Türkische Lira

Goldman Sachs erwartet einen weiteren Absturz der Türkischen Lira. Innerhalb der nächsten zwölf Monate soll es deutlich nach unten gehen.

Von Marco Maier

Derzeit bekommt man für einen US-Dollar knappe sechs Türkische Lira. Vor einem Jahr waren es noch vier. Das liegt zwar noch unter den mehr als sieben Lira, die zwischenzeitlich im August bezahlt werden mussten, doch die Kurve zeigt seit Monaten wieder steil nach oben. Dies zeigt sich auch an den Charts, die nichts Gutes verheißen.

Als kürzlich Analysten der US-Großbank JPMorgan dazu rieten, die Türkische Lira zu „shorten“ (also auf fallende Kurse zu setzen), sorgte dies für wütende Ausfälle des türkischen Präsidenten. Doch JPMorgan ist nicht alleine. Nun meldet sich auch Goldman Sachs zu Wort – und warnt ebenfalls vor einem weiteren Kursverfall.

So erwarten die Analysten der weltweit tätigen US-Großbank, dass die Türkische Lira in drei Monaten bei 6,25 für einen US-Dollar liegen wird. Nicht nur das: in sechs Monaten soll sie bei 6,50 und innerhalb eines Jahres bei 7,00 Dollar liegen. Dies entspräche dann in etwa jenem Kurs, der beim „August-Spike“ kurzzeitig erreicht wurde. Je nachdem, wie die türkische Regierung Druck auf die Zentralbank ausübt, könnte die Devaulierung noch stärker voranschreiten.

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Als Hauptursache geben sie die „Dollarisierung“ (also den Tausch von Lira-Beständen in Dollar und andere harte Währungen) an. Auch die stark geschrumpften Fremdwährungsreserven der türkischen Zentralbank spielen eine große Rolle bei den Prognosen. Immerhin trickst die Notenbank seit einiger Zeit mit der Bilanzierung ihrer Fremdwährungsreserven.

Extremst wichtig für die Stabilisierung der türkischen Währung ist auch ein möglichst starker Tourismus-Sommer, der die Fremdwährungsbestände der Notenbank wieder stärkt. Auch die Rücküberweisungen von im Ausland lebenden Türken spielen hierbei eine wichtige Rolle, während die Exportindustrie hier keine kurzfristigen Impulse setzen kann. Auch bei den Importen dürfte trotz des ungünstigen Wechselkurses kaum eine entsprechende Reduktion erfolgen.

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2 KOMMENTARE

  1. Die türkische Lira hat schon riesige Schwankungen erlebt in den letzten 50 Jahren und auch das Zinsniveau hat schon Mitte der achtziger Jahre Größenordnungen von bis zu 30% erreicht und die türkischen Unternehmer waren halt erfinderisch und haben je nach Kassenlage ohne Finanzierung mit Barmitteln ihre Fabrikhalle um jeweils 10 m verlängert, weil ihnen seinerzeit die Aufträge aus Westeuropa zugeschanzt wurden, was sich heute anders darstellt und deshalb ist dieser Liraverfall derzeit weit gefährlicher als damals, denn auch die türkische Wirtschaft hat das Ende der Fahnenstange erreicht und wie immer im Leben ist es weit schwieriger Umsatz und Ertrag zu halten, als neu zu generieren und in dieser Lage befinden sie sich nun, das Vertrauen innerhalb und außerhalb der Türkei schmilzt und das führt zu wirtschaftlichen Errossionen und wieder einmal beweist es sich, daß ein großes Mundwerk allein nicht ausreicht um die Räder laufen zu lassen, dazu gehört weit mehr und ganze Küstenstriche im Süden können davon ein Lied singen und sind im Niedergang begriffen und das gleiche tritt bei uns zeitverzögert ein, denn Idiologien schaffen kein Brot, im Gegenteil, sie vernichten es und das ist die Tragik einer falschen Politik mit allen negativen Auswirkungen.

  2. Morgan und Goldmann Sachs sind genau wie Rothschild Vertreter der globalen Eliten, die die NWO wollen. Erdogan ist russlandfreundlich, kauft russische Waffen anstatt NWO Waffen und stört somit die Ziele der NWO. Die den Eliten gehörenden weltweiten Mainstream Medien werden nun auch noch wie bei den gelogenen Giftgasangriffen in Syrien und England durch die Russen, der manipulierten Maccronwahl, der Kurzschlusslüge in Notre Dame, der Venzuela Lüge, den Clinton und Obama wg. Hochverrat belastenden Mueller Bericht usw. die dazu passenden Fake News verbreiten, um der Türkei zu schaden. Gleichzeitig werden die von den Eliten gesteuerten Rating Agentur die Bonität der Türkei herabstufen, um diesen Vorgang zu beschleunigen. So haben die NWO Vertreter es früher immer geschafft, einen Staat in die Knie zu zwingen.
    In der letzten Zeit funktionierte das aber nicht mehr so, siehe Syrien , Russland, China und Iran.

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