Die Weiße Moschee in Matara, Sri Lanka. Bild: Flickr / Hafiz Issadeen CC BY 2.0

Nach den verheerenden islamistischen Anschlägen in Sri Lanka gehen die Behörden hart gegen die muslimische Minderheit vor. Nun wurden 200 islamische Geistliche aus dem Land geworfen.

Von Marco Maier

Insgesamt mehr als 600 ausländische Staatsbürger wurden nach den tödlichen Anschlägen vom Ostersonntag im Zusammenhang damit ausgewiesen. Darunter auch rund 200 islamische Geistliche. Die Angriffe wurden von einem lokalen islamischen Kleriker angeführt. Von ihm war bekannt, dass er nach Indien reiste, wo er Kontakt zu Dschihadisten hatte.

Innenminister Vajira Abeywardena teilte mit, die Geistlichen seien rechtmäßig ins Land eingereist. Allerdings hätten sie nach den Angriffen ihr Visa überzogen. Sie mussten Geldstrafen bezahlen und Sri Lanka verlassen.

„In Anbetracht der aktuellen Situation im Land haben wir das Visa-System überprüft und beschlossen, die Visabestimmungen für religiöse Lehrer zu verschärfen“, sagte Abeywardena. Die Polizei sagte, dass viele der ausgewiesenen Ausländer aus Bangladesch, Indien, Pakistan und Malediven stammen, die ihr Visum überzogen hätten.

„Es gibt religiöse Institutionen, die seit Jahrzehnten ausländische Prediger hereinholen“, sagte Abeywardena. „Wir haben keine Probleme mit ihnen. Aber es gibt einige, die in letzter Zeit aufgeflogen sind. Wir werden ihnen mehr Aufmerksamkeit schenken.“

Sri Lanka modernisiert seit den Anschlägen die Visapolizei des Landes. Die Behörden befürchten nämlich, dass ausländische Kleriker die Einheimischen für zukünftige Angriffe radikalisieren könnten. Man weiß immerhin, dass beispielsweise der Export saudi-arabischer Imame in den 1970ern und 1980ern zu einer deutlichen Radikalisierung diverser Länder mit sich brachte. Darunter auch Staaten wie Indonesien, Malaysia und Bangladesh.

3 KOMMENTARE

  1. Das hätte bei uns auch schon lange geschehen müssen, bei diesen Untaten, die hierzulande verübt werden und es ist eine Schande von unseren gewählten Verantwortlichen, daß sie so etwas überhaupt zulassen und sich hinter der eigenen Gesetzgebung verstecken und die Morde, Vergewaltigungen und andere kriminellen Delikte als Kollateralschäden hinnehmen und noch schlimmer sind die ganzen Helfershelfer, die vorgeben, ein Herz zu haben, die Frage ist nur für wen und deshalb abwählen, die haben nichts anderes verdient.

  2. Ja, so machen auch die Israeli. Bei jeden Attentat, und für jedes getötete Israeli werden eine ganzes Stadt in Palästina gebaut.
    Gut werden auch die Gebäuden weckzureisen, wo diesen gearbeitet haben.

    warum stellt nicht in jede Zimmer einer solche Gebäude ein Kamera und Mikrofon. Alles Abhören, und wenn dort nicht Toleranz gegen Andersgläubigen, weiter Diskriminierung von Frauen, Diskriminierung von andere Menschen besprochen werden dann Muss diese Gebäude geschlossen werden.

    Auch die Christen wurden zum Toleranz erzogen. Und es klappt heute überall.

    Es kann doch in allen Länder diese Erfolgsmodel eingesetzt werden.
    Auch in Russland, dort schauen die Mächtige weck, und von Russland kommen fast die meisten Terroristen. Warum?
    Warum dürfen in Tatarstan Menschen mit lange Messern auf Straße laufen?
    Warum werden nicht jede Moschee beobachtet und Komplet abgehört und verfilmt?
    Alle Menschen werden heute abgehört, 24h, jahren lang.
    Bei diese Bedrohung, warum sind die Behörde schwach? Was wollen die Behörde erreichen?

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