Libyen: UNO warnt vor „langem blutigen Krieg“

Der Regime Change in Libyen ist ein „voller Erfolg“. Das Land versinkt völlig im Krieg. Nun warnt die UNO vor einer Eskalation.

Von Redaktion

Der Sonderbeauftragte der Vereinten Nationen für Libyen hat gewarnt, dass die Schlacht um Tripolis „nur der Beginn eines langen und blutigen Krieges“ ist. Milizen, die dem von Saudi-Arabien und den USA unterstützten General Khalifa Haftar treu geblieben sind, eine Offensive zur Eroberung der libyschen Hauptstadt fortsetzen.

„Ich bin keine Cassandra, aber die Gewalt am Stadtrand von Tripolis ist nur der Beginn eines langen und blutigen Krieges an den südlichen Ufern des Mittelmeers, der die Sicherheit der unmittelbaren Nachbarn Libyens und des weiteren Mittelmeerraums gefährdet“, sagte Ghassan Salame Rede vor dem UN-Sicherheitsrat am Dienstag. „Libyen wird in einen Bürgerkrieg geraten, der möglicherweise zu einem allgegenwärtigen Chaos oder einer Teilung des Landes führen könnte“, fügte er hinzu.

Salame, der auch Leiter der UN-Unterstützungsmission in Libyen (UNSMIL) ist, sagte weiter, dass viele Länder Waffen an die international anerkannte Regierung in Tripolis sowie an die Haftar-treuen Milizen liefern. Er rief dazu auf, die Waffenlieferungen umgehend einzustellen.

An anderer Stelle seiner Ausführungen forderte der Gesandte den Rat auf, eine Untersuchungskommission einzurichten, um „festzustellen, wer die Waffen übernommen hat und um zu verhindern, dass Verdächtige angeklagter Kriegsverbrechen an militärischen Operationen teilnehmen.

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Haftars Streitkräfte starteten am 4. April eine Offensive, um die libysche Hauptstadt einzunehmen und die weltweit anerkannte Regierung des Nationalen Abkommens (GNA) zu stürzen. Die GNA-loyalen Streitkräfte verteidigen derzeit die Stadt.

Am 25. April teilte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) mit, dass die verschärften Kämpfe um die Kontrolle über Tripolis die dicht besiedelten Wohngebiete der Stadt in „Schlachtfelder“ verwandeln würden.

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2 Kommentare

  1. Die UN0 kann man vergessen, denn sie ist zu einem Interessenskonglomerat verkommen, mal ganz von dem abgesehen wie sie von wenigen dominiert werden und was Libyen angelangt, so kann es je nach Einschätzung von außen zu einem kurzen atomaren Schlag kommen, denn wer will sich denn schon in einen langwierigen und kräftezehrenden konventionellen Krieg einlassen, da sprechen die kleinen Nuklearwaffen schon eine deutliche Sprache und man hat noch gewisse Skrupel, diese einzusetzen, aber alle Staaten ohne Atomwaffen, werden sich entweder beugen müssen oder sie werden damit konfrontiert, wenn nicht heute, dann eben später, denn diese Art von neuen Waffen fordern geradezu heraus, anderen ihren Willen aufzuzwingen und wer es zu spüren bekommt, wird sich die nächsten Jahrzehnte nicht mehr aus der Deckung wagen und dabei sollte man sich ein Beispiel an Japan nehmen, dieser Schlag hat sie bis heute quasi agressionslos gemacht und das aus gutem Grund und uns wäre es Ende des Krieges ähnlich gegangen, wären die Auswirkungen nicht auf Anrainerstaaten zurück gefallen.

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