Mobilfunkmasten auf einem Wohngebäude.

Die starke Strahlungsbelastung durch den Ausbau des 5G-Mobilfunknetzes müsse „sehr umsichtig“ erfolgen. Dies fordert das Bundesamt für Strahlungsschutz.

Von Michael Steiner

Wegen der hohen Strahlungsintensität durch die 5G-Mobilfunktechnologie gibt es bereits unzählige Warnungen von Wissenschaftlern, die einen flächendeckenden Einsatz ohne ausgibige Tests scharf kritisieren. In der belgischen Hauptstadt Brüssel hat man den Testlauf schon verboten. Nun mahnt auch das Bundesamt für Strahlungsschutz (BfS) zur Vorsicht.

„Wir sind dafür, dass der Netzausbau von 5G sehr umsichtig passiert“, sagte BfS-Präsidentin Inge Paulini den Funke-Zeitungen. Ihre Behörde wolle die nächsten Jahre nutzen, um die Wirkung der höheren Frequenzen weiter zu untersuchen. Zwar werde beim Aufbau von 5G „mit Frequenzen gearbeitet, die seit Jahren im Mobilfunkt genutzt werden“, und man wisse über deren Wirkung „sehr gut Bescheid“, doch schon der jetzige Elektrosmog sorgt immer wieder für heftige Diskussionen. Ein Experte warnt beispielsweise davor, dass dies ein „massives Gesundheitsexperiment“ sei.

„Die Studien, die es gibt, legen keine Hinweise auf gesundheitliche Auswirkungen nahe“, sagte die BfS-Präsidentin, auch wenn es bereits entsprechende Einwände gibt. „Aber wir wollen die Wirkung noch besser verstehen und forschen intensiv in diesem Bereich.“ Paulini stellte klar: „Die meiste Strahlung erhalten wir nicht von weiter entfernten Mobilfunkmasten oder WLAN-Routern, sondern vom eigenen Handy.“ Die Präsidentin riet den Nutzern, das Handy „nicht über längere Zeit sehr nah am Körper“ zu halten, wenn es sende. Beim Telefonieren solle man ein Headset benutzen. „Bei schlechtem Empfang sendet das Handy mit höherer Leistung, die Strahlenbelastung steigt.“

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Allerdings räumt sie auch ein, dass man noch zu wenig über die Langzeitwirkungen dieser Strahlungen wisse: „Wenn ernsthafte Wirkungen in Richtung Krebs zu befürchten wären, dann würden diese Wirkungen eventuell erst über einen langen Zeitraum von 20 bis 30 Jahren auftreten. Deswegen sollten wir vorsichtig sein.“

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2 KOMMENTARE

  1. Diesen 5G-Unsinn braucht kein Mensch! Aber Google & Co. brauchen es, damit die Überwachungsdaten in Realzeit zur Profilpflege eingehen können…

    Und NEIN!, ich will mir von unterwegs aus keine Schuhe von Adidas ausdrucken können müssen! Auch ist mir egal, ob das Internet mit halber oder ganzer Lichtgeschwindigkeit funktioniert. Denn die Dreihundertstel Sekunden Wartezeit bringe ich auf, da diese ohnehin meiner Reaktionszeit entsprechen. Letztlich geht auch die Welt nicht daran zu Grunde, wenn sie keinen ruckelfreien Live-Straem von jemandem und jedem hat, wie er gerade eine Bratwurst verzehrt oder bei H&M eine minderwertige Jacke anprobiert.

    ALLES HUMBUG, damit uns wieder neue Geräte und anderer Mist aufgeschwatzt werden kann. Damit die Mobilbranche wieder neue und profitablere Tarife erfinden kann. Damit die KfZ-Versicherung und das Ordnungsamt wissen, an welcher Straßenecke man einen Schritt zu zügig gefahren ist.

    5G harmoniert bestens mit der Bargeldabschaffung und Umvolkung.
    Dummland hat dann spätestens fertig!

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