen, wie eine Gesellschaft zu laufen hat ergibt sich dann null Toleranz für Leute wie sie.
            Wissen sie eigentlich was sie wollen, wofür sie stehen? Machen sie sich einmal konkrete Gedanken worauf das, was sie vertreten hinauslaufen wird.

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