US-Soldaten im Irak. Bild: Flickr / U.S. Army CC-BY 2.0

Die USA verlegen eine Flugzeugträgergruppe in den Persischen Golf. Ziel ist der Iran. Der Grund dafür: Israelische Geheimdienstinformationen.

Von Marco Maier

Am Sonntagabend drohte der nationale Sicherheitsberater der USA, John Bolton, dem Iran mit „unnachgiebiger Gewalt“. Dabei gab er die Entsendung der USS Abraham Lincoln Carrier Strike Group und einer Bomber-Einsatzgruppe in der Persischen Golfregion bekannt. Er betonte, dass dies eine „klare und unverkennbare“ Nachricht an das iranische Regime sei.

Bolton zitierte auch eine „Anzahl beunruhigender und eskalatorischer Hinweise und Warnungen“ aus dem Iran. Später am Montagmorgen bezeichnete die Pentagon-Korrespondentin des CNN, Barbara Starr, auf der Grundlage ungenannter US-Verteidigungsfunktionäre dies als „spezifische und glaubwürdige“ iranische Drohungen gegen US-Einrichtungen in Syrien, im Irak und auf See.

Gegen den Iran: USA schicken Flugzeugträger in den Persischen Golf

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So berichtete Starr bei CNN: „US-Beamte sagen mir, dass die Drohungen aus dem Iran ’spezifische und glaubwürdige‘ Informationen enthielten, wonach iranische Truppen und Stellvertreter US-Truppen in Syrien, im Irak und auf See anvisieren. Die Beamten sagten, es gebe mehrere Geheimdienstinformationen über Bedrohungen mehrerer Standorte.“

Israelische Quellen verantwortlich

Es stellt sich heraus, dass die letztendliche Quelle dieser Behauptungen nichts anderes ist als der israelische Geheimdienst. Barak Ravid, Axios-Korrespondent des Weißen Hauses, berichtet: „Israel übermittelte Informationen über eine angebliche iranische Verschwörung, die US-Anlagen im Golf zu attackieren, an die USA, bevor der nationale Sicherheitsberater John Bolton gestern Abend den Iran mit ‚unnachgiebiger Gewalt‘ bedrohte, erzählten mir hochrangige israelische Beamte.“

Wie jeder weiß, ist Bolton ein neokonservativer Politiker, der schon früher dem Iran mit Krieg drohte. Zudem ist er ein eingefleischter Zionist und Israel-Loyalist. Er gehört zu jener Klasse von US-Politikern, die die Interessen Israels mit jenen der USA gleichsetzen und deshalb auch eine feindselige Haltung gegenüber dem Iran vertreten.

Doch was ist, wenn die israelische Führung damit nur versucht, einen mächtigen Alliierten in einen Krieg mit dem iranischen Erzfeind zu manövrieren? Die rechtskonservative Regierung des Landes versucht dies schon seit vielen Jahren – wenngleich bislang erfolglos. Doch Operationen unter Falscher Flagge könnten hier bald schon eine Änderung bringen.

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6 KOMMENTARE

  1. hmm was hat der Iran denn gemacht, dass man die angreifen muss ?
    Wen hat der Iran denn angegriffen? Wieviele Angriffskriege hat der Iran denn geführt?

    Ein Witz die Welt in der wir leben und in denen sich die Menschen für aufgeklärt halten und die Bildzeitungslügen und jede noch so dumme lüge der Poliker einfach schlucken.

  2. Die Israelis handeln mal wieder nach dem Motto:

    „Nur was ich selber denk und tu, das trau ich auch anderen zu.“

    Es kommt ihnen nicht in den Sinn, dass der Rest der Welt – bis auf die USA – nicht so verdorben ist, wie sie selbst.

    Und natürlich kommt wieder das Wort „Verschwörung“ vor. Wie armselig begrenzt ist doch der Wortschatz dieser Kreaturen.

  3. Lustig!! Die Troll-Nachrichten Portale RT-Deutsch und Sputnik haben ja Verwandtschaft. Eine in sich latente Antisemitische „News“, ausgerechnet noch aus Österreich ist mit Sicherheit sehr glaubwürdig.

    • Ein latenter Pauschal-Angriff auf Österreich liegt ihrerseits vor.
      Sippenhaft verläuft nicht anders. Bist du nicht für mich, bist du gegen mich.
      Wer dachte, das wäre überwunden, wurde gerade eines Schlechteren belehrt.

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