Die Kirche Sankt Sebastian in Negombo nach dem Anschlag. Bild: St. Sebastian-Kirche

Eine Reihe von Explosionen in Kirchen und Fünf-Sterne-Hotels in Sri Lanka hat am heutigen Ostersonntag mindestens 129 Todesopfer gefordert.

Von Marco Maier

Im mehrheitlich buddhistischen und hinduistischen südasiatischen Staat Sri Lanka gibt es eine kleine christliche Minderheit. Diese wurde heute zum Opfer einer Reihe von Bombenanschlägen. Ersten Vermutungen zufolge wurden durch Selbstmordattentäter vollzogen. Während der Ostermesse explodierten mehrere Sprengsätze in mehreren Kirchen des Inselstaates, sowie in Fünf-Sterne-Hotels.

Laut der Polizei des Landes wurden drei Hotels und die St. Sebastian-Kirche in der Hauptstadt Colombo, sowie zwei weitere Kirchen in anderen Teilen Sri Lankas zum Ziel der Anschlagswelle. Lokale Sicherheitsvertreter betonten, dass mindestens zwei dieser Anschläge durch Selbstmordattentäter vollzogen worden seien.

Bei den Hotels handle es sich um bei Touristen sehr beliebte Anlagen, doch ob und wie viele Ausländer unter den derzeit mit 129 angegebenen Toten befinden. Auch wie viele Menschen durch die Anschlagsserie verletzt wurden, ist bislang noch nicht bekannt.

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Laut Krankenhaussprechern sollen mindestens 40 Menschen bei den Anschlägen in Colombo getötet worden sein, mindestens 62 in Negombo nördlich der Hauptstadt von Sri Lanka und mindestens 27 in Batticalao an der Ostküste des Landes. Es dürfte hunderte Verletzte gegeben haben. Alleine beim Anschlag bei der St. Anthony-Kirche in Colombo wurden mindestens 160 Menschen verwundet. Laut AFP sollen beim Anschlag in Batticaloa mehr als 300 Menschen verletzt worden sein.

Wer hinter den Anschlägen steckt ist bislang noch unklar. Allerdings richteten sich diese gezielt gegen Christen und Ausländer im Land.

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2 KOMMENTARE

  1. Es gibt aber auch auf Sri Lanka eine kleine tamilische Minderheit von Muslimen, ca. 9% und von daher könnte man davon ausgehen, daß aus dieser Richtung gegen die Katholiken ein Anschlag erfolgte, denn die anderen tamilischen Bevölkerungsteile sind meist Hinduisten und die Mehrheit der Singhalesen sind Buddisten. Warum und weshalb entzieht sich derzeit jeder Kenntnis, könnte aber durchaus mit dschihadistischen Gedanken zusammenhängen, vergleichbar mit schwarzafrikanischen Muslimen im Kampf gegen ihre Regierungen und gegen die Christenheit.

  2. So möge beim Leser der Wunsch entstehen, dieser von teuflischen Mächten,deren Handlangern in Geheimdiensten und anderen verschwörerischen Gesellschaften im Hintergrund initiierte Wahnsinn möge schnellsten der Vergangenheit angehören.

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