Die Regierung Taiwans fürchtet sich vor einem Einmarsch der Volksbefreiungsarmee. Nun soll eine U-Boot-Werft gebaut werden. Eigene U-Boote mit Langstreckenraketen sollen einen Gegenschlag ermöglichen.

Von Marco Maier

Taiwan will nicht mehr nur auf amerikanische Waffen setzen, sondern offenbar eine eigene Rüstungsindustrie aufbauen. Angesichts der Warnungen aus Peking, notfalls auf die Insel einzumarschieren, will man sich scheinbar rüsten. Allerdings dürfte die Fertigstellung einer eigenen U-Boot-Werft noch einige Zeit dauern und auch die Fertigung von U-Booten braucht seine Zeit.

Dennoch berichtet „Focus Taiwan“ davon, dass nun ein Miniaturmodell des ersten taiwanesischen U-Boots enthüllt wurde. In einer Zeremonie in Kaohsiung City im Süden des Landes präsentierte Präsidentin Tsai Ing-wen das Modell. In der Hafenstadt sollen künftig eigene U-Boote gebaut werden.

Das taiwanesische U-Boot-Modell. Bild: Focus Taiwan

„Wir müssen ein Konzept haben und über asymmetrische Kriegsführung nachdenken“, sagte Tsai und verwies auf militärische Manöver, die es den taiwanesischen Streitkräften ermöglichen würden, eine Invasion aus China zu verhindern. China betrachtet Taiwan als abtrünniges Gebiet, das Anfang der 2020er Jahre zurückerobert werden könnte.

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Angst vor einer Invasion

Taiwan liegt nur 120 Meilen von Festlandchina entfernt und ist seit der Abspaltung vom Festland im Jahr 1949 ständig von einer Invasion bedroht. Seit Chinas Präsident Xi Jinping in den letzten Jahren die Volksbefreiungsarmee (People’s Liberation Army, PLA) modernisierte, wurden die Kriegsübungen beider Länder häufiger.

China betreibt eine Flotte von 75 U-Booten, die auch die Taiwanstraße und das Ost- / Südchinesische Meer patrouillieren. Auf der anderen Seite besitzt Taiwan nur vier alte U-Boote, da der direkte Druck von Peking es in den letzten zwei Jahrzehnten unmöglich gemacht hat, westliche Schiffe zu kaufen.

Die neue Werft wird voraussichtlich acht Diesel-U-Boote produzieren. Das erste soll 2025 fertiggestellt werden. Doch gegen die modernen chinesischen U-Boote werden sie kaum eine Chance haben. Da nützt es auch nicht viel, wenn die Trump-Administration im April den Transfer von Technologie an die selbstverwaltete Insel erlaubte.

Andererseits sollen die taiwanesischen U-Boote mit vertikalen Silos versehen werden, um im Falle einer Invasion durch die Volksbefreiungsarmee Langstreckenraketen auf das Festland abfeuern zu können. Taipeh sieht darin ein potentielles Abschreckungsmerkmal.

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2 KOMMENTARE

  1. Wenn sich die USA von Taiwan nicht abwenden können die roten Festland-Chinesen ihre „Heim in`s Reich“ Gelüste abhaken, denn das würde ihnen mit den heutigen Waffen den Todesstoß versetzen und ist vergleichbar mit dem Staat Israel, wo die schützende Hand darüber gehalten wird und solange die USA noch diese dominierende Rolle spielen wird sich auch nichts ändern und das wissen sie und dennoch scheppern sie mit den Schwertern auf den Schilden.

  2. Ich denke um die Taiwaneseñ sollte man sich da keine Sorgen machen , auf die passen ihre roten Brrüder vom Festland schon auf . Um die Europäer sollte man sich da schon eher Sorgeñ machen . Die säßen trotz eines anderen Eindrucks immer tiefer in einem ausgesprochen übel riechenden Brei , hört man jetzt doch öfter in Fachkreisen .
    Sollte da was schief gelaufen sein ? Kann man garnicht glauben bei den kleveren Leuten die uns führen .

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