Sibiu (Hermannstadt), Siebenbürgen, Rumänien

Acht europäische Länder haben eine ehrgeizige Strategie zur Bekämpfung des Klimawandels gefordert und den Vorschlag unterbreitet, dass ein Viertel des gesamten EU-Haushalts für die Bekämpfung dieses Problems aufgewendet werden soll.

In der gemeinsamen Erklärung heißt es, dass die EU bis „spätestens“ 2050 die Treibhausgasemissionen auf Null reduzieren wolle, berichtet das Portal Voice of Europe. Das wurde von Frankreich, Belgien, Dänemark, Luxemburg, den Niederlanden, Portugal, Spanien und Schweden unterzeichnet.

Das Positionspapier kam vor dem großen Gipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs in der rumänischen Stadt Sibiu, auf dem die Zukunft Europas und die Strategie der EU für die nächsten fünf Jahre erörtert werden. Ihr Plan könne „mit Wohlstand einhergehen“ und „ein Beispiel für andere Länder sein“.

Die acht Länder vertreten die Ansicht, dass der Klimawandel „tiefgreifende Auswirkungen auf die Zukunft der Menschheit“ hat und dass seine Auswirkungen bereits erkennbar sind – unter Berufung auf „die Hitzewellen und die Feuer des letzten Sommers“.

Die Gruppe weiß auch, dass ihre Bürger eindeutig „besorgt sind“, wie die jüngste Mobilisierung junger Menschen zeigt „- unter dem offensichtlichen Hinweis auf die Welle von Streiks und Märschen von Schulkindern auf dem ganzen Kontinent.

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„Der EU-Haushalt, über den derzeit verhandelt wird, wird in dieser Hinsicht ein wichtiges Instrument sein: Mindestens 25% der Ausgaben sollten für Projekte zur Bekämpfung des Klimawandels verwendet werden.“

Derzeit müssen die EU-Länder die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 20% gegenüber 1990 senken, um diese bis 2030 auf 40% zu senken. Viele werden diese Ziele jedoch verfehlen, darüber ist man sich jetzt schon eins. Einige dieser acht Länder, die das Papier unterschrieben haben, haben bereits stärkere Zusagen gemacht.

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat den Klimawandel zu einem zentralen Thema für Wahlreden gemacht, während Schweden bereits angekündigt hat, bis 2045 klimaneutral zu werden.

Was ist mit den anderen 20 Ländern?

Bei einer Pressekonferenz mit dem niederländischen Premier, Mark Markte, am Montag sagte Macron, das gemeinsame Dokument sei „ehrgeizig“ und „wir sind gerade dabei, eine Koalition dafür aufzubauen“.

Das Ziel eines CO2-neutralen Europas bis 2050 ist nicht neu. Das wurde von der Europäischen Kommission vorgeschlagen. Dies ist der Ausgangspunkt für die Rechtsvorschriften der Europäischen Union im November 2018. Der Plan der Kommission beruhte auf den Zielen des Pariser Abkommens, die Erwärmung der Erde „weit unter“ 2 Grad Celsius zu halten und „Anstrengungen zu unternehmen“, um eine Grenze von 1,5 Grad zu erreichen.

Mehrere Länder lehnen es jedoch ab, die derzeitigen Verpflichtungen auszubauen, die sich nur zwei Jahre nach der Unterzeichnung des Pariser Klimaabkommens als schwierig erwiesen haben.

Unter ihnen befand sich auch Deutschland, das befürchtet, dass weitere Maßnahmen seine Industrie schädigen könnten. Polen, das nach wie vor auf Kohle angewiesen ist, gehört zu den mitteleuropäischen Ländern, die sich auch gegen solche Pläne aussprechen.

Ein endlos langer Streit unter den EU-Mitgliedsländern über das Klimaziel und die Erreichung dessen, ist vorprogrammiert. Im Grunde genommen ist der „Klimawandel“ nur ein weiterer Beitrag zur Abwicklung der Europäischen Union, wie sie derzeit besteht.

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9 KOMMENTARE

  1. Die EU sollte mit ihrem Geschäftsmodell an die Börse gehen.
    Wer überzeugt ist kauft Aktien, der Rest lächelt still.

    • Eckart, so funktioniert das nicht, die Mehrheit fordert gratis FREIWILLIG, mit Wahlkreuz WEITERMACHEN.
      Werbung auf Kosten der Beglückten, hat was.

      Demokratie ist die Diktatur der Dummen.

  2. Politik kann man so oder so gestalten, die einen investieren sinnvoll und die anderen öffnen das Fenster und werfen das Geld hinaus in der Hoffnung, der Klima-Gott wird sie schon erhören und das Orakel von Delphi feiert wieder Hochkonjunktur, man muß nur daran glauben und im Dienste der guten Sache.

  3. Politik kann man so oder so gestalten, die einen investieren sinnvoll und die anderen öffnen das Fenster und werfen das Geld hinaus in der Hoffnung, der Klima-Gott wird sie schon erhören und das Orakel von Delphi feiert wieder Hochkonjunktur, man muß nur daran glauben im Dienste der guten Sache.

  4. „Die Treibhausgasemissionen auf NULL reduzieren………………………..“. Nicht das 1.Mal stelle ich mir die Frage, was diejenigen, die ein solches Ziele als realistisch anzustreben proklamieren, wohl geraucht ( oder im Falle des Kommissionspräsidenten) gesoffen haben. Ein „CO2- neutrales Europa“ – wie das??????

  5. Ist doch eine tolle Idee, einer von 5 Kontinenten macht es vielleicht. Wollen wir mal hoffen, dass dann die saubere Luft auch über Europa bleibt und nicht das diese dann weiterzieht zu Kontinenten, die sich diesem Wahnsinn nicht angepasst haben und wir dann deren Dreck bekommen.
    Ich finde es eine super Idee unseren Nachkommen eine heile Welt zu hinterlassen, wäre nur nett, wenn wir, die Älteren es auch überleben dürften!

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