Mexiko: In drei Monaten kamen 300.000 Migranten an

In den ersten drei Monaten dieses Jahres reisten rund 300.000 Migranten auf dem Weg in die Vereinigten Staaten durch Mexiko.

Von Redaktion

Die Innenministerin Mexicos, Olga Sánchez, bezeichnete den Migrationsstrom als „beispiellos und ungewöhnlich“, gab jedoch zu, dass eine „Mutter aller Karawanen“ nicht gab, wie sie letzten Monat noch befürchtete und davor warnte, berichtete „Mexiko News Daily“ Es gab lediglich sechs Karawanen, die aus je rund 2.000 Menschen bestanden“, sagte sie.

Sánchez sagte auf einer Pressekonferenz, dass die meisten Migranten aus Honduras kamen, weniger aus Guatemala, El Salvador und Kuba, aber auch aus afrikanischen und asiatischen Ländern. Die Innenministerin sagte, dass Mexiko vor einer Migrationssituation steht, wie es zuvor noch nicht der Fall war. Die Regierung habe den Umgang mit Migranten aber nicht geändert.

„Wir tun alles, was der Regierung möglich ist, um diese Migranten zu betreuen und ihnen humanitäre Hilfe zu bieten. Wir fordern, dass sie mit zwei grundlegenden Verhaltensformen beitragen: Erstens, respektieren Sie unsere Gesetze und unsere Behörden und akzeptieren Sie zweitens die Registrierung als Vorbedingung, um ihre Migrationssituation in unserem Land zu bestimmen“, sagte Sánchez.

Die Inhaftierung von 371 Migranten, darunter Frauen und Kinder, in Mapastepec (Chiapas) am Montag, war darauf zurückzuführen, dass die Menschen aggressiv gegen das Personal des National Immigration Institute (INM) vorgegangen waren, erklärte sie.

Loading...

Mexiko wird Migranten nicht festhalten

Außenminister Marcelo Ebrard lehnte ab, dass die mexikanischen Behörden die Migranten als Reaktion auf den Druck des Präsidenten der Vereinigten Staaten, festhalten. Donald Trump hatte zuvor verlangt, die Menschenströme in die USA zu stoppen.

Lesen Sie auch:  Keynes' Taschenspielertricks: Vom Fabianischen Eugeniker zum Hohepriester der Weltregierung

Mexikos Migrationspolitik „hat sich nicht geändert und wird sich nicht ändern“, sagte Ebrard. Er fügte hinzu, dass er nächsten Monat nach Washington D.C. reisen werde, um bilaterale Fragen einschließlich Fragen der Migration zu diskutieren.

Auch räumte er ein, dass die „Sichtweisen“ und die „Politik“ der beiden Länder in einer Reihe von Angelegenheiten „unterschiedlich“ seien, erklärte jedoch, dass einer der Hauptgründe für seine Reise die „Verbesserung der bilateralen Beziehungen“ sei.

