Pompeo: „Russland wird sich noch jahrzehntelang in Wahlen einmischen“

Russland habe sich bereits bei den Präsidentschaftswahlen 2016 in den USA eingemischt, so US-Außenminister Mike Pompeo. Er behauptet, Moskau werde dies auch in Zukunft tun.

Von Marco Maier

In einem Interview mit dem US-Magazin „The Hill“ am Montag verkündete Pompeo, dass Washington versuchen würde, die Bemühungen Moskaus zu verhindern, zukünftige Wahlen in den USA zu beeinflussen. Und das, obwohl die Amerikaner globaler Meister in Wahleinmischungen und Regime Changes sind. Selbst Boris Jelzin war das Resultat US-amerikanischer Wahleinmischung.

„Es versteht sich von selbst, dass sie 1974 auch unsere Wahlen bedrohten und in die Wahlen in den 80er Jahren eingegriffen haben“, sagte Pompeo. „Und wir sollten im Jahr 2050 erwarten, dass die Russen noch dabei sein werden“, fügte er hinzu. Der oberste US-Diplomat und ehemalige CIA-Chef sagte zudem, dass Trump „uns alle angewiesen hat, sich unglaublich darauf zu konzentrieren“, sich der Einmischung Russlands und anderer Gegner zu widersetzen.

Die Untersuchung des US-Sonderrechtsanwalts Robert Mueller behauptet, Russland habe versucht, die US-Wahlen von 2016 zu beeinflussen. Allerdings habe Moskau nicht mit Trumps Wahlkampfteam zusammenkommen können. Eine sogenannte „Kollusion“ habe es nicht gegeben. Doch damit will sich das US-Establishment nicht zufrieden geben. Vielmehr sucht man neue Gründe, Russland zu beschuldigen.

US-Geheimdienste behaupten, Moskau mischte sich bei der Wahl mit einer Kampagne von E-Mail-Hacking und Online-Propaganda ein. Diese habe darauf abgezielt, Zwietracht in den Vereinigten Staaten zu säen, die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton zu schwächen und Trump zu helfen. Russland bestreitet die Einmischung in die Wahlen. Moskau beschuldigt die USA, selbst in die inneren Angelegenheiten von Ländern wie Venezuela illegal eingegriffen zu haben.

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6 Kommentare

  1. Im Prinzip ist das auch eine Art von Kriegsführung auf anderer Ebene und beide Seiten dürften sich nicht allzuviel vorzuwerfen haben, sollte es nicht auf sie selbst zurück fallen, was aber eine noch größere Sauerei ist, ist die Tatsache, wie man unterhalb der Gürtellinie mit dem politischen Gegner umgeht und wenn man so will, könnte dann nur der Heilige bestehen, denn wo gehobelt wird fallen Späne, die Frage ist nur ob im zulässigen Bereich und da dürften alle Interessensgruppen einen gewissen Dreck am Stecken haben, das ist nun mal so in der menschlichen Gesellschaft und Vorteilsnahme findet überall statt, der Kleine holt sich kleine Vorteile bei jeder Gelegenheit und der Große eben große.

    1. @Achim, Was am schlimmsten auf sie zurückfällt, ist ihr Eingestehen, dass sie es nicht verhindern können! Die letzte Weltmacht, die schon auf dem Mond gewesen sein will, ist plötzlich hinter dem Mond, wenn es darum geht, eine simple Wahl zu organisieren!

  2. Ja, das können die Amis natürlich nicht verstehen. Sich in Wahlen einmischen, indem man in div. sozialen Medien ein wenig Meinung macht… welcher ernstzunehmende Regime-Changer tut sowas bitte? Handelskrieg, völkerrechtswidrige Sanktionen, Embargos, Erschaffung und Unterstützung von paramilitärischen Mörderbanden, und wenn es ein muss auch direkte Kampfhandlungen. So macht man das. Stimmungsmache im Internet? Wer sich mit solchen Kinderkram aufhält, der kann ja nur verdächtig sein.

    Tja, aus der Sicht des Verrückten ist die ganze Welt verrückt, nur er selbst nicht.

  3. “ Ich tu‘ das Üble – schrei`dann selbst zuerst – Das Unheil, das ich selber angerichtet, – leg‘ ich den Andern dann zur Last.“

    Nichts Neues aus der vordersten Front der Hetzer und Kriegstreiber.

  4. Er-Pompeo hat es doch selbst zugegeben das sie -die US Eliten lügen,betrügen und stehlen bis der Arzt kommt.Das sie es sind die weltweit Unfrieden stiften und sich überall einmischen ohne Rücksicht auf Verluste kommt noch dazu.Ich wünschte mir das arrogante selbstgefällige Schwadronieren der Großmaulklasse dort ins Schweigen zu verfallen.
    Und schon wäre die Welt eine bessere.

  5. Mike Pompeo: wir „lügen, betrügen und stehlen“

    http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2019/04/mike-pompeo-wir-lugen-betrugen-und.html

    Eines der unvermeidlichen Eigenschaften von Psychopathen ist, sie geben irgendwann ihre Verbrechen öffentlich zu, denn im Unterbewusstsein sind ihre Missetaten am brodeln und kochen dann mal über. Entweder äussert sich die Wahrheit über eine vorgetragene Prahlerei, wie sie mit ihren Verbrechen davon gekommen sind, oder es handelt sich um ein Freudscher Versprecher.

    So habe ich 2010 darüber berichtet, dass der britische Premier David Cameron vor Soldaten in Afghanistan gesagt hat: „Bei 9/11, als die Zwillingstürme gesprengt wurden …“. Er hat damit unabsichtlich zugegeben, es war kein Zusammenbruch durch Feuer sondern eine gezielte Sprengung. Siehe meinen Artikel: „David Cameron – WTC wurde gesprengt.

    Heute bringe ich das Beispiel einer Prahlerei, mit der die Wahrheit an die Oberfläche kommt.

    Der aktuelle amerikanische Aussenminister Mike Pompeo, bevor er von Trump zu diesem Posten berufen wurde war er Chef der CIA, hat vor Publikum zugegeben, dass der amerikanische Geheimdienst Leute ausbildet, zu „lügen, betrügen und stehlen“.

    „Ich war der CIA-Direktor, wir haben gelogen, wir haben betrogen, wir haben gestohlen, wir hatten ganze Ausbildungskurse. Es erinnert einen an die Glorie des amerikanischen Experiments“, sagte Pompeo neulich in College Station, Texas.

    Noch schlimmer als das Geständnis, über wie die CIA arbeitet, wobei Pompeo vergessen hat eine weitere Methode zu erwähnen, „wir morden“, war das Gelächter und der Applaus den Pompeo vom Publikum bekam.

    Aber die Amerikaner waren schon immer ein widerlicher Haufen Barbaren. Mit dem Völkermord an den indianischen Stämmen hat alles begonnen, denn wer wanderte von Europa nach Nordamerika aus? Der Abschaum!

    Was Pompeo als Aussenminister offen bestätigt, die ganze amerikanische Aussenpolitik besteht schon seit 300 Jahren nur aus Lügen, Betrug und Diebstahl. Unter Trump kommt diese Haltung noch mehr zum Vorschein.

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