China hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem Global Player in Sachen Außenhandel gemausert. Am Reich der Mitte führt wirtschaftlich kein Weg mehr vorbei.

Von Marco Maier

Im Jahr 2017 lag die Volksrepublik China mit einem Exportvolumen von 2.263 Milliarden Dollar (12,8 Prozent des gesamten globalen Volumens) an erster Stelle. Die USA (1.546 Milliarden Dollar, 8,7 Prozent) und Deutschland (1.448 Milliarden Dollar, 8,2 Prozent) folgen auf den Rängen. Nimmt man noch Hongkong (550 Milliarden Dollar, 3,1 Prozent) hinzu, wird die chinesische Dominanz noch deutlicher.

Vor allem wenn man bedenkt, dass die USA noch im Jahr 2000 mehr als dreimal so viel exportierten als die Chinesen, die Deutschen mehr als doppelt so viel und das Reich der Mitte noch in einer Liga mit Kanada, Italien und den Niederlanden spielte, wird klar wer heute weltwirtschaftlich den Ton angibt.

Auch bei den Importen spielen die drei großen Handelsnationen die wichtigste Rolle. Zwar waren die USA mit 2.409 Milliarden Dollar (13,4 Prozent) im Jahr 2017 noch die Nummer 1, die Volksrepublik folgt jedoch mit 1.841 Milliarden Dollar (10,2 Prozent) gleich hinterher und zusammen mit Hongkong (590 Milliarden Dollar, 3,3 Prozent) liegt das Land sogar knapp auf dem ersten Platz. Und Deutschland? Mit 1,167 Milliarden Dollar bzw. 6,5 Prozent Anteil an den globalen Importen besteht schon ein respektabler Abstand zu den beiden anderen Ländern.

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Aber das ist noch nicht alles. Eric Peters, ein Hedgefonds-Manager, brachte es mit einem Satz auf den Punkt: „Vergesst die Ertragskurve, China ist alles was zählt“. Und er erklärt es anhand von Aussagen von Starbucks-CEO Kevin Johnson:

„Wir eröffnen alle 15 Stunden ein neues Geschäft in China“, sagte Johnson. „In den nächsten 3 Jahren werden wir in 100 neuen chinesischen Städten Geschäfte eröffnen, von denen jede eine größere Bevölkerung hat als Los Angeles.“ Chinas Top-18-Städte sind jedoch größer als New York City (die größte der USA). Sie haben 27 Städte größer als LA (die zweitgrößte US-Stadt). 43, die größer sind als Chicago (auf dem dritten Platz). Und 140 Städte größer als San Jose (die zehntgrößte US-Stadt). „Wie lange können wir so weitermachen?“, fragte Johnson rhetorisch. „Bis lange nach meiner Lebensspanne.“

Aber: Strauchelt China, trifft dies auch die anderen Volkswirtschaften auf dieser Welt. Und das wohl noch mehr, als wenn die USA straucheln.

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1 KOMMENTAR

  1. Die Chinesen sind deshalb so stark geworden weil die umsatzstarke Welt bei ihnen produzieren läßt und einkauft und sie stehen und fallen mit diesem Umstand, denn der Inlandsumsatz wird wird sich dort in Grenzen halten, denn gehen ihre Exporte zurück, dann fallen auch die Arbeitsplätze und somit die inländische Kaufkraft und wenn man so will, dann sind sie weniger durch eigene Fähigkeiten hoch gekommen, sondern durch die Verlagerung von Produktionsstätten, vornehmlich durch die westliche Welt in ihr Land und davon haben sie nicht nur wirtschaftlich partizipiert, sondern auch in ihrem Know How, was alles beschleunigt hat und wenn man so will stehen sie zwar oben, es aber zu halten ist die große Kunst und damit kämpfen ja manche große Industrienationen schon seit geraumer Zeit, wie z.Bsp. die kopflastige Bundesrepublik, die USA und selbst schon so Länder wie die Ukraine und die Türkei, die das Ende der Fahnenstange bereits erreicht haben und nun beginnt der Verteilungskampf untereinander, am deutlichsten sieht man es bereits im führenden Einzelhandel schon große Erossionserscheinungen auftreten und zum Schluß nur noch einige übrig bleiben und so kommt es überall, es ist nur eine Frage der Aneinanderreihung über Jahrzehnte und wo das alles hinläuft kann kein Mensch aus heutiger Sicht beantworten, mal ganz von dem abgesehen, daß technische Neuerungen mit niedrigeren Arbeitsplätzen einhergehen und wo die dann alle beschäftigt werden sollen entschließt sich jeder Vorstellung und man könnte dann nur noch die Roboter stark besteuern, was aber in Konsequenz auf nicht zu Effizienz führt und in der Sackgasse endet.

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