Der russische Vize-Außenminister, Alexander Gruschko - Bild: © Sputnik / Grigorij Syssoew

Russland und die NATO haben der Zusammenarbeit in zivilen und militärischen Bereichen ein Ende gesetzt.

Von Redaktion

„Die NATO hat die positive Agenda in den Beziehungen zu Russland aufgegeben. Sie existiert nicht mehr. Bisher gibt es keine Hinweise darauf, dass die NATO weiß, wie sie aus dieser Sackgasse herauskommen kann“, sagte der stellvertretende Außenminister der Russischen Föderation, Alexander Gruschko gegenüber der Pravda.

Die Entscheidung des Bündnisses, normale Arbeitskontakte im militärischen Bereich zu beenden, sei absurd, da die Sicherheit in Europa weitgehend von den Beziehungen zwischen Russland und der NATO abhänge. Das Bündnis habe die Konfrontation mit Russland verschärft, sagte Gruschko.

„Es ist ein Paradoxon, aber die heutigen Beziehungen zwischen Russland und der NATO erinnern sehr an die „gemeinsamen“ Zustände, für die die NATO geschaffen wurde – für den Kalten Krieg. Sie haben den Staub wieder aus dem Harmel-Bericht entfernt: Dialog und Abschreckung. Bei dieser Formel gibt es jedoch jetzt viel Abschreckung und wenig Dialog“, beklagte der Vize-Außenminister.

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Er stellte fest, dass die gesamten Militärausgaben der NATO im vergangenen Jahr eine Billion Dollar überschritten haben, was 22-mal so hoch ist wie die russischen Verteidigungsausgaben. Moskau wird jedoch nicht am Wettlauf um den Aufbau von Militärbudgets mit der NATO teilnehmen, sondern legt den Schwerpunkt auf „wirtschaftliche, präzise und wirksame Mittel“.

In Bezug auf einen bewaffneten Konflikt mit der NATO hofft Gruschko, dass dies nicht passieren wird. „Es wäre eine Katastrophe für die gesamte Menschheit. Ich bin sicher, dass dies sowohl in Washington als auch in Brüssel verstanden wird“, sagte er.

Gruschko zufolge könnte es möglich sein, die NATO durch den Aufbau einer echten strategischen Partnerschaft mit Russland aufzurüsten.

„Ein solcher Versuch wurde auf dem Russland-NATO-Gipfel in Lissabon im Jahr 2010 unternommen. In der Realität müssten die NATO-Mitglieder jedoch ihren „Ausnahmezustand“ opfern, die Kunst des Kompromisses entdecken, gleichberechtigt arbeiten und der Gruppe Vorrang vor gemeinen Interessen geben. Das ist nicht geschehen“, schloss der Diplomat.

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13 KOMMENTARE

  1. Die NATO kann militärisch nicht punkten. Das Personal ist mehr als desolat und kann nur jammern, dass es an Material und Sold fehlt. – Vor solch einer Truppe brauchen die Russen nicht bange sein.

    Bei den „wirtschaftlichen“ Beziehungen sollten die Russen zukünftig aber mal etwas vorausschauen handeln, denn wie es im Moment aussieht ist mit dem Weiterbau von Nord Stream 2 jetzt beim Erreichen der dänischen Gewässer bei Bornholm erst einmal Schluss. – So wie es aussieht wird das ein Millardengrab, denn die Dänen stecken zu 100% bei den Yankees hinten drin.

  2. Ein vernichtendes Negativ-Zeugnis für die westeuropäische Politik allgemein.
    Der Wessi-Kindergarten braucht jemanden, der ihm die Grenzen aufzeigt und auch setzt.

  3. Nur mal zur Info. Sie Nato ist den Russen, in Manschaftsstärke 3:1 überlegen. In Fiedenszeiten, haben die Russen ca 900000 Mann unter Waffen, die Nato 2,3 Millionen. Panzer 5:1fur die Nato, Luftstreitkräfte3:1 und See 5:1

  4. Obwohl sehr viel Geld in die deutsche Rüstung investiert wird, würde Deutschland bei einem allfälligen russischen Angriff in kurzer Zeit ausser Gefecht gesetzt. Das ganze Organisatorische- wie auch Flugwaffe- und auch Panzerverbände wären total überfordert. Das schlimmste aber ist, dass die Einsatzbereitschaft dieser Verbände nicht gewährleistet wäre. Deutschland wäre gut beraten sich einmal Gedanken zu machen und über die Bücher zu gehen.

