Wegen dem Arsenal an Hacking-Tools der US-Geheimdienste verabschiedet sich das chinesische Militär von Microsoft Windows. Man will ein eigenes Betriebssystem verwenden.

Von Marco Maier

Jeder weiß, dass die amerikanischen Betriebssysteme (egal ob jene von Microsoft, Apple oder Google) mit Unmengen an Hintertüren für die US-Geheimdienste ausgestattet sind. Jedes Gerät mit einem solchen Operating System (OS) ist eine potentielle Wanze für NSA, CIA & Co. Das weiß man auch in China.

Nun, nur kurze Zeit nach der chinesischen Ankündigung, dass Huawei eine eigene Alternative zu Android entwickeln wird, kommt der nächste Schlag für die US-Techindustrie. Laut ZDnet wird das chinesische Militär künftig eine Alternative zu Microsoft Windows benutzen.

Obwohl die Entscheidung nicht offiziell bekannt gegeben wurde, berichtete das kanadische Militärmagazin Kanwa Asian Defense Anfang dieses Monats, dass Peking nicht einfach nur auf Linux umsteigen werde. Vielmehr werde man ein eigenes Betriebssystem entwickeln, um so der Überwachung durch die US-Geheimdienste etwas entgegensetzen zu können.

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Die chinesische Führung ist sich auch Dank Edward Snowden, Shadow Brokers und Vault7 im Klaren darüber, welche Hacking-Tools die US-Geheimdienste besitzen. Tools, die von Smart TV bis zu Linux-Servern und von Routern bis hin zu den Betriebssystemen von Windows, Mac und Android reichen und es ihnen ermöglichen, so ziemlich jedes Gerät zu hacken und zu infiltrieren.

Für die chinesische Volksbefreiungsarmee ist dies natürlich ein latentes Sicherheitsrisiko. Die Verwendung eines eigenen Betriebssystems soll es deshalb den Amerikanern schwerer machen, chinesische Militäreinsätze auszuspionieren. Dies gilt auch für das Huawei-Betriebssystem „HongMeng“, welches sich bereits in Entwicklung befindet und Android ersetzen soll.

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7 KOMMENTARE

  1. Eine klare Folge von:
    Wie man in den Wald hineinschreit, so hallt es zurück.
    Die Us Dinos verlieren weiter an Boden.

  2. In Anbetracht über die Erfahrungen aus dem WK2 ist es erstaunlich, dass man erst heutigentags bei den Chinesen und Russen begreift, dass Kriege zum großen Teil von den Fähigkeiten der Abteilung „Lausch und Horch“ entschieden werden.

    Beispielhaft hierfür ist doch, dass der Ubootkrieg im Nordatlank maßgeblich mit der Erbeutung der Chiffriermaschine Enigma entschieden wurde. – Das die modernen Krieger erst jetzt daraus lernen, ist ein profundes Zeichen dafür, das alle Uniformträger im Grunde Hornochsen sind.

    • WK2 wurde durch russische Frauen gewonnen, die haben 90.000 Panzer T34 in 2 Jahren gebaut, neben 100.000 andere Panzer, 1000 Flugzeuge in nur 6 Monaten gebaut und so weiter.

      Ubootkrieg war ein sekundär Krieg.

      Das China noch Windows benutzt, das ist erstaunlich.
      vermutlich wollten die Chinesen Ihre Armee offen halten, um Amerikanern kein Grund zum „Präventiv-Schlag“ zu geben.

      Wenn die Chinesen gute Windows und Aneroid Ersatz Softwaren bauen können, dann werden mindestens halbes Welt für Amerikanern im Schatten liegen.

      Das Russen, mit si viele Intelligente junge Leute, kein eigenes Betriebssystem bauen können, das ist eine Schande.

      • WK 2 wurde dadurch gewonnen das die USA falsches Spiel trieben.

        Offiziell wollten sie sich raushalten, durch die Hintertür haben sie Russland mit Stahl und Gummi beliefert und ohne das hätten die Russen gar keine Panzer bauen können. und Benzin und tausende von LKW.

        Ausserdem sind die USA für 5 Jahre auf eine Planwirtschaft umgestiegen um die Rüstung anzutreiben, ohne das hätten sie niemals hunderte von Schiffen, inklusive fast 100 Flugzeugträgern) tausende von Flugzeugen und Panzern und so weiter bauen können.
        Als das alles fertig war und die anderen Kriegsparteien, vornehmlich die Russen, die Deutschen zermürbt hatten liessen die USA den Angriff auf Pearl Harbour durch um das Volk in den Krieg zu treiben und kamen dann mit unbegrenztem Material und frischen Männern in den Krieg, das ist wie wenn eine Partei in der 88sten Minute alle Spieler gegen frische ersetzt.

        Dennoch haben sie Monate gebraucht um mit total überlegenen Truppen Europa zu befreien, wofür das Reich nur Wochen gebraucht hat um es zu besetzen (und alle Nationen hatten ihre Generalmobilmachung vor dem 3ten Reich, nicht zu vergessen.)
        Alleine der D-Day war ein beispielloses Desaster das unglaubliche Materialmengen und Menscchenleben verschlang bei den Aliierten und dabei hatten die Deutschen den überfall an ganz anderer Stelle erwartet und die Normandie war nur schwach besetzt.

        Zu dem UBoot Krieg, die Enigma wurde überall eingesetzt aber nur für die UBoote weiterentwickelt, an Land nahm man die alten Versionen von denen klar war das der Feind die Codes kannte aber das spielte keine Rolle da weitesgehend keine Abhörmöglichkeiten bestanden und die wirklich wichtigen Befehle eh durch Boten überbracht wurden.

        Wäre den Aliierten nicht die Enigma in die Hände gefallen wären die UBoote durchaus Kriegsentscheidend gewesen denn der gesamte Materialtransport der USA nach GB lief nat. auf dem Seeweg.

        • Sorry, aber deine Argumentation hat ein paar Löcher. Als die Amis Pearl Harbor „erlaubt“ haben, waren die Deutschen alles, nur nicht zermürbt. Genaugenommen war der erste Winterfeldzug 1941 im vollen Gange und sie waren kurz davor, Moskau einzunehmen. Fakt ist, hätten die Japaner – anstatt Pearl Harbor anzugreifen – statt dessen die Sowjetunion in Sibiren angegriffen, hätte der Deutsche Feldzug wahrscheinlich Erfolg gehabt, die Sowjetunion wäre besiegt worden und die Amis hätten nach wie vor keinen legalen Grund gehabt, sich von ihrer offiziellen „Nichteinmischungspolitik“ zu verabschieden.

          Außerdem halte ich die Anzahl von 100 Flugzeugträgern für sehr übertrieben. Da hätte ich gerne eine Liste von Schiffsnamen, die in der Zeit entstanden sein sollen. Selbst im WKII waren Flugzeugträger aufwändige Großkampfschiffe, die mehrere Jahre benötigen, um gebaut zu werden.

      • Ich bin mir sehr sicher das die Russen im militärischen Bereich durchaus eine Ausweichlösung haben, Putin ist viel zu schlau um sich auf Windows zu verlassen.

      • Ich kann mir nicht vorstellen, dass Russen oder Chinesen für ihre kritischen Militäranwendungen auf Ami-Technik setzen. Und ob die Sekretärin des General Hang-Zu dessen Frühlingsrollen nun per abhörbarem Windows bestellt oder nicht, ist unerheblich (außer man plant ein Attentat per giftige Frühlingsrollen).

        Dieser Umstieg ist meiner Meinung nach weit mehr ein politisches Statement denn eine militärische Notwendigkeit.

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