Nach Islamisten-Terror: Sri Lanka verbietet Burkas

Sämtliche Kleidungsstücke zur Verschleierung der Identität sind in Sri Lanka nun verboten. Das betrifft auch Burkas und andere Gesichtsverhüllungen.

Von Michael Steiner

Als Nachspiel der verheerenden Bombenanschläge auf Kirchen und Luxushotels durch Islamisten in Sri Lanka ordnete Präsident Maithripala Sirisena das Verbot von Gesichtsverhüllungen wie Burkas, Niqabs und dergleichen an. Er betonte, dies sei Teil eines Notstandsgesetzes, um die Sicherheit im Land zu gewährleisten.

Kritiker, wie zum Beispiel Sinthujan Varatharajah von der Soros-Organisation „Open Society Foundation“, behaupten, der Burka-Bann würde keinen Sinn haben. Denn keiner der Attentäter am Ostersonntag habe eine solche Verschleierung getragen. Dies sei lediglich ein Versuch der singhalesischen Mehrheit des Landes, „die offensichtlichste Manifestation der muslimischen Identität“ zu kriminalisieren, um „die Bevölkerung zu beruhigen.“

Die muslimische Minderheit in dem südasiatischen Land sieht sich immer wieder massiven Anfeindungen der singhalesischen Bevölkerungsmehrheit gegenüber, da vor allem radikale Muslime immer wieder für Angriffe auf buddhistische und hinduistische Tempel verantwortlich gemacht werden. Für viele gläubige Muslime sind Hindus und Buddhisten einfach nur Ungläubige und Satansanbeter.

Man kann davon ausgehen, dass die antimuslimische Stimmung in Sri Lanka weiterhin stark präsent bleibt und das Leben der religiösen Minderheit immer mehr Restriktionen unterworfen sein wird. Aus Sicht der Singhalesen stellen sie eine latente Sicherheitsgefahr dar, welche das öffetliche Leben gefährden. Doch schärfere Maßnahmen gegen die muslimische Minderheit könnte noch mehr von ihnen in die Hände radikaler Gruppierungen treiben und die Lage verschärfen.

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