Ein Containerschiff vor Lissabon.

Die EU müsse sich wirtschaftlich von den USA unabhängiger machen, fordert der BDI angesichts des eskalierenden Handelskriegs Washingtons mit Peking. Auch die Europäer stehen im Visier der Amerikaner.

Von Marco Maier

Obwohl Deutschland und die Europäische Union von transatlantisch orientierten Netzwerken durchzogen sind, baut sich derzeit eine europäisch-nationalistische Front auf. Insbesondere im wirtschaftlichen Teil wachsen die Zweifel daran, ob die seit Jahrzehnten bestehende enge Anbindung der europäischen Ökonomien an die amerikanische eine so gute Idee war.

Trumps nationalistische „America First“-Politik, die sich auch in Handelsstreitigkeiten und Handelskriegen ausdrückt, schadet auch den europäischen Unternehmen. Das bemerkt auch der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI). Dieser ruft die Wirtschaft in Europa zu einem vereinten Kraftakt auf, um sich aus der Abhängigkeit von den USA zu lösen. Damit reagiert der Verband auf den Handelskonflikt zwischen den USA und China, der sich in den vergangenen Tagen noch einmal verschärft hat.

„Europa muss sich überlegen, wie es sich in diesem Umfeld als eigenständiger globaler Spieler aufstellen kann“, sagte Dieter Kempf, Präsident des BDI, der „Welt am Sonntag“. „Wir sollten in der Lage sein, unsere eigenen Interessen zu waren.“ Weil einzelne Staaten dafür zu klein seien, müsse man diesbezüglich die EU stärken.

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