Trump und Xi. Bild: Weißes Haus

Peking fordert die Chinesen zu einem „Volkskampf“ gegen die USA auf. Sie sollen für „eine neue Welt kämpfen“.

Von Redaktion

Der Konflikt zwischen Peking und Washington spitzt sich immer weiter zu. Mit einem eskalierenden Handelskrieg zwischen beiden Ländern und immer höheren Zöllen auf beiden Seiten ist es noch nicht getan. So zeigen die jüngsten Meldungen in der chinesischen Staatspresse, dass man sich der aggressiven Haltung der Trump-Administration nicht wehrlos ergeben wird.

In einer Reihe von Leitartikeln und Artikeln, die am Montag und Dienstag veröffentlicht wurden, kritisierten die staatlichen chinesischen Medien die „Gier und Arroganz“ der Trump-Regierung und forderten einen „Volkskampf“, der die USA „mit Präzision“ treffen soll. China beginne einen „Kampf für eine neue Welt.“

„Das Wichtigste ist, dass die US-Seite im chinesisch-amerikanischen Handelskrieg um Gier und Arroganz kämpft … und die Moral wird an irgendeinem Punkt brechen. Die chinesische Seite kämpft zurück, um ihre legitimen Interessen zu schützen“, schrieb die staatliche Zeitung „Global Times„.

Der Leitartikel, der zum indirekten Boykott von US-Waren und -Dienstleistungen aufrief, schlug einen landesweiten Aufstand gegen die US-Aggression vor: „Der Handelskrieg in den USA ist die Schöpfung einer Person und einer Verwaltung, betrifft jedoch die gesamte Bevölkerung des Landes. In China sind das ganze Land und alle seine Menschen bedroht. Für uns ist dies ein echter Volkskrieg.“ Ob dies einen erneuten Einbruch der chinesischen iPhone-Verkäufe bedeutet, bleibt abzuwarten.

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Washington führt die Amerikaner in die Irre

Die „Global Times“ warf der Trump-Administration außerdem vor, Amerikaner wegen der Opfer von US-Zöllen irrezuführen. Larry Kudlows Interview am „Fox News Sunday“, in dem Trumps führender Wirtschaftsberater sagte, dass auch die US-Verbraucher unter dem Handelskrieg leiden würden, wurde herausgegriffen. Denn dies widerspricht Trumps Behauptung, dass China die Rechnung bezahlen würde. Immerhin leiden unter anderem auch viele US-Farmer unter den Maßnahmen.

Für China ist es mehr als nur eine Vergeltung für die „nicht provozierte“ US-Aggression. Es sieht seine Antwort nun als einen Kreuzzug gegen den westlichen Lebensstil. Während einer am Montag ausgestrahlten Hauptsendezeit berichtete CNN, dass der staatliche Fernsehsender CCTV auch eine Erklärung ausstrahlte, dass China „für eine neue Welt kämpfen“ werde.

„Wie Präsident Xi Jinping betonte, ist die chinesische Wirtschaft ein Meer und kein kleiner Teich“, sagte der Moderator Kang Hui in seiner Nachrichtensendung um 19 Uhr. „Ein Regensturm kann einen kleinen Teich zerstören, aber nicht das Meer schädigen. Nach zahlreichen Stürmen ist das Meer immer noch da.“ Hui schloss mit dem Echo eines populären Refrains: „China … will nicht kämpfen, aber es hat keine Angst zu kämpfen.“

Spott aus China

Die Global Times verspottete auch Trumps Vorschlag, dass die Zollerhöhung „Unternehmen zwingen würde, China zu verlassen“, und erklärte, dass „die von der Nachfrage getriebenen Konsumfähigkeiten und das Marktkonsumpotential die wichtigsten Werte ausländischer Unternehmen sind, wenn sie nach China kommen“.

Infolgedessen „könnte das Weiße Haus genauso gut versuchen, amerikanische Unternehmen wie General Motors, Ford, Apple, McDonald’s und Coca-Cola aufzufordern, China zu verlassen. Wird einer von ihnen folgen?“

Der Leitartikel bei der „Global Times“ wies auch darauf hin, dass weitere Vergeltungsmaßnahmen im chinesischen Volkskampf gegen die USA kommen. „China hat viele Gegenmaßnahmen“, und sagte seinen Lesern, dass „die US-Zollbewegungen dem wilden Verschießen von Kugeln sehr ähnlich sind. Sie verursachen eine Menge selbst zugefügten Schadens und auf lange Sicht schwer aufrechtzuerhalten. China wird auf der anderen Seite mit Präzision zielen und versuchen, sich nicht selbst zu verletzen.“

Die Schlussfolgerung: „Die chinesische Seite ist offensichtlich realistischer, während die USA fälschen. Dies wird einen großen Einfluss darauf haben, wie die beiden Länder die Auswirkungen des Handelskrieges verdauen.“

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Welche Seite der ideologischen Kluft man auch findet, dies ist kaum die Rhetorik, die es China ermöglicht, einen schnellen und schmerzlosen Kompromiss zu erzielen.

