Göring-Eckardt: Union schiebt Klimaschutz auf lange Bank

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hat der Union vorgeworfen, den Klimaschutz “mal wieder auf die lange Bank zu schieben”.

Von Redaktion

Im Interview mit der “Neuen Osnabrücker Zeitung” sagte Göring-Eckardt: “Die CDU hat den Ernst der Lage nicht verstanden”. Die Grünen-Politikerin reagierte damit auf die Streichung der CO2-Steuer , die CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer offenbar vorgenommen hat. “Wenn wir unseren Wohlstand erhalten wollen, müssen wir endlich gegen die Klimakrise vorgehen. Und das gelingt nicht mit Abwarten”, kritisierte die Fraktionschefin.

Der Ausstoß des klimaschädlichen CO2 müsse endlich “einen fairen Preis bekommen”. Eine Erweiterung des Emissionshandels, den die Union erwägt, nannte sie “sozial-und klimapolitisch nicht sinnvoll”. Dies dauere viel zu lange und zudem seien damit die Klimaziele nicht zu erreichen. Göring-Eckardt stellte zugleich klar, dass bei der CO2-Steuer eingenommene Geld müsse wieder bei den Bürgern ankommen. “Wer relativ wenig klimaschädliche Emissionen verursacht, kann am Ende mit einem Plus rechnen”, betonte sie.

Die Einnahmen dürften keinesfalls zur Sanierung des Staatshaushaltes verwendet werden. Daneben müsste die Bundesregierung für die Menschen auf dem Land eine Verkehrspolitik machen, die die Abhängigkeit vom Auto verringert.

Dürreversicherung für Bauern macht kaputte Äcker nicht gesund

Die Grünen-Fraktionschefin hat sich zu einer Dürre-Versicherung für Bauern skeptisch geäußert. “Es kann in der Landwirtschaft nicht so weitergehen wie bisher. Eine Versicherung allein wird erst mal keinen Boden wieder gesund machen oder die Emission von Treibhausgasen senken”, sagte Göring-Eckardt der “NOZ”. Bäuerinnen und Bauern, die in Existenznöte geraten, müssten unterstützt werden. Das sei klar, meinte die Grünen-Politikerin, stellte aber zugleich Bedingungen.

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“Die, jetzt Hilfe fordern, müssen selbst dazu beitragen, dass wieder gesündere Böden entstehen und die Artenvielfalt erhalten bleibt”, forderte Göring-Eckardt. Nötig sei eine Agrarwende. “Bloß die Folgen von kaputten Böden mithilfe der Gemeinschaft über eine Dürre-Versicherung auszugleichen, wird nicht funktionieren, meinte sie.

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Das Land Bayern hatte eine Dürre-Versicherung für Bauern gefordert, die Landwirte sowie Bund und Länder jeweils zur Hälfte bezahlen.

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4 Kommentare

  1. Das ist ein idiologischer Kampf und hat mit Umweltschutz nichts zu tun, denn das Klima als solches läßt sich nicht beeinflussen, es gab schon lange vor der Masse der Menschheit und seiner Technik große Umschwünge, die alles zerstörten und sichdann wiederrum auch neu generierten und das erinnert in fatalerweise an die Kleingartenanlage, wo ein Übermaß an Mitgliedern niemand mehr zu ernähren ist und die steinzeitlichen Holzheizungen auch nicht zur Reinhaltung der Luft beitragen und das alles übersetzt auf unseren Globus ist im Prinzip genau das selbe, denn wenn schon, dann müßten alle auf die Umweltverschmutzung verzichten und auf die Vermehrung achten, sonst geht das gründlich schief.

  2. Zu der mit dem Nazi Namen Göring ist nichts mehr zu sagen, außer wenn sie sagt: …”Wenn wir UNSEREN Wohlstand erhalten wollen, …”
    Damit hat sie recht, DENN sie meinte ja “UNSEREN” Also ihren Wohlstand und den ihrer Mitzerstörern der Natur!
    Die Armutsrentner die in den Abfallbehältern nach Pfandflaschen und etwas Essbarem suchen hat sie natürlich NICHT gemeint!!Die nimmt sie nur zur Kenntnis wenn diese schwarze oder dunkelbraune Haut haben und mit 11 Jahren einen 20 cm langen “Rauschebart haben!
    Dieser Tage bei Lisa Fitz gehört:
    “Früher gehörten Kinder, Frauen und geistig minderbemittelte NICHT in ein Parlament! Und dass ist heute geschafft!”
    Im wahrsten Sinn des Wortes!

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