Der italienische Innenminister und Chef der Lega will die Euroskeptiker in der ganzen EU zu einer starken politischen Kraft formen und das Eurokraten-Establishment herausfordern.

Von Marco Maier

Matteo Salvini schart nicht nur immer mehr Anhänger in Italien selbst um sich, sondern zunehmend auch in anderen Teilen der Europäischen Union. An seiner Seite stehen bereits Marine Le Pen, Viktor Orban und Heinz-Christian Strache. Auch die Alternative für Deutschland wird in dessen EU-kritischen Fraktion vertreten sein, andere Parteien und Politiker dürften folgen.

Seine Partei, die „Lega“, ist in den Umfragen in die Höhe geschossen und hat die Dynamik zwischen ihr und dem Koalitionspartner „Fünf Sterne Bewegung“ umgekehrt. Es ist eine Koalition, die das politische Establishment in Europa erschreckt, weil sie nicht auf der traditionellen links-rechts-Einteilung basiert. Es ist eine breit aufgestellte populistische Bewegung, die sich gemeinsam auf den Sturze des korrupten, korporatistischen Systems konzentriert, für das die meisten westlichen Regierungen stehen.

Und seit der Machtübernahme im vergangenen Jahr gab es mehrere Versuche, Keile zwischen diesen angeblich nicht zusammenpassenden beiden Parteien zu treiben. Alle sind gescheitert. Ein Grund dafür war die wachsende Beliebtheit von Lega und Salvini.

Salvini und sein Partner im Populismus, Luigi Di Maio, sehen in den Wahlen zum Europäischen Parlament einen ersten großen Test für ihre Regierung. Und so wie es aussieht, werden sie ihn bestehen, wenngleich die Lega die Fünf Sterne Bewegung überholen wird.

Vor allem jedoch wird Salvini es schaffen, eine starke europäische politische Kraft zu formen, die sich der derzeit übermächtigen deutsch-französischen Achse stellen kann. Eine Achse, die auf eine weitere Zentralisierung der EU drängt und das Ziel verfolgt, die Union zu einem europäischen Superstaat umzubauen. Ein Ziel, welches in vielen europäischen Ländern bei den Menschen auf Ablehnung stößt, weil sie wissen, dass dies angesichts der Intentionen der herrschenden politischen Eliten nicht zu ihrem Besten ist.

Salvini kann es schaffen, mit einem forschen Konfrontationskurs gegen Paris, Berlin und Brüssel und mit einigen starken Alliierten quer über den Kontinent verteilt eine Reform der politischen Strukturen der EU anzustoßen und dabei auch einen Ausgleich mit Russland und China zu finden, anstatt den von den Transatlantikern forcierten Aggressionskurs mitzutragen.

2 COMMENTS

  1. Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

    Was die letzten 60 Jahre im deutschen Sprachraum an Menschenmaterial tonangebend wurde und sich breit gemacht hat bedarf einer Rosskur!!
    Reden wir nicht von den Türken, Moslems, oder wem auch immer. Die können ihre Probleme untereinander ausmachen.
    Ein Abschaum, der sich über der eigenen Ethnie „Germanen“, gelegt hat, glaubt als Herrenmenschen aufzutreten, (ich will; ich, ich, ich; meine Rechte;) reiche aus, andere auf eine Mitwelt, durchsät von psychischen Störelementen einzugewöhnen.
    Es reicht. Definitiv.
    Narrenhaus dem, dem es bekommt, aber nicht flächendeckend.

  2. Bei der heutigen politischen Lage in Europa und den USA hat er durchaus Chancen sich erfolgreich gegen die Hegemonie von Brüssel zu stemmen und das ist nicht nur eine Kampfansage gegen die EU, sondern auch gegen alle linken Regierungen in Europa, insbesondere die Deutsche, denn mit Hilfe der Oppositionsparteien könnte es gelingen deren Aktivitäten zu behindern, denn die können sich nicht noch einmal einen Austritt in der Größenordnung von England leisten, wollen sie nicht entgültig abschmieren und das ist sozusagen ein Endkampf der Nationalisten gegen die Globalisten und es ist noch nicht abzusehen wer die Oberhand gewinnt, die nächsten Wahlen werden es zeigen und wenn es weiter mit Zuwachs begleitet wird und die Kontinuität gewahrt bleibt, dann könnte man wieder hoffen, ansonsten sind wir hoffnungslos verloren und wir haben viele Jahrzehnte auch ohne den heutigen Einfluß von Brüssel ganz gut gelebt, die braucht keiner, denn Handel und Wandel findet immer statt, dazu brauchen wir keine Zentralregierung, ein Beistandspakt würde reichen, alles andere wäre Sache der Länder und wer geben will soll geben innerhalb eines überschaubaren Rahmens und natürlich gegen Rückzahlung oder Abtretung, aber eine Verpflichtung darf daraus nicht erwachsen außerhalb den Gesetzen des jeweiligen Landes.

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