Die Präsidenten Putin und Erdogan. Bild: © Sputnik/ Alexei Nikolsky

Das NATO-Mitglied Türkei nähert sich immer stärker Russland an. Nun kommt auch ein gemeinsamer Investmentfonds mit einem Kapital von 900 Millionen Euro.

Von Marco Maier

Die türkische Tageszeitung „Hürriyet Daily“ hat bestätigt, dass Russland und die Türkei zugestimmt haben, einen „Russland-Türkei-Investmentfonds“ zu schaffen. Diese Meldung kommt, nachdem Präsident Recep Tayyip Erdoğan vergangene Woche Moskau einen Besuch abgestattet hatte. Dort traf er mit Präsident Putin zusammen, um die technologische Zusammenarbeit, die engeren militärischen Beziehungen und die Zukunft der Aktionen und der örtlichen Waffenstillstände in Syrien zu diskutieren.

Die gemeinsame Initiative wurde in der vergangenen Woche vom Russischen Direktinvestitionsfonds (RDIF), dem staatlichen Staatsfonds Russlands, sowie dem Turkey Wealth Fund (TWF) angekündigt.

„In der Anfangsphase belaufen sich die Investitionen in die Fondsprojekte auf 200 Millionen Euro. Die Gesamtgröße des Russland-Türkei-Investmentfonds beträgt 900 Millionen Euro“, sagte der RDIF in einer Erklärung und fügte hinzu, dass die entsprechende Vereinbarung in Anwesenheit vom türkischen Präsidenten Erdoğan und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin unterzeichnet wurde.

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Die Parteien haben begonnen, gemeinsame Projekte mit besonderem Fokus auf die Bereiche Technologie, Gesundheitswesen und Infrastruktur zu entwickeln, so die Zeitung weiter.

Damit wird auch deutlich, in welche Richtung sich die Türkei zu wenden beginnt. Allerdings sind die Amerikaner daran selbst Schuld, zumal sie ihren NATO-„Partner“ mit übelster Erpressungspolitik bedacht haben, nur um ihre eigenen geopolitischen Ziele umsetzen zu können, während die regionalpolitischen Sicherheitsinteressen Ankaras für Washinton selbstverständlich keine Rolle spielen. Moskau jedoch zeigte stets (gerade im Syrien-Konflikt) Dialogbereitschaft und versucht dabei stets auch die türkische Position zu verstehen und zu berücksichtigen.

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