  5. Nur eine Frage von vielen..
    Wer ist denn eigentlich die NATO bzw. wer hat denn da sagen ?
    Man wird immer die gleiche Antwort erhalten..

  6. Hochmut kommt immer vor dem Fall. Und diesen „Fall“ werden viele von uns noch erleben. Das ist so sicher wie der Amen in der Kirche. Die Arroganz, die die Nato und EUSA-Staaten derzeit an den Tag legen, kann mit logischen Menschenverstand gemessen gar nicht mehr lange gut gehen. Deutschland steht auf der Stelle, entwickelt sich derzeit sogar rückwärts und der Einfluss der Linken und des Islams wird jeden Tag größer und größer, so dass der Kollaps vorprogrammiert ist. Es heißt ja nicht umsonst: Wer zuletzt lacht, lacht am besten. Und das wird natürlich Russland sein.

  7. Es ist ein 27 jahre altes Land die R.F.! Nicht die USA brach auseinander während der Kalte Krieges, es heisst Ex-USSR, nicht Ex-USA!
    Und Putin mit begrenztem Budget für die riessen Armee wird sofort der Welt gezeigt, was nur als Propaganda im eigenen Land dient! Die Russische Armee ist genauso von Problem betroffen wie ihr Deutschen es kennt! Aber das was USA nicht präsentiert macht mir mehr Sorgen als all die „neusten“ konventionellen Hightech Waffen die Russland hat.

    China und die USA sind die 2 Grossen, Putin soll begreifen, dass das Sowjetische Imperium vorbei ist! Plus die demographischen Probleme in diesem Land werden der R.F. den Gnadenstoss verpassen…

    • Erstens kommt es anders
      zweitens als man denkt,
      drittens kann man nicht so denken wie es
      viertens dann wirklich kommt.

      Zudem existiert ein „totgesagte leben länger“.

  8. Von 2.3 Millionen Natosoldaten sind 75 Prozent miserabel ausgebildet und demoralisiert. Zudem sind die meisten Waffensysteme veraltet und die modernen oft nicht einsatzfaehig. Die Bw ist da keine Ausnahme. Die neuen suedosteuropaeischen Mitgliedsstaaten verfuegen ueber einen mil. Schrottplatz. Bei den Italienern Griechen Portugiesen und den Oststaaten ist es wie bei der Bw. Deren Armeen sind nur bedingt einsatzfaehig. Diese Zeilen schrieb ein Oberstabsfeldwebel i.R.

  9. FASSADENKRATZER berichtet

    Kriegsrüstung, Besatzungskosten und ein Hochkommissar

    Die USA gaben 2017 mit 610 Milliarden Dollar mehr Geld fürs Militär aus als die in der Rangliste folgenden sieben Länder zwei bis acht zusammen. Gegenüber den Ausgaben Chinas von 228 Milliarden betrugen die der USA das 2,7-fache, gegenüber denen Russlands von 66.3 Milliarden das 9,2-fache, wobei Russland 2017 die Militärausgaben um 20 % gesenkt hatte.1 Angesichts dieser offensichtlich massiven Bedrohungen beschlossen daher die USA bereits im September 2018, so früh wie noch nie in den vergangenen 40 Jahren, mit überwältigender Unterstützung beider Parteien ihren Kriegshaushalt für 2019 auf 716 Milliarden Dollar zu erhöhen.

    Die Nato, der zweite imperialistische Arm der USA, hatte bereits im Jahr 2014, „nach der vom Westen selbst inszenierten Ukraine-Krise“, beschlossen, die Militärausgaben ihrer Mitgliedstaaten in den nächsten zehn Jahren auf etwa zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts zu erhöhen….ALLES LESEN !!

  10. RT-COM berichtet

    USA: Präsidentschaftskandidaten sprechen von Frieden – aber nur vor den Wahlen

    Die Bürger der USA sind vom kriegerischen Gebaren ihres Staates mehrheitlich nicht angetan. Darum reden Präsidentschaftskandidaten vor der Wahl grundsätzlich vom Frieden. Nach der Wahl wird dann Krieg geführt.

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