Chelsea Manning und Julian Assange, politische Gefangene der westlichen Wertegemeinschaft - Bild: Screenshot Youtube.com

Justizministerium: Julian Assange war mitschuldig an der Offenlegung von geheimen Dokumenten

Von Jason Ditz / Antikrieg

Während sich die Vereinigten Staaten von Amerika darauf vorbereiten, WikiLeaks-Gründer Julian Assange durch Auslieferung in die Hände zu bekommen, hat das Justizministerium eine neue Reihe von Anklagen gegen ihn offengelegt. Assange würde im Falle einer Verurteilung 170 Jahre im US-Gefängnis verbringen müssen.

Die neuen Vorwürfe beinhalten 17 separate Anklagen nach dem Spionagegesetz. Nach Angaben des Justizministeriums stehen die Anklagen alle im Zusammenhang mit undichten Verschlusssachen im Zusammenhang mit der nationalen Sicherheit, die Teil der weitergegebenen Informationen von Chelsea Manning waren, die die Vereinigten Staaten von Amerika bereits auf unbestimmte Zeit eingesperrt haben, weil sie sich geweigert hat, gegen Assange auszusagen.

Dies schafft einen potenziell sehr umstrittenen Fall. Obwohl es auch zur Verfolgung richtiger Spione für ausländische Regierungen verwendet wird, wurde das Spionagegesetz von 1917 wiederholt eingesetzt, um Journalisten und diejenigen, die Journalisten Informationen zur Verfügung gestellt haben, zu treffen. Sein Einsatz gegen die Presse wurde in der Vergangenheit heftig kritisiert.

Die Trump-Administration hat versucht, eine Erzählung zu propagieren, in der WikiLeaks, obwohl es sich wie ein journalistisches Unternehmen verhält, etwas Besonderes ist, mit ziemlicher Sicherheit ein Argument, das davon ausgeht, einen solchen Fall als etwas anderes als Zensur von Medien klassifizieren zu können.

Wenn die Verurteilung von Julian Assange durchgeht, hätte sie eine abschreckende Wirkung auf die amerikanische Presse und in der Tat auf die internationale Presse, da Assange während der fraglichen „Verbrechen“ weder Amerikaner noch in Amerika war, was bedeutet, dass die US-Regierung Journalisten inhaftieren kann, wenn sie über ihre peinlichen Geheimnisse berichten.

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3 KOMMENTARE

  1. Geheimnisverrat ist nun mal ein schwerer Straftatbestand und bislang konnte er sich seiner Verantwortung durch Flucht auf exterritoriales Gebiet entziehen und nun haben sie sich seiner bemächtigt und es wird sich zeigen was dabei heraus kommt und im Prinzip kann er froh sein, daß er diesem Vorwurf nicht in China oder Saudi-Arabien ausgesetzt ist, denn da würde es keiner 170 Jahre bedürfen, die haben in solchen Fällen je nach Schwere weit kürzere Zeiten in Bezug auf die Strafvollstreckung und in diesem Fall ist er noch in einer Glückssituation, wenigstens noch das Leben gerettet zu haben, dort wäre es weit unangenehmer.

  2. Wie schwer bescheuert die Yankees schon immer waren, wird klar, wenn man mal 170 Jahre zurückschaut.
    Damals praktizierten diese Verbrecher noch aktiv die Sklaverei, und führten gerade Krieg gegen Mexiko. – Dieses Gesindel hat noch nie etwas Anderes gemacht, als Kriege zu führen. Der Holocaust gegen die Indianer lief damals auch auf Hochtouren.

    Der arme Assange soll nun für 170 Jahre eingebuchtet werden. Absurd – vielleicht gibt es die USA bis dahin gar nicht mehr, wenn die sich weiterhin wie Hooligans gegen die Menschheit aufführen.

  3. Sie mögen ihn verurteilen, sie mögen ihn diskreditieren;
    den Status eines Helden kann ihm keiner mehr nehmen.

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