Österreich: Europawahl-Triumph für die ÖVP

In Österreich kann vor allem die ÖVP von Bundeskanzler Kurz stark zulegen. Die Verluste für die FPÖ sind marginal.

Von Marco Maier

Die Europawahl ist auch in Österreich geschlagen. Das Ergebnis ist anders als von den Medien erwartet. Einerseits konnte die ÖVP trotz der Regierungskrise laut der Prognose von ORF/SORA (23:03h) um 7,9 Prozentpunkte auf 34,9 Prozent zulegen. Damit ist die Partei von Bundeskanzler Kurz mit Abstand die stärkste Partei.

Doch die „Ibiza-Affäre“ hatte für die FPÖ nicht jene negativen Auswirkungen, welche im Vorfeld in der veröffentlichten Meinung erwartet wurden. Denn: das Minus fällt mit 2,5 Prozentpunkten vergleichsweise gering aus. Die Freiheitlichen kommen demnach trotzdem auf 17,2 Prozent der Stimmen.

Die eigentliche Katastrophe liegt bei der SPÖ. Anstatt aus der Regierungskrise zu profitieren muss sie ein Minus von 0,7 Prozentpunkten hinnehmen und liegt damit nur noch bei 23,4 Prozent. Gleichzeitig konnten die Grünen (trotz Nichtpräsenz im Nationalrat) mit 14 Prozent der Stimmen ihr Ergebnis der letzten Europawahl beinahe halten und büßen nur 0,6 Punkte ein.

Aber auch die NEOS können sich halten. 8,7 Prozent der Stimmen sind immerhin ein Plus von 0,8 Prozentpunkten. Die anderen beiden Parteien, KPÖ (0,8 Prozent) und EUROPA (1,1 Prozent) schaffen es nicht ins Europaparlament.

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In Sachen Mandate sieht es demnach so aus: ÖVP 7 (+2), SPÖ 5 (+/-0), FPÖ 3 (-1), Grüne 2 (-1), NEOS 1 (+/-0). Bei einem Vollzug des Brexits erhalten die Grünen allerdings ihr drittes Mandat zurück.

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Ein Kommentar

  1. Betreff Öserreich EU Wahlergebnis.
    Schon klar.
    Milchgesichter wählen ein Milchgesicht.
    Den Österreichern geht es noch zu gut.
    Die brauchen eine Praxisprobe von Kurz ohne den Freiheitlichen zur Seite.

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