Laut Aussagen des iranischen Revolutionsgardisten, Generalmajor Hossein Salami, befindet sich Iran derzeit in einem „vollständigen Geheimdienstkrieg“ mit den Vereinigten Staaten. Er verglich die USA mit den Twin Towers des World Trade Centers.

Von Redaktion

„Wir befinden uns in einem vollständigen Geheimdienstkrieg mit den Vereinigten Staaten und den Feinden der Islamischen Republik. Dieser Krieg ist eine Kombination aus psychologischer Kriegsführung, Cyber-Operationen, Militäreinsätzen, Diplomatie, Angst und Einschüchterung“, so Salami. Er stellte ferner fest, dass die Amerikaner in der Region an diesem Punkt „großen Risiken“ ausgesetzt sind. „Amerika hat seine Macht verloren und obwohl sie mächtig aussehen, sind sie gebrechlich“, sagte er.

Was die Aufmerksamkeit des Westens jedoch am ehesten auf sich zieht, ist seine Berufung auf die Terroranschläge vom 11. September: „In Wirklichkeit ist Amerikas Geschichte dieselbe wie die Geschichte des World Trade Centers, das plötzlich mit einem Schlag zusammengebrochen ist“, sagte er. Er nutzte das Beispiel als Drohung und um zu zeigen, dass das mächtige US-Imperium mit einem strategischen Schlag in die Knie gezwungen werden kann.

Kampfrhetorik im Iran

Seine kämpferischen Äußerungen kamen Tage nachdem er provokativ sagte, dass die Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) an der „Schwelle einer umfassenden Konfrontation mit dem Feind“ stünden. In seiner Ansprache teilte Salami seinen Streitkräften mit: „Dieser Moment in der Geschichte, weil der Feind in das Feld der Konfrontation mit uns eingetreten ist. Mit allen möglichen Kapazitäten ist dies der entscheidende Moment der islamischen Revolution“, so die iranische Nachrichtenagentur Fars.

Washington hat bereits die Flugzeugträger-Kampfgruppe USS Abraham Lincoln und neue Patriot-Raketen sowie eine B-52-Bombergruppe in die Region am Persischen Golf entsandt. Saudi-Arabien und andere Golfstaaten haben sich Berichten zufolge bereit erklärt, amerikanische Streitkräfte „auf See“ und an Land aufzunehmen, um den Iran abzuschrecken“. So heißt es in einem neuen Bericht in den israelischen Medien unter Berufung auf arabische Quellen. Wir berichteten ebenfalls.

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Saudi-Arabien hat der IRGC „Sabotageangriffe“ auf zwei seiner Schiffe vorgeworfen, als diese vor einer Woche in die Straße von Hormus einfuhren. Auch an zwei anderen internationalen Schiffen sollen iranische Unterwasserdrohnen Schäden verursacht haben. Der Iran seinerseits wies diese und andere Anschuldigungen zurück und behaupteten, dass dies Teil eines „psychologischen Krieges“ sei. So ein iranischer Spitzenparlamentarier und -Sprecher in dieser Woche.

Deeskaliert Trump?

Selbst wenn der IRGC-Chef auf einen andauernden „vollständigen Geheimdienstkrieg“ hinweist, könnte sich eine Deeskalation abzeichnen, da am Freitag mehrere Schlagzeilen lauteten: „Trump will keinen Krieg“, und er scheint sich selbst gegen Falken in seiner Administration zu wehren. Gerade Außenminister Pompeo und Sicherheitsberater Bolton wollen unbedingt einen Krieg gegen den Iran starten.

Trump hat am Freitag etwas getwittert, was dem Iran tatsächlich Glaubwürdigkeit verleiht. Er warf den westlichen Medien und den Saudis vor, „Fake News“ zu verbreiten. Er schrieb: „Mit all den falschen und erfundenen Nachrichten kann der Iran keine Ahnung haben, was tatsächlich vor sich geht!“

Es bleibt zu hoffen, dass Trump die Kriegstreiber in seiner Regierungsmannschaft noch unter Kontrolle bringt und einen Krieg verhindert. Eine solche Eskalation am Persischen Golf wäre eine globale Katastrophe.

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