Test des THAAD-Systems durch die US-Army. Bild: US-Army, Public Domain

Der Raketenschild der Amerikaner rund um Russland und China soll einen nuklearen Gegenschlag nach einem US-Erstschlag verhindern. Doch Moskau hat sich vorbereitet.

Von Marco Maier

Die Vereinigten Staaten haben Raketenabwehrsysteme in der Nähe von Russland stationiert, um einen Nuklearschild zu errichten. Dieser würde einen überraschenden Nuklearangriff auf das Land ermöglichen. Generalleutnant Viktor Poznikhir, der erste stellvertretende Chef der Hauptabteilung des russischen Generalstabs warnte davor. So hätten die USA versucht, ein Raketenabwehrnetz zu bilden, um einen russischen Gegenschlag zu verhindern. Dieser würde auf einen Atomangriff der USA auf Russland erfolgen.

„Der Einsatz von Raketenabwehrsystemen in der Nähe unserer Grenzen schafft ein starkes Angriffspotential für die USA, das es ihnen ermöglicht, einen überraschenden [die angegriffene Partei wird nicht in der Lage sein, als Reaktion zurückzuschlagen], Raketen- und Atomschlag gegen Russland zu führen“, sagte der General auf der Moskauer Konferenz für Internationale Sicherheit.

Das globale Raketenabwehrsystem, das aus einer Vielzahl von Patriot- und THAAD-Systemen (Terminal High Altitude Area Defense) besteht, bietet Washington die Möglichkeit, interkontinentale ballistische Raketen von Russland, China und anderen möglichen Gegnern zu zerstören, während sie noch in der Trägerrakete sind.

US-Alliierte im Kriegsfall in Gefahr

Poznikhir warnte ferner, dass Länder, die derzeit die US-Raketenabwehrkomponenten beherbergen oder beherbergen sollen, im Kriegsfall in Schwierigkeiten geraten würden. Diese Systeme stellen nämlich wichtige Ziele für Russland dar. Russische Raketen würden diese Ziele ebenfalls treffen.

Sie erhöhen auch die Möglichkeit einer weit verbreiteten radioaktiven Verseuchung. Denn aufgrund der begrenzten Reichweite der Raketenabwehrsysteme werden die ankommenden Interkontinentalraketen über ihren eigenen Territorien zerstört werden. „Daher können die Länder, die an der Umsetzung der Raketenabwehrpläne des Pentagon beteiligt sind, leiden“, erklärte er.

Russland ist bereit zu antworten

Poznikhir sagte, Russland habe nicht untätig vor dem Aufbau der US-Militärs gesessen. Moskau habe bereits angemessene Maßnahmen ergriffen, um sicherzustellen, dass der Schild besiegt werden kann. Er nannte hierbei die Sarmat ICBM und den hypersonischen Avangard-Gefechtskopf. Dies seien zwei der russischen Waffen, die die amerikanischen Verteidigungswaffen umgehen sollen.

Sarmat soll praktisch keine Reichweitenbegrenzung haben. Die Rakete soll die sowjetische Voyevoda ablösen und kann riesige Nutzlasten über den Nord- oder Südpol zu jedem Ort der Erde transportieren. Die Rakete wurde Anfang März 2018 zum ersten Mal in Putins Jahresrede an die Bundesversammlung vorgestellt. Dort hatte er das Raketensystem als Herzstück der erneuerten und hochentwickelten russischen Waffen präsentierte.

Der General wiederholte die Worte Wladimir Putins, Russland sei nicht an einem strategischen Wettrüsten interessiert und „drängt die Vereinigten Staaten, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, um einen konstruktiven Dialog über die Raketenabwehr und die Suche nach für beide Seiten akzeptablen Lösungen zu führen.“

Der Avangard dagegen ist ein strategisches interkontinentales ballistisches Raketensystem, das mit einem Gleitflugzeug ausgestattet ist, das mit Überschallgeschwindigkeit fliegen kann. Nach dem Wiedereintritt in die Atmosphäre ändert es ständig seine Flugbahn und die Höhe. Das macht es für die feindliche Raketenabwehr schwierig, Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Defensiv oder offensiv?

Sowohl Russland als auch China haben in der Vergangenheit beklagt, dass die in Südkorea, Japan, Rumänien und in anderen Ländern der Welt eingesetzten amerikanischen Raketenabwehrsysteme Radargeräte mit großer Reichweite haben, mit denen sich Geheimnisse aus russischen und chinesischen Gebieten beschaffen lassen.

