Neue Gesetze zur Unterstützung Taiwans wurden verabschiedet. Washington will Peking weiterhin provozieren. Wie lange geht das noch gut?

Von Marco Maier

Das Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten hat einstimmig ein Gesetz verabschiedet, das die Versprechen der USA gegenüber Taiwan bekräftigt. Das ist einer der immer schwieriger werdenden Punkte in den Beziehungen zwischen den USA und China. Das Parlament stimmte demnach am Dienstag mit 414 zu 0 Stimmen für eine unverbindliche Entschließung und stimmte auch einstimmig mit dem „Taiwan Assurance Act von 2019“ überein.

Der Assurance Act fordert Taipei auf, seine Verteidigungsausgaben ungeachtet der Streitigkeiten mit China zu erhöhen. Peking betrachtet Taiwan als eigensinnige Provinz im Rahmen der weltweit anerkannten „One China“-Politik. China hat die Wiedervereinigung Taiwans verfolgt, seit sich die Insel 1949 während eines Bürgerkriegs vom Festland getrennt hatte. China beansprucht die volle Souveränität über die Insel.

Fast alle Länder der Welt, einschließlich der USA, erkennen diese Souveränität an. Washington, das jedoch keine formellen diplomatischen Beziehungen zu Taipei hat, unterhält umfangreiche militärische Beziehungen zu Taiwan und verkauft fortgeschrittene militärische Hardware an die Insel.

Das Washingtoner Establishment weiß, dass man so Peking erneut brüskiert und reizt. Doch das ist wohl auch Sinn und Zweck der Aktion. Immerhin hat man eben erst erneut Kriegsschiffe ins Südchinesische Meer geschickt, zuvor welche durch die Taiwan-Straße und neue Strafzölle kommen auch noch hinzu. Irgendwann reizt der amerikanische Adler jedoch den chinesischen Drachen so stark, dass dieser Feuer spuckt.

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2 thoughts on “Washington will Taiwan stärker unterstützen”

  1. Dazu muß man auch ein bißchen Hintergrundinformation haben, warum heute alle so ist und die USA richtig handeln, denn die Chinesen wurden ja seinerzeit nicht gefragt und sind von einer Monarchie auf geradezu kurzen Wegen zum Marxismus gelangt und das hat etwas mit dem Sturz des letzten Mandschu-Kaisers zu tun, der 1911 durch Wirren seinen Thron verloren hat und kurze Zeit später wurde durch Sun Yat sen die erste chinesische Republik ausgerufen und seine Partei, die Kuomintang bestand aus einem linken und einem rechten Flügel und der rechte wurde von dem Generallisimus Chian Kai-Shek geführt und deren politischer Gegenspieler war der Kommunistenführer Mao tse Dong und der wollte auch eine Republik, aber nach marxistischem Vorbild und Chian Kai-Shek hörte noch auf den Adel und auch auf die Verwaltungsbeamten und somit standen sich zwei unversöhnliche Gegner gegenüber und es kam zum Kampf zwischen beiden, wobei Mao nach dem sogenannten langen Marsch obsiegt und Chiang Kai-Shek mit seinen Soldaten nach Formosa fliehen mußten, das heutige Taiwan und dort haben sie sich festgesetzt und die Frage, wer nun das sagen hat ist bis heute nicht geklärt und die Feststellung der Rotchinesen auf dem Festland, Taiwan gehöre zu China, das ist noch nicht bewiesen, denn die Taiwanesen oder Nationalchinesen sind ja nicht untergegangen, sie leben nur abseits des Kernlandes und beanspruchen ebenso Restchina, wie umgedreht und aus heutiger Sicht, kann man ja nicht die kommunistischen Machthaber unterstützen zum Schaden der Nationalchinesen, die in Nanking seinerzeit nichts anderes wollten, als China wieder zu einen und zu einem Nationalstaat zu formen, wo ihnen dann Mao mit seinen kommunistischen Planungen dazwischen gekommen ist.
    Im Prinzip ist diese Frage sogar vergleichbar mit der Deutschen Teilung, die sich gottseidank von selbst gelöst hat und die DDR über ihre Bürger freiwillig der Bundesrepublik beigetreten ist und solange die Taiwanesen nicht die Lust dazu verspüren, sich als Staat selbst aufzugeben, kann sie auch nach Völkerrecht niemand dazu zwingen der Forderung der Festlandchinesen zuzustimmen und deshalb ist die Handlung der USA folgerichtig und daran gibt es auch nichts zu deuteln, das ist von vielen falschen Entscheidungen endlich mal wieder eine richtige im Umgang mit anderen Nationen.

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