Die NATO müsse notfalls einen präventiven Nuklearschlag gegen Russland durchführen, um die „russische Bedrohung“ zu stoppen. Dies fordert ein polnischer General, der für das antirussische Establishment der Armee des Landes spricht.

Von Marco Maier

Nicht nur „heute journal“-Moderator Claus Kleber (Mitglied der „Atlantik-Brücke“) spielt mit dem Gedanken eines Krieges mit Russland, auch im Nachbarland Polen gibt es Leute, die lieber heute als morgen Krieg gegen die Russen führen würden.

General (aD) Waldemar Skrzypczak, einer der führenden ehemaligen Militärbefehlshaber Polens, der bis 2009 die Bodentruppen des Landes führte, hat aggressive Worte zur Natur der „russischen Bedrohung“ für Europa und zur Bereitschaft westlicher Alliierter zum Einsatz von Atomwaffen in einem zukünftigen Konflikt gefunden.

Beunruhigenderweise spiegeln seine jüngsten Äußerungen in einem Interview mit dem polnischen Medienkonzern „Wirtualna Polska“ diese Woche möglicherweise mächtige und harsche Elemente des polnischen Militärapparates wider, die Polen zusammen mit Skrzypczak jetzt als Bollwerk gegen die „Aggression aus dem Osten“ sehen. Der pensionierte General stellte sich ein zukünftiges Konfliktszenario vor, in dem ein US-Nuklearschlag als „die vernünftigste Antwort“ begrüßt und notwendig wäre.

Als Teil seiner Bemerkungen legte der ehemalige Landstreitkräfte ein Szenario vor, in dem er Polen als zukünftigen „Ground Zero“ für Auseinandersetzungen zwischen der NATO und Russland ansieht. Er machte das osteuropäische Land zu einem „aus strategischer Sicht äußerst wichtigen Staat“, um einen Eingriff der „russischen Kriegsmaschine“ in den Westen zu verhindern, was „die größte Sorge der freien Welt“ darstelle.

Loading...

Laut einer Übersetzung des Interviews durch RT meinte Skrzypczak tatsächlich, dass eine russische Invasion in Polen der wahrscheinliche Katalysator für den Erstschlag der USA mit Atomwaffen sein könnte

„Es stimmt, dass die Amerikaner Atomangriffe geschworen haben, um die Rote Armee in Polen zu stoppen“, sagte Skrzypczak in einem offensichtlichen Hinweis auf die Tage des Kalten Krieges.

„Nun gibt es solche Pläne, falls Putin losschlägt. Das ist nicht nur aus militärischer Sicht die vernünftigste Antwort.“

Ein solches Ergebnis ist für Polen „inakzeptabel“, aber wenn ein Krieg ausbricht, „wird niemand nach unserer Meinung fragen“, sagte der ehemalige General. Zur Realität zurückkehrend, räumte er ein, dass das Schlimmste, was Polen passieren könnte, seine Isolation „als Folge unserer eigenen politischen Fehler“ sei.

Doch gerade aus der Geschichte müsste Polen eigentlich gelernt haben: Im Zweiten Weltkrieg hatten die Polen von allen europäischen Staaten prozentual den größten Blutzoll zu entrichten, da das Land zu einem gewaltigen Schlachtfeld avancierte – und zwar zuerst als die Wehrmacht vorrückte und dann beim Rückzug der deutschen Soldaten und dem Vormarsch der Roten Armee erneut. Und das auch deshalb, weil man seitens Warschaus mit den Briten als Verbündeten glaubte, eine nationalistische Aggressionspolitik durchführen zu können.

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...
Loading...

16 thoughts on “Polnischer Militär fordert präventiven Nuklearschlag gegen Russland”

  1. Entweder ist das eine Idee von einem Kernphysiker oder von einem Träumer. Radioaktivität breitet sich nicht so aus wie ein kleines Menschlein das will. Gibt es in der Natur noch viele unerforschte Reaktionen. Wenn sich die dann plötzlich zeigen, ist es zu spät, dagegen etwas mit menschlichen Mitteln zu ändern. Vielleicht finden die, die das wollen, eine Arbeit in einem Reaktor und können dort mit radioaktiven Substanzen spielen. Wundert nicht mehr, daß die Erde langsam ihr Ablaufdatum erreicht.

    1. Kernphysiker ist der Mann nicht. Wenn ein Kernphysiker für Reaktorsicherheit zuständig wäre, hätte es Tschernobyl und Fukushima nie gegeben. Ursachen waren inkompetente Führung durch KPdSU bzw. geldgierige Profiteure. Einstein und Oppenheimer waren nach Deutschlands Niederlage gegen den Einsatz der Bombe.

  2. Dieser Vollpfosten von einem General hat aus der Geschichte nichts gelernt, im Gegenteil, er bedient sich der Rhetorik vergangener Zeiten. Und es ging immer übel für Polen aus.

    Wie würde es in der Folge nach einem Präventivschlag in seinem Land aussehen?

  3. Er ist sich doch mit dieser Forderung hoffentlich darüber im Klaren, daß sein Land und die Anrainer Richtung Westen zuerst in`s Gras beißen und demzufolge ist diese Aussage geradezu hirnrissig und manche scheinen immer noch nicht die Gefährlichkeit von ballistischen Waffen mit Atomsprengköpfen begriffen zu haben, denn da war Japan 1945 wirklich noch ein „Fliegenschiss“ und Zentraleuropa wird zuerst im Feuer untergehen, das hat auch nichts mit der Schädigung des vermeintlichen Gegners zu tun, den wird es auch erwischen, die Frage ist nur, kann man danach noch existieren und das könnte man zumindest hierzulande verneinen.

  4. Russland hat Raketen, und nur eine dieser Raketen, dann wäre halb Polen weg, dass sollte man Wissen. Und wenn ich mir vorstelle, dass so was aus dem Munde eines Polnischen General kommt, fehlen mir die einfach die Worte.

  5. Das ist nicht ein polnischer General.
    Diese Psychopath wird von Feinde der
    Menschen in Europa und besonders in
    Polen bezahlt.
    Psychiatrie da wäre gut aufgehoben

  6. Mehr Dummheiten können die Generäle, auch Nato und USA nicht verbreiten? Leider äußern einige Politiker im Westen diese Strategien auch. Sind das nicht auch Hasskommentare und müßten rechtlich geahndet werden?

    1. Eher nein, weil politisch gewollt. Man bereitet die Bevölkerung schon einmal auf einen Krieg vor, in dem man sie im Vorfeld mit Kriegsrethorik und markigen Sprüchen konfrontiert. Scheint auch gut zu funktionieren. Aufschrei Fehlanzeige!

  7. „General (aD) Waldemar Skrzypczak, einer der führenden ehemaligen Militärbefehlshaber Polens,“

    Polen sind Katholiken, und als Katholiken haben seit 600 Jahren die Orthodoxen-Christen in Ost immer angegriffen und große menge Land erobert. Dort in Eroberte Orthodoxen-Land haben die Orthodoxen versklavt und nur Katholiken waren Herren. So war 500 Jahren in Weisrussland, Ukraine…auch in Siebenbürgen war so.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.