Ein Iran-Krieg würde den Ölpreis explodieren lassen

Analysten gehen davon aus, dass ein Krieg gegen den Iran den Ölpreis auf mindestens 250 Dollar pro Fass hochschnellen lassen würde. Das ist eine Vervierfachung des aktuellen Preisniveaus.

Von Marco Maier

Die Gefahr eines Krieges gegen den Iran besteht weiterhin. Immerhin versuchen die neokonservativen Kriegstreiber in Washington dies mittels Propaganda, Intrigen und Lügen durchzusetzen. Für den Ölpreis hätte dies jedoch gravierende Auswirkungen.

Da der Iran faktisch die Kontrolle über die Straße von Hormuz nehmen kann, welche das Persische Meer mit dem Indischen Ozean verbindet, wäre die Ölversorgung der Welt in Gefahr. Schon früher hat Teheran mit entsprechender Vergeltung gedroht, sollte Washington das iranische Ölgeschäft zerstören. Im Kriegsfall wäre die Meerenge für Öltanker faktisch undurchfahrbar.

Die Golfstaaten schicken den Großteil ihrer Ölexporte jedoch über diese Route, was für sie ein Problem darstellt. Es handelt sich um im Schnitt 18 Millionen Barrel pro Tag – rund ein Fünftel der globalen Ölversorgung. Infolgedessen würde der Ölpreis in kurzer Zeit extrem in die Höhe schießen.

Analysten gehen davon aus, dass die Marke von 250 Dollar je Barrel (159 Liter) im Kriegsfall sehr schnell erreicht wäre. Zum Vergleich: Derzeit liegt der Preis für OPEC-Öl im Schnitt bei knapp über 67 Dollar. Man hätte also eine Vervierfachung des aktuellen Preisniveaus.

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Für die weiterhin vom Erdöl abhängige Weltwirtschaft wäre dies eine mittlere Katastrophe. Höhere Inflationsraten und eine sinkende Wirtschaftsleistung wären nur eine Frage der Zeit. Vor allem: je länger ein solcher Iran-Krieg andauert, umso größer wird dieser Ölpreisschock.

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4 Kommentare

  1. Da würde doch nur die Situation ausgenützt um kurzfristig die Erträge zu erhöhen, denn Öl ist genügend da und der Staat käme ja auch nicht auf die Idee in einer Notsituation die Mineralölsteuern zu senken und dann bleibt man eben zu Hause und ißt Kartoffeln mit Spiegelei und Salat, das ist extrem günstig und die einzige Gefahr besteht bei Aufständen, wenn alles teurer und rar wird, dann rauben die Horden das Land aus und dem kann man dann nur wenig entgegensetzen, das ist halt so.

  2. Herr Maier,

    was für ein Dummgeschwätz von Ihnen und mischen Sie jetzt mit dem Zionisten mit?

    Es wird keinen Krieg geben, sondern nur Dummgeschwätz um diesen dem Blödmichel zu suggerieren und im Übrigen, kann ich mich nur @ Achim anschließen!

    MfG

    1. Die Frage ist: welche Fraktion in Washington wird sich durchsetzen? Bolton, Pompeo & Co würden ja lieber schon heute als morgen Bomben auf den Iran schmeißen. Egal welche Konsequenzen dies schlussendlich hätte.

      1. Und: auch wenn ich durchaus das Verhalten der israelischen Politik immer wieder kritisierenswert finde, hat Israel durchaus ein Existenzrecht. Die Geopolitik ist kein Bingo-Verein, da geht es einfach nur um das knallharte Durchsetzen von Interessen. Staaten haben nämlich keine Freunde, nur Interessen.

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