Der russische Raketenkreuzer Varyag. Bild: © Sputnik / Vitaliy Ankov

Eine russische Flotte traf in China ein, um gemeinsam mit der Marine der Volksbefreiungsarmee eine Übung abzuhalten. Und dies direkt nach der Durchfahrt amerikanischer Schiffe in der Taiwanstraße.

Von Marco Maier

Russische Kriegsschiffe sind in der Hafenstadt Qingdao in der ostchinesischen Provinz Shandong eingetroffen. Dies bestätigten auch die chinesischen Staatsmedien. Sie nehmen an den chinesisch-russischen Marineübungen teil, die noch diese Woche stattfinden.

Die russische Flotte umfasst neben dem begleiteten Raketenkreuzer Varyag noch ein U-Boot, zwei Anti-U-Boot-Schiffe, eine Korvette, ein Landungsschiff, einen Tanker und ein Rettungsschiffe, so die chinesische Tageszeitung „Global Times“ in einem Bericht.

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Die geplanten Übungen mit dem Namen „Naval Cooperation 2019“, die vom 29. April bis zum 4. Mai stattfinden sollen, werden inmitten eines generellen Auftauens und einer Verbesserung der Beziehungen zwischen Moskau und Peking durchgeführt. Beide Staaten erlebten in letzter Zeit wirtschaftliche, politische und militärische Spannungen mit den Vereinigten Staaten.

Die PLA Navy (People’s Liberation Army, Volksbefreiungsarmee) wird ihrerseits ein U-Boot, zwei Lenkwaffen-Zerstörer, drei Lenkflugkörper-Fregatten und ein U-Boot-Rettungsschiff einsetzen. Beide Marineflotten sollen sich hierbei möglichst ergänzen und effektiv zusammenarbeiten.

Interessanterweise starteten die gemeinsamen Übungen bereits einen Tag nachdem die Vereinigten Staaten zwei Kriegsschiffe durch die Taiwanstraße geschickt hatten. Die USS Stethem und die USS William P. Lawrence durchliefen am Sonntag die umstrittene Meerenge.

„Der Transit der Schiffe durch die Taiwanstraße demonstriert das Engagement der USA für einen freien und offenen Indo-Pazifik“, erklärte Commander Clay Doss, ein Sprecher der Siebten Flotte der Marine in einer Erklärung. „Die US Navy wird weiterhin fliegen, segeln und operieren, wo das internationale Recht es erlaubt“, fügte er hinzu. Nun gut, sie tun das auch dort, wo es das internationale Recht nicht erlaubt, aber das interessiert ja niemanden.

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