Moskau hat auch davor gewarnt, dass ein solches System in der Offensive eingesetzt werden kann. Im Falle einer militärischen Konfrontation könnten die Amerikaner Raketen in das russische Territorium abzufeuern.

Russland und die USA geraten in Konflikt mit dem Intermediate-Range Nuclear Force (INF) -Vertrag. Einem Pakt aus der Sowjetzeit, der den Einsatz von Raketen mit einer Reichweite von 500 bis 5.500 Kilometern verbietet. Beide Länder haben den Vertrag ausgesetzt und sich gegenseitig vorgeworfen, gegen seine Bedingungen verstoßen zu haben.

4 KOMMENTARE

  1. Die Dummheit der Amis ist tatsächlich grenzenlos.
    Auf die Selbstüberschätzung folgt der Hochmut und danach der Fall.

  2. Alles Schwachsinn, ich wäre auch gerne wirklich reich und ein Adonis griechischer Art und möglichst noch die nächsten 200 Jahre potent, aber dieser Wunsch ist genauso vermessen, wie das Ansinnen der Yankees, denn sie haben den Zennit erreicht und Gefechtsköpfe zu Lande, zu Wasser und in der Luft sind nahezu unkontrollierbar und wer kein Selbstmörder sein will läßt die Finger von der Lunte, das könnte der eigenen Gesundheit nicht gut bekommen, weil die Gegenseite ja auch weiß um was es geht und da wären freundliche Kontakte eher angesagt, als Eroberungsgelüste nach Konquistatoren-Manier, diese Zeit ist vorbei und wenn sie wollen, daß alles in die Luft fliegt, dann nur zu, Idioten gibt es leider zu Hauf, davor ist auch der Politiker nicht befreit, im Gegenteil, er ist das Krebsgeschwür menschlichen Zusammenlebens und das hat uns die Geschichte schon hundertfach gelehrt, leider oder entsprechende Erkenntnisse, sich danach auszurichten.

  3. Das Buch der Offenbarung warnt: „Und ein anderes, ein feuerfarbenes Pferd kam hervor; und dem, der darauf saß, wurde gewährt, den Frieden von der Erde wegzunehmen, so daß sie einander hinschlachten würden, und ein großes Schwert wurde ihm gegeben“ (6:4). Diesmal wird es nicht nur nach Namen ein Weltkrieg sein. Das „große Schwert“ wird auch verwendet werden (Offenbarung 6:4). Jesus hat ihn so charakterisiert: „Schrecknisse [φοβητρα = Dinge welche Schrecken, Furcht und Terror verursachen] sowohl als auch [τε και] ungewöhnliche Phänomene [σημεια] vom [απ] Himmel [ουρανου] mächtige [μεγαλα] werden sein [εσται]“ (Lukas 21:11). Einige alte Manuskripte enthalten die Wörter „und die Fröste [και χειμωνες]“.
    Die aramäische Peshitta: „und wird große Fröste sein“ [וסתוא רורבא נהוון]. Wir nennen dies heute „nuklearen Winter“.
    In Markus 13: 8 gibt es auch Worte Jesu: „und die Verwirrungen“ [και ταραχαι].
    Die aramäische Peshitta: „und Verwirrung“ [ושגושיא] (über den Stand der öffentlichen Ordnung).
    Er kündigte außerdem an, erhebliche Beben (wegen der Verwendung von Atomwaffen), Hungersnöte und Seuchen in ganzen Regionen.
    Jesus präsentiert hier ein vollständiges Bild der Auswirkungen des globalen Atomkriegs.
    Er erklärte auch: „Alles dieses aber ist der Anfang der Geburtswehen“ (Matthäus 24:8).

  4. Der Raketenschild dient nicht dazu einen Russischen Angriff auf die USA zu verhindern, die Raketen von denen uns Marco hier spricht stehen in Europa un vorder/mittel -Asien, Raketen der Russen gegen die USA würden die andere Richtuung nehmen.

    Diese Raketen sind dazu da um einen Schlag gegen Europas NATO Partner zu verhindern.
    Es sind reine Abwehrmechanismen, also von „Erstschlag gegen die Russen“ kann auch keine Rede sein.

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