USS Preble (DDG 88) U.S. Navy photo by Mass Communication Specialist 3rd Class Morgan K. Nall/Released

Washington setzt gegenüber Peking auf Druckaufbau. Erneut wurde ein US-Kriegsschiff in die Nähe der chinesischen Inseln im Südchinesischen Meer geschickt.

Von Redaktion

Wie das US-Militär mitteilte, ist erneut ein amerikanisches Kriegsschiff im Südchinesischen Meer unterwegs. Es bewegte sich nahe der von Peking beanspruchten Inseln. Für die wegen des Handelskriegs ohnehin schon angespannten Beziehungen zwischen beiden Atommächten ist dies keine positive Unterstützung.

Der US-Militärsprecher Commander Clay Doss sagte am Sonntag, dass der Lenkwaffen-Zerstörer Preble am Montag in der Nähe von Chinas künstlichen Inseln gesegelt sei. Das Kriegsschiff segelte „innerhalb von 12 Seemeilen von Scarborough Reef. Man wolle übermäßige Ansprüche auf See in Frage stellen und den völkerrechtlichen Zugang zu den Wasserstraßen zu wahren“, sagte Doss.

Peking – das fast das gesamte Südchinesische Meer beansprucht – muss noch auf die Operation reagieren. Es handelt sich hierbei bereits um die zweite derartige Aktivität in diesem Monat.

Die Spannungen steigen

Das ressourcenreiche Meer ist schon lange Zeit eine Spannungsquelle zwischen Peking und Washington. Beide entsenden regelmäßig ihre Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge in die Gewässer, was als Patrouillen der „Schifffahrtsfreiheit“ bezeichnet wurde.

Peking hat die USA ständig vor seinen militärischen Aktivitäten auf See gewarnt. Man erklärte, dass potenzielle enge militärische Begegnungen der beiden Länder in der Region mit Luft- und Seestreitkräften leicht zu Fehleinschätzungen oder sogar zu Unfällen auf See oder in der Luft führen könnten.

Peking hat die USA auch wiederholt aufgefordert, sich nicht mehr in die territorialen Auseinandersetzungen Pekings mit ihren Nachbarn einzumischen. Diese haben konkurrierende Souveränitätsansprüche an die strategischen Gewässer. Die USA haben jedoch für mehrere Nachbarländern Chinas Partei ergriffen.

Peking verteidigt die Gebietsansprüche

In den letzten Jahren hat Peking mehrere künstliche Inseln im umstrittenen Südchinesischen Meer gebaut. Diesen Schritt hat Washington als Landgewinnungsprojekt angeprangert. Washington wirft Peking auch die Militarisierung des Südchinesischen Meeres vor, indem es auf diesen Inseln und Riffen militärische Einrichtungen errichtet.

Peking teilt jedoch mit, man sei berechtigt, Verteidigungsmaßnahmen für das eigene Hoheitsgebiet im Südchinesischen Meer zu ergreifen. Die chinesische Staatsführung weist die Behauptungen der USA zurück, dass Peking die Freiheit der Schifffahrt auf internationalen Seewegen einschränken wolle.

Der jüngste Schritt des US-Militärs kam, als Washington seinen Handelsstreit mit Peking in den letzten Wochen eskalierte. Es kamen Spekulationen auf, dass die Spannungen sogar über den Handelsbereich hinausgehen und andere Konfliktbereiche wie Taiwan und das Südchinesische Meer betreffen könnten.

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