Die Freiheitsstatue auf Liberty Island, New York

Die Welt ist immer noch entsetzt über die tödlichen Bombenanschläge in Sri Lanka, die vielleicht das Werk von Verrückten des islamischen Staates waren. Das arme Sri Lanka hat nach drei Jahrzehnten Bürgerkrieg und kommunalem Konflikt so viel gelitten. Wir weinen um dieses schöne und einst sanfte Land.

Von Eric Margolis / Antikrieg

Aber hinter dem Schrecken in Sri Lanka baute sich eine große Krise auf, von der die Welt bisher nur unzureichend Kenntnis genommen hat: erneute Spannungen im ölproduzierenden Golf. Es ist der jüngste Versuch der Vereinigten Staaten von Amerika, die unabhängige iranische Regierung zu zerschlagen und sie wieder unter amerikanische Vormundschaft zu stellen.

Die Trump-Administration hat gefordert, dass die Hauptimporteure von 1,2 Milliarden Barrel iranischem Erdöl den Kauf fast sofort einstellen. Dieses imperiale Diktat richtet sich an China, Südkorea, die Türkei, Indien und Japan. Das umfassende Embargo bewegt sich nahe am Rand eines totalen Krieges. 1941 provozierte die Unterbrechung der Ölversorgung Japans durch die USA den Angriff auf Pearl Harbor.

Das Ölembargo verstößt nicht nur gegen das Internationale Recht, es setzt die USA auch auf Kollisionskurs mit einigen ihrer wichtigsten Verbündeten und Vasallenstaaten. Unverschämte Drohungen der beiden Hauptakteure Trumps, des Nationalen Sicherheitsberaters John Bolton und des Außenministers Mike Pompeo gegen den Iran haben Amerikas unglückliches Bild als imperiale Macht verstärkt, die mit einem Krieg gegen ungehorsame Satrapen und gegen selbstbewusste Nationen droht.

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Der Iran, ein stolzes altes Land mit 80 Millionen Menschen, hat sich mit der Türkei zur wirksamsten Opposition gegen die imperiale Herrschaft Amerikas über den Nahen Osten und zu einem wichtigen Unterstützer der palästinensischen Rechte und eigenen Staatlichkeit entwickelt. Dies hat den Iran auf einen Kollisionskurs mit Israel und dessen einflussreichen amerikanischen Unterstützern gebracht, insbesondere mit der evangelikalen harten Rechten, die irgendwie glaubt, dass Jesus erst dann zur Erde zurückkehren wird, wenn Israel seine Grenzen erweitert hat und die Menschheit zerstört ist.

Unterdessen hat die Trump-Administration, die inzwischen nicht mehr von Israels rechtsextremer Hardliner-Regierungskoalition zu unterscheiden ist, einen faktischen Krieg gegen den Iran erklärt.

Um Israel zu begünstigen, stornierte das Weiße Haus einen 20-Milliarden-Dollar-Auftrag des Iran für Boeing-Flugzeuge, beschränkte den Handel mit dem Iran, verwarf das international unterstützte Atomabkommen mit Teheran, setzte alle Hilfen für die Palästinenser ab und hält den brutalen Krieg Saudiarabiens/der Emirate gegen den Jemen aufrecht, der Massenhunger und Epidemien verursacht hat.

Trump hat gerade einseitig Israels illegale Inbesitznahme von Syriens Golanhöhen genehmigt, eine Handlung, die des Sykes-Picot-Vertrags von 1916 würdig ist, der den osmanischen Mittleren Osten zwischen Großbritannien und Frankreich aufteilt. Die Drohungen der USA gegen Venezuela und Kuba werden immer lauter.

Washington plant, seine um den Iran versammelten Seestreitkräfte einzusetzen, um Teherans Ölexporte zu unterbinden. Zwei US-Flugzeugträger sind nun auf Station in Reichweite des Iran. Mit einem, dem ‚Abraham Lincoln‘, war ich auf See.

China steht vor schwerwiegenden Strafen für den Handel mit dem Iran. Willkommen zurück zur Kanonenboot-Diplomatie des 19. Jahrhunderts. Sogar Washingtons europäische Verbündete können für den Kauf von iranischem Öl drangsaliert werden.

Der Iran, der in der Vergangenheit mit ähnlichen Bedrohungen konfrontiert war, gräbt sich ein und droht, die strategische Straße von Hormuz zu schließen, wenn seine Ölexporte unterbunden werden. Zwanzig Prozent des weltweiten Öls fließt durch die Straße. An ihrer engsten Stelle ist diese strategische Passage nur 34 Kilometer breit.

Der Iran könnte ernsthaft die Öltanker in der Meerenge stören, indem er bewaffnete Schnellboote, Minen und landgestützte in China hergestellte Raketen einsetzt. Ebenso bedeutsam ist, dass die Versicherungstarife für Tanker in die Höhe schnellen würden. Fügen Sie all dies zusammen, dann werden die kriegerischen Aktionen von Trump & Co. den Benzinpreis in die Höhe treiben, gerade zu dem Zeitpunkt, da Amerikas geschäftige Sommerreisesaison beginnt.

Amerikas Satrap Saudi-Arabien (das gerade die Köpfe von 37 seiner Untertanen abschlägt) und Handlanger Emirate haben versprochen, Ölknappheit auszugleichen, aber die iranischen Spezialeinheiten des Nachbarn könnten da ganz andere Ideen haben. Zum Beispiel Angriffe auf saudische Ölanlagen mit Raketen und Kommandos.

Zusätzlich zu diesem gefährlichen Durcheinander könnte Peking seine Handelsgespräche mit Washington, die für die US-Wirtschaft von entscheidender Bedeutung sind, verlangsamen oder sogar abbrechen. Die US-Märkte haben bereits damit gerechnet, dass ein Deal abgeschlossen wird.

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Trumps irrationales Bestreben, den Iran zu zerstören, könnte den Rest der Welt sehr wohl gegen Washington aufbringen. Aber Trump & Co. scheint das egal zu sein. Jemand muss Trumps außer Kontrolle geratener Verwaltung sagen, dass sie aufhören soll, zu versuchen, Regierungen rund um den Globus zu stürzen, die ihr nicht passen und sich selbst als Förderer der Wiederkunft Christi hinzustellen.

„Wen die Götter vernichten wollen, den machen sie zuerst verrückt.“ Wie wahr.

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2 KOMMENTARE

  1. „Trumps irrationales Bestreben, den Iran zu zerstören…“
    Ich finde diese Aussage nicht zutreffend. Denn H. Clinton mit Administration war und ist bestrebt den Iran zu zerstören. Traump mag der Präsident der USA sein, was und wo in der Welt von den Amis angegriffen und zerstört wird, entscheidet nicht der Präsident. Das sollte einem auch klar sein, wenn man Trump genau zuhört und nicht nur die Twitter Nachrichten und Zusammenfassungen hört.
    Trump wird von seinen eigenen Beratern hintergangen, angelogen und manipuliert. Nur das mache ich ihm zum Vorwurf. Denn bis jetzt hat er es geschafft, keinen neuen Krieg zu beginnen, dass hat nicht mal der heilige Obama hingekriegt.

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