Ein M1A1 Abrams der US Army.

Kein anderes Land hat so hohe Militärausgaben wie die USA. Das US-Imperium hat seinen Preis.

Von Marco Maier

Wie das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri in einem Bericht zeigt, sind die USA weltweit für mehr als ein Drittel aller Rüstungsausgaben veranwortlich. Das ist mehr, als die nachfolgenden acht Staaten für ihr Militär ausgeben. Insgesamt waren es im Jahr 2018 knapp 649 Milliarden Dollar, was einem Plus von 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Global betrachtet sind vor allem die USA und China für den Anstieg der Militärausgaben von 2,6 Prozent gegenüber dem Jahr 2017 verantwortlich. Insgesamt, so schätzt Sipri, wurden im letzten Jahr auf der ganzen Welt 1,82 Billionen Dollar für die Rüstung und den Unterhalt des Militärs ausgegeben.

Auch Deutschland gab im vergangenen Jahr mehr Geld für das Militär aus. Laut Sipri gab es einen Anstieg um 1,8 Prozent auf 49,5 Milliarden Dollar. Dies führte dazu, dass die Bundesrepublik vom neunten auf den achten Platz aufrückte.

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Auch Osteuropäer rüsten stark auf

Mehrere Länder in Mittel- und Osteuropa erhöhten ihre Militärausgaben im Jahr 2018 stark. Die Ausgaben Polens stiegen 2018 um 8,9 Prozent auf 11,6 Milliarden US-Dollar. Auch die Ausgaben der Ukraine stiegen um 21 Prozent auf 4,8 Milliarden US-Dollar. Die Rüstungsausgaben von Bulgarien, Lettland, Litauen und Rumänien stiegen 2018 im Bereich von 18 bis 24 Prozent).

„Der Anstieg in Mittel- und Osteuropa ist hauptsächlich auf die zunehmende Wahrnehmung einer Bedrohung durch Russland zurückzuführen“, sagte Pieter Wezeman, leitender Forscher des SIPRI-AMEX-Programms. „Dies ist trotz der Tatsache, dass die russischen Militärausgaben in den letzten zwei Jahren gesunken sind.“ Denn Russland gab 2018 nur noch 61,4 Milliarden Dollar für die Rüstung aus, was einem Minus von 3,5 Prozent gegenüber dem Jahr 2017 entspricht. Dies ist bereits die zweite Reduktion in Folge.

Die absoluten Zahlen in US-Dollar sind jedoch nur bedingt aussagekräftig. Denn einerseits gibt es auch Kaufkraftunterschiede (was die Ausgaben Russlands und Chinas eigentlich aufwertet), andererseits haben die Amerikaner auch ein Imperium zu erhalten. Hunderte Militärbasen weltweit wollen auch erhalten werden.

Dies lässt sich das Pentagon zwar partiell von den Aufnahmeländern bezahlen, doch die ganze dahinterstehende Infrastruktur kostet auch viel Geld. Deshalb forderte US-Präsident Donald Trump auch mehr Geld von jenen Ländern, in denen sich US-Militäreinrichtungen befinden.

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