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5 KOMMENTARE

  1. Gestern hörte erstaunlicherweise ich in BR5 einen Kommentar, der besagt, dass die meisten Firmen selbst aus USA weg nach China gingen und somit werden die Strafzölle hauptsächlich von US-Firmen bezahlt, die in China sitzen…selbst die Firma seiner eigenen Tochter, auch in China sitzt….TRUMP und seine Mannschaft SIND IDIOTEN!

  2. Anlässlich der Wiedervereinigung Deutschlands wurde Russland zugesagt, dass die Ostgrenze Deutschlands auch die Grenze der NATO ist.

    Wie üblich haben sich USA und NATO nicht daran gehalten, sondern aggressiv die NATO bis an die Grenzen Russlands ausgedehnt und überall Raketen stationiert.

    So viel zur Vertragstreue und Friedensliebe der USA und der NATO!

  3. Genau das haben die Russen (Putin, Schoigu, Lawrow ) schon klar gestellt.

    “ Sollte ein Krieg gegen die Russische Föderation unter Beteiligung der USA (Nato) geführt werden, dann wird dieser Krieg auch in den USA stattfinden ! “

    Sollte es zu diesem schweren Zwischenfall zwischen USA und RF kommen, so wird dieser auf Grund der Computer schon sehr schnell in einen schlimmen Atom-Krieg enden.

    Das die Programme so hergestellt sind, dass sie auch ohne die russiche Führung (Präsident, Minister u.Generäle) das Werk vollenden würden.

    Schon mehrfach wurde demonstriert, dass russiche Flugzeuge und Schiffe in der Lage sind die ganze gegnerische Elektronik und Steuerung lahm zu legen….dagegen haben die USA und die NATO keine Mittel !!

  4. USA gegründet vor 239 Jahren, davon 222 im Krieg (93%)

    http://www.gegenfrage.com/usa-gegruendet-vor-239-jahren-davon-222-im-krieg-93/

    Seit der Staatsgründung der USA vor 239 Jahren verging kein Jahrzehnt ohne eine kriegerische Auseinandersetzung mit einem anderen Land. Insgesamt 222 Jahre bzw. 93 Prozent des gesamten Zeitraums befanden sich die Vereinigten Staaten im Krieg.

    Pentagon Autor: Mariordo Camila Ferreira & Mario Duran, Lizenz: CC BY-SA 3.0

    Seit der Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika im Jahr 1776 sind 239 Jahre vergangen. Davon befanden sie sich 222 Jahre, also 93 Prozent der Zeit, im Krieg mit anderen Ländern.

    Mit anderen Worten gab es im gesamten Zeitraum zusammengerechnet nur 17 Kalenderjahre, in denen die USA keinen Krieg führten. Um dies in Perspektive zu setzen: Alle US-Präsidenten führten während ihrer Amtszeit mindestens einen Krieg. Es verging seit 1776 kein einziges Jahrzehnt, in dem die USA keinen Krieg führten. Der längste friedliche Zeitraum seit der Unabhängigkeitserklärung der USA waren fünf Jahre während der Weltwirtschaftskrise (1935-1940), was danach folgte ist traurige Geschichte.

    Aktuell befinden sich die USA laut einem Statement des Weißen Hauses gleich in 14 Ländern auf einmal in kriegerischen Auseinandersetzungen: Afghanistan, Irak, Syrien, Somalia, Jemen, Kuba, Niger, Tschad, Uganda, Ägypten, Jordanien, Kosovo, Ukraine, Zentralafrikanische Republik und Tunesien. …WEITERLESEN

  5. Amerika ist seit Gründung in der Hand des Vatikan und seiner Jesuiten. Amerika ist der militärische Arm des Vatikan. Seit der Gründung Amerikas war schon der erste Präsident Freimaurer. Wer ist an der Spitze der Freimaurerei? Ein amerikanischer Historiker James Parton gab darauf die Antwort: Wenn du an die Spitze aller Freimaurer kommst, wirst du feststellen, dass dieses Individuum und der General der Jesuiten ein und dieselbe Person ist. Wenn man den kurzen Beitrag auf youtube anschaut: jesuit georgetown control america, dann wird jedem alles klar. China wie der Rest der Welt wird schon seit 300 Jahren kontrolliert. 1720 sagte der General der Jesuiten Michael Angelo Tamburini zu dem französischen Herzog von Branca, mein Lord von diesem Zimmer in Paris herrsche ich in China und nicht nur in China, in dem hintersten Winkel der Erde und keiner weiss wie es abläuft (googeln). Jetzt werden wir gemeinsam in einem geplanten 3. Weltkrieg mit Amerika plattgemacht. Wie sagte ein Sprecher des Vatikan, es gibt 6 Milliarden Menschen zuviel auf der Erde. Nun ziehen sie langsam, wie die Rothschilds um nach China. Die Ratten verlassen das sinkende Schiff, was sie selbst zum Sinken bringen.

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