Hochrangige nationale Sicherheitsbeamte Taiwans und der Vereinigten Staaten haben trotz der anhaltenden Spannungen zwischen Washington und Peking ein Treffen abgehalten.

Von Redaktion

Der nationale Sicherheitschef Taiwans, David Lee, hat sich Anfang des Monats mit dem nationalen Sicherheitsberater der USA, John Bolton, getroffen. Dies teilte das taiwanesische Außenministerium in einer Erklärung mit. Die Erklärung fügte hinzu, dass das Treffen zwischen dem 13. und 21. Mai während Lees Reise in die USA stattfand und die Zusammenarbeit zwischen beiden Seiten vertiefen sollte.

„Während der Reise traf sich Generalsekretär Lee mit Vertretern unserer diplomatischen Verbündeten und bekräftigte seine Unterstützung und sein Engagement für eine freie und offene indopazifische Region“, heißt es in der Erklärung.

Die offizielle Central News Agency beschrieb das Treffen als das erste seiner Art seit 1979, als Washington die offiziellen diplomatischen Beziehungen zu Taiwan unterbrach, nachdem es das „One China“-Prinzip anerkannte. Dieses sieht Taiwan als unveräußerlichen Teil des chinesischen Territoriums an.

Peking hat betont, dass die Einhaltung der „One China“-Politik durch die USA der wichtigste Faktor bei der Festlegung der Beziehungen zum Land ist. Es ist der Ansicht, dass Taiwan wieder unter chinesische Kontrolle gebracht werden sollte – notfalls sogar mit Gewalt.

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China reagierte am Montag auf die Nachricht mit Wut und bekräftigte seine Ablehnung jeglicher Form des offiziellen Austauschs zwischen den Vereinigten Staaten und Taiwan. „China ist äußerst unzufrieden und ist entschieden dagegen“, sagte der Sprecher des Außenministeriums, Lu Kang, in einer täglichen Pressekonferenz.

Im Gegenteil, das Treffen in Taiwan wird als Zeichen der Unterstützung der Regierung von US-Präsident Donald Trump für das Streben der Insel nach Unabhängigkeit vom chinesischen Festland gewertet.

Obwohl die USA keine formellen Beziehungen zu Taiwan unterhalten haben, haben sie nach Angaben des Pentagons seit 2010 gegen den Widerstand Chinas Waffen im Wert von mehr als 15 Milliarden US-Dollar an Teipeh verkauft.

Die Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und China haben in einer Reihe von Fragen nachgelassen, insbesondere in Bezug auf einen Handelskrieg sowie Washingtons verstärkte Flottenpatrouillen in der Straße von Taiwan und im Südchinesischen Meer.

China hat wiederholt Washingtons sogenannte „Freiheit der Navigation“-Operationen zugeschlagen und die USA aufgefordert, solche provokativen militärischen Bewegungen zu stoppen und sich aus Chinas territorialen Streitigkeiten mit seinen Nachbarn herauszuhalten.

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One thought on “USA und Taiwan erhöhen Spannungen mit China”

  1. Das müßte heißen Taiwan sollte unter Rotchinesische Kontrolle gebracht werden, denn die Festlandchinesen erheben den Allmachtsanspruch über ganz China und dazu gehört nach ihrer Auffassung auch Taiwan, wobei deren Regierung eine ganz andere Auffassung aus der Historie betrachtet vertritt und während Maos Truppen den Kommunismus eingeführt haben wurde auf der Insel Formosa durch den geflüchteten General Yi jan chek
    eine neue Republik gegründet und die Nachfolger vertreten eine völlig gegensätzliche Auffassung zur Lehre der Regierung in Peking, denn sie wollten diese radikale Tour von damals nicht mittragen, weil sie immer noch gemäßigte Ansichten zum Adel und Bürgertum hatten, was sich ja bis heute in ihrer politischen Einstellung niederschlägt und wie man seit Jahrzehnten sehen kann, hatten sie weit vorher das bessere Geschäftsmodell und darauf spekulieren nun die anderen um ihrer habhaft zu werden und nun kann man sich trefflich streiten, ob eine Drohung durch Gewalt Taiwan zurückzuholen sinnvoll ist, hier wurden Fakten geschaffen und diese können nur über Verhandlungen gelöst werden, alles andere führt ins totale Chaos.

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