Umfrage: Mehrheit der Amerikaner gegen Iran-Krieg

Eine neue Umfrage zeigt, dass sich die Mehrheit der Amerikaner gegen einen Krieg mit dem Iran ausspricht. Daran ändern auch die wachsenden Spannungen nichts.

Von Redaktion

Die am Dienstag veröffentlichte Meinungsumfrage von Reuters / Ipsos ergab, dass 60 Prozent der Amerikaner einen Präventivangriff gegen die Islamische Republik ablehnen. Für einen Erstschlag gegen den Iran sprechen sich nur 12 Prozent der Befragten aus.

Die Umfrage ergab auch, dass fast die Hälfte (49 Prozent) der Amerikaner die Politik von US-Präsident Donald Trump gegenüber dem Iran ablehnt. 31 Prozent gaben an, sie würden aggressiven Kurs der neokonservativen Regierung „stark“ ablehnen.

Darüber hinaus ergab die Meinungsumfrage, dass 53 Prozent der Amerikaner den Iran als „ernsthafte“ oder „unmittelbare“ Bedrohung für die USA betrachten. Ganze 51 Prozent glauben, dass die beiden Länder „innerhalb der nächsten Jahre“ in den Krieg ziehen werden.

Die Amerikaner befürworten das Atomabkommen

Die Umfrage ergab auch, dass 61 Prozent der Amerikaner das Atomabkommen, das der Iran mit sechs Staaten (USA, Russland, China, Großbritannien, Frankreich und Deutschland) im Jahr 2015 unterzeichnet hatte, immer noch befürworten.

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Die öffentliche Meinungsumfrage von Reuters / Ipsos wurde zwischen dem 17. und 20. Mai in den USA online durchgeführt. Bei der Umfrage wurden 1.007 Erwachsene befragt, darunter 377 Demokraten und 313 Republikaner. Die Schwankungsbreite beträgt laut Eigenangaben 4 Prozentpunkte.

Die Spannungen zwischen Teheran und Washington nahmen im Mai letzten Jahres zu, als Trump sein Land aus dem Atomabkommen mit dem Iran von 2015, das offiziell als Joint Comprehensive Action Plan (JCPOA) bekannt ist, zurückzog und trotz globaler Kritik harte Sanktionen gegen die Islamische Republik verhängte.

Die Spannungen nahmen am ersten Jahrestag des Ausscheidens Washingtons aus dem Abkommen stark zu, als die USA den Druck auf den Iran erhöhten, indem sie seine Ölsanktionen verschärften und militärische Verstärkung sendeten. Darunter eine Flugzeugträger-Schlachtgruppe, eine B-52-Staffel Bomber und eine Batterie von Patriotraketen, die in den Nahen Osten an den Persischen Golf verlegt wurden.

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Ein Kommentar

  1. Welcher US-Amerikaner will den schon freiwillig in den Krieg ziehen um die Existenz Israels zu verteidigen, das wird zwar politisch gewünscht, die Bürger selbst wollen aber dafür ihren Kopf nicht hinhalten, mal ganz von dem abgesehen, daß es dann mehrheitlich die schwarze Bevölkerung sein wird, die sich dafür aufopfert und besser wäre es allemal den Iran durch viele andere Möglichkeiten zur Räson zu bringen und hilft das immer noch nicht und sie ihre Pläne hinsichtlich des Existenzrechtes Israels nicht aufgeben, dann wäre es ein Grund entgültig reinen Tisch zu machen, aber vorher ständig mit den Waffen klirren, das bringt nichts, das stärkt nur die Gegenseite und wirkt eher zersetzend als förderlich und harte Auseinandersetzungen sind immer noch humaner und sinnvoller als der totale Krieg, was ja andere Nationen schon leidvoll erfahren haben.

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