Die niederländische Zentralbank veröffentlichte kürzlich ein Papier mit dem Titel „Geldpolitik und das oberste Prozent: Beweise aus einem Jahrhundert moderner Wirtschaftsgeschichte“. Die Untersuchung zeigt, dass die derzeitige Geldpolitik nur denjenigen dient, die über beträchtlichen Wohlstand verfügen – und dies über die Preisinflation.

Von Redaktion

Das Portal Free West Media berichtete über das Arbeitspapier Nr. 632, De Nederlandsche Bank NV, welches „die Verteilungsauswirkungen der Geldpolitik aus einer langfristigen Perspektive mit Daten aus einem Jahrhundert moderner Wirtschaftsgeschichte, in 12 fortgeschrittenen Volkswirtschaften, zwischen 1920 und 2015 untersucht, um die dynamischen Reaktionen des oberen 1-Prozent-Einkommensanteils auf einen geldpolitischen Schock zu berechnen“.

Die beiden Autoren, Mehdi El Herradi and Aurélien Leroy, „nutzen die Implikationen des makroökonomischen Trilemmas, um exogene Schwankungen der Währungsbedingungen zu identifizieren.“ Erklärung: Das makroökonomische Trilemma besagt, dass ein Land nicht gleichzeitig freie Kapitalmobilität, einen festen Wechselkurs und eine unabhängige Geldpolitik erreichen kann.

Weiter heißt es: „Die zentrale Idee, auf die sich dieses Papier stützt, ist, dass die vorhandene Literatur die Verteilungseffekte der Geldpolitik unter Verwendung von Daten über Ungleichheit über einen kurzen Zeitraum hinweg berücksichtigt. Ungleichheiten neigen jedoch dazu, sich mittel- bis langfristig stärker zu verändern. Wir adressieren dieses Manko, indem wir untersuchen, wie Änderungen der geldpolitischen Haltung über ein Jahrhundert hinweg die Einkommensverteilung beeinflussten und gleichzeitig die Determinanten der Ungleichheit kontrollieren“, sagen die Autoren.

Ihre Recherche ergab, dass „die lockeren monetären Bedingungen das Einkommen des obersten Prozent stark erhöhen und umgekehrt. Nach einem expansiven geldpolitischen Schock steigt der Anteil des reichsten 1% des Volkseinkommens nach Schätzungen des Panel VAR und Local Projections (LP) um etwa 1 bis 6 Prozentpunkte.

Dieser Effekt ist mittelfristig statistisch signifikant und wirtschaftlich beträchtlich. “

Darüber hinaus zeigten die Autoren auch: Der Anstieg des Anteils der ersten 1 Prozent ist wohl das Ergebnis höherer Asset-Preise. Die Basisergebnisse sind einer Reihe von Robustheitsprüfungen unterworfen:

  1. ein alternatives Ungleichheitsmaß berücksichtigen sollen
  2. die US-Wirtschaft von der Stichprobe ausschließen
  3. sich speziell auf die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg konzentrieren
  4. Kontrollvariablen entfernen
  5. verschiedene Verzögerungszahlen testen.

Die Modellwechselversion unseres Modells zeigen auch, dass unsere Schlussfolgerungen unabhängig von der Wirtschaftslage robust sind“, sagen die Autoren.

Das zeigt auf, dass man sehr wohl über den Kapitalismus reden muss, deswegen müsse man aber noch lange nicht Marx und Engels aus dem Grabe ins Heute transferieren. Ein Klassenkampf kann nicht die Antwort sein. Es müssen neue und demokratische Wege gefunden werden, um das Unrechtssystem erst zu hinterfragen, später zu demontieren und es schließlich durch ein neues, menschliches System welches für möglichst viele einen Nutzen hat, zu ersetzen.

So kann es nicht weitergehen, das wissen wir alle.

6 KOMMENTARE

  1. Das ist auf einen kurzen Nenner gebracht vergleichbar mit einem Löwen- oder Wolfsrudel und Naturgesetz, denn der Rudelführer beansprucht für sich die größten Happen, die anderen bekommen auch was ab um zu überleben und wer aus der Reihe tanzt wird ausgeschlossen und nur die Gesetzgebung als solche verhindert noch schlimmeres, denn der Anspruch des Stärkeren steht über der Vernunft, ansonsten kann man es ja auf der Welt sehen, wo die Rudelführer rücksichtlos hausen können und der Rest darben muß, das ist die andere Seite der Medallie und das wird sich vermutlich auch nicht ändern, denn das Tier im Menschen ist immer und überall, wenn wir auch glauben wir seien die Krone der Schöpfung, durch die lange Evolution bedingt sind wir immer noch die alten und das ist auch der Grund für Zwietracht, Neid und Kriege, ganz wie früher, nur etwas moderner, aber genauso rücksichtslos.

    • Tiere kennen aber sowas wie Geld nicht. Diejenigen die das Geldsystem unter ihrer Kontrolle haben sind sich ja dessen Bewusst. Ziel ist es damit die Menschheit auf dem Niveau von Tieren zu halten.

  2. Die unten Unzufriedenen sind auch bei günstigen Umständen immer unzufrieden.
    Gestattet es ihnen der Spielraum erweisen sie sich nicht besser wie jede andere S.
    Es ist naheliegend und nachvollziehbar wer nach oben entkommt, pfeift auf die hinter ihm.

  3. Das ist die Folge unseres betrügerischen Geldsystems. Um die dumme Bevölkerung zu bestehlen. Diese bedankt sich auch artig, und geht bei jeder Gelegenheit brav „Weitermachen“ ankreuzen.
    Buchtipp: Der größte Raubzug der Geschichte.

  4. Wie so oft, wenn Pseudowissenschaftler sich des Themas Finanzsystem annehmen, Studien betreiben ( die zudem noch vom „System“ bezahlt werden), dann klammern sie die wichtigsten Informationen aus. Sie wollen oder können nicht die Wurzel des Übels beim Namen nennen – den Wucher – Zins und Zinseszins.

    Die Ökonomen rühmen sich ihrer „Objektivität“, ihrer „wissenschaftlichen Distanziertheit“, verfügen aber nicht über das notwendige Wissen vom Menschen selbst und seiner moralischen Natur. Die Gier nach Besitz und Macht, angefeuert von religiösen Regeln und Gesetzen, hier liegt die Ursache für Ungerechtigkeit, Krieg, Not und Elend.

    „Das Prinzip des Wuchers ist das Auge der Krake, jener ungeheuren ungerechten Macht“ die Alexander Solschenizyn „die Konzentration des Weltbösen“ genannt hat. Der gute Mann hat seine Worte teuer bezahlen müssen. Heute werden Ökonomen dafür bezahlt, das sie das Übel des Wuchers konsolidieren, indem sie um den heißen Brei reden –

    „Verteilungsauswirkungen der Geldpolitik“ – „die dynamischen Reaktionen des oberen 1 Prozent-Einkommensanteils auf einen geldpolitischen Schock berechnen“.

    Das sind für mich Ergüsse von Mietmäulern, die den Wucher als notwendigen Bestandteil eines Geldmechanismus sehen. Für ihre Unterwürfigkleit werden sie mit Prestige und hohen Einkommen belohnt.

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