Palmer gegen Roth: „Migration führt auch zu Problemen“

Der grüne Tübinger Oberbürgermeister, Boris Palmer, wehrt sich gegen die Rassismus-Vorwürfe Claudia Roths und anderer Parteifreunde.

Von Michael Steiner

Weil Boris Palmer es wagt, die Migration nicht mit der rosaroten Brille der Grünen zu sehen, wird er immer wieder angefeindet. Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth, seine eigene Parteifreundin, legte ihm schon nahe, aus der Partei auszutreten. Auch andere Grünen-Politiker kritisierten den Tübiger Oberbürgermeister immer wieder, weil er für grüne Verhältnisse einen zu realistischen Blick auf die Migrationsproblematik hat. Nun wehrt er sich gegen die Vorwürfe.

„Mein Problem ist doch, dass ich ausspreche, was man nicht aussprechen soll: dass Migration auch zu Problemen führt. Man muss darüber reden, sonst vertiefen sich die Gräben nur noch. Schweigen ist keine Lösung“, sagte Palmer dem Nachrichtenmagazin Focus. Dies betrifft auch seine kritischen Aussagen zur jüngsten Werbekampagne der Deutschen Bahn. Diese stießen ebenso bei Bundestags-Fraktionschefin Kathrin Göringn-Eckardt auf Unverständnis.

Wenn sich die demokratischen Parteien dem Dialog mit den Bürgern verweigerten oder die Bahn plötzlich so tue, als wäre ihr Vielfalt ein echtes Anliegen, „obwohl sie keinen einzigen Migranten im Vorstand hat“, dann sei das illusionär oder unredlich, so Palmer weiter. „Viele weiße alte Männer, die mit ihrem geringen Einkommen kaum über die Runden kommen, die sich abrackern, während die Einkommensschere in Deutschland immer weiter auseinandergeht“ fühlten sich zu Recht ausgegrenzt, erklärte der Kommunalpolitiker.

Er sei möglicherweise „mehr Marxist als manche Linken“, die zwischen Haupt- und Nebenwidersprüchen nicht mehr unterscheiden könnten, so der Grünen-Politiker weiter. Damit reiht er sich wie Sahra Wagenknecht in die Riege kritischer linker Politiker ein, die versuchen bestehende Probleme in Zusammenhang mit der Migration nicht zu leugnen oder schönzureden, sondern anzusprechen. Auch wenn sie deshalb in den eigenen Reihen massivst angefeindet werden.

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5 Kommentare

  1. Ganz gleich, um was es geht: Unüberlegt Problem beseitigen wollen, weil man vielleicht als besonders gut darstehen will oder um Profit zu ernten, bringt andere Probleme, die dann vielleicht so groß sein können, daß man sie nicht mehr lösen kann und Probleme dann hat, die man nie ohne Problemlösomanie gehabt hätte. Braucht man dann selbst Hilfe. Kann man fremden Menschen nur helfen, wenn die in ihrer Welt bleiben können und dort eine angemessene passende Hilfe bekommen. Übertreibung bringt nichts. Leute zwingen in einer fremden Umgebung zu leben, bringt diesen sehr wenig. Zuhause kann man Probleme besser lösen! Gibt es für die ganze Show genug egoistische Gründe.Ehrliche Hilfe schaut anders aus!…….

  2. Die Launen ungebildeter Leute sind veränderlich wie ein verrücktes Wetter.
    Gleich und gleich gesellt sich gern.

  3. Wenn ein grüner Marxist die eigene Sippe „anpinkelt“ dann hat das schon was zu bedeuten und zeigt die Widersprüche innerhalb ihrer Idiologien auf und den Gipfel hat die Stadt Konstanz erreicht, indem der Klima-Notstand ausgerufen wurde und es wäre besser gewesen den inneren Notstand im eigenen Hirn festzustellen, denn das ist eine Art Kriegserklärung gegen die Bürgerschaft, die man damit knebeln will um sie ins gelobte Land der Klimafantasten zu führen und zugegebenerweise ist eine Stadt wie Konstanz ohne Wasser im Bodensee nicht mehr attraktiv, der wird aber auch ohne unser Zutun langfristig verlanden und deshalb wird das Klima ehedem ehernen Gesetzen folgen, mit oder ohne uns.

  4. Schon vergessen ?
    Palmer war der erste Grüne, der erstmals 2016 öffentlich die Enteignung von leerstehenden Häusern und Wohnungen ins Gespräch brachte, um Wohnraum für die illegal Migranten aus aller Welt zu beschaffen.
    Ich weiß nicht, ob Palmer schwul ist, auf jeden Fall würde er mit seinen Ansichten gut zu dem kleinen Kühnert passen.
    Das Palmer in seiner Stadt mit Migrantenproblemen zu kämpfen hat, lässt sich sowieso nicht unter den Tisch kehren. Mit Mut hat das m.E. eher wenig zu tun. Diesen Monat finden im Landkreis Tübingen Komunalwahlen statt. So schauts aus!

  5. Hurra, endlich kommt die Flüchtl… ähm, CO²-Steuer

    Was bleibt noch, wenn auch noch die Luft zum Atmen besteuert wird?

    Eine Zahl möchte ich gerne vorausschicken, damit ihr, wenn ihr die Zahlen zu lesen bekommt, die die Deutschen für die Mieten von illegalen muslimischen Migranten bezahlen, nicht ohnmächtig vom Stuhl fallt: Polen zahlt seinen Migranten genau 80 Euro pro Monat und keinen Cent mehr.

    Die Polen sind eben nicht so geisteskrank, selbstmörderisch und multikultibesoffen wie die bekloppten Deutschen. Die Polen haben sich den Realismus und einen gesunden Selbsterhaltungstrieb bewahrt, während die Deutschen sich offensichtlich lieber von ihren islamischen “Gästen” überfallen, zusammenschlagen, zusammentreten, abstechen, vergewaltigen und abschlachten lassen.

    Am 30. 4 strahlt das ZDF in der Reihe “37 Grad” die Reportage “Trotz Arbeit keine Wohnung / Wenn Mieten unbezahlbar werden” aus. Es geht dabei um drei deutsche Trottel, die für 1200 bis 1500 Euro netto im Monat in Großstädten wie Frankfurt und München noch arbeiten gehen, aber keine bezahlbare Wohnung finden und deshalb mit einer Bleibe im Obdachasyl Vorlieb nehmen müssen.

    Das Paradoxon löst eine Meldung vom 27. 4. im “Kölner Stadt-Anzeiger” mit dem Titel “Raus aus der Flüchtlingsunterkunft / 426 Menschen in Köln erhalten private Wohnung” auf. Das Ganze wird als Erfolgsmeldung verkauft, obwohl sich bei Lesen Abgründe auftun. Man möchte dabei diesem Abschaum an Politikern und Profiteuren der Migrantenindustrie Pest und Cholera gleichzeitig an den Hals wünschen. So eklatant wird hier das Recht eines Volkes auf ein anständiges Leben in seinem eigenen Land mit Füßen, nein, mit den Schaftstiefeln einer obszönen Soldaten-Karikatur getreten, daß man augenblicklich auf sie kotzen möchte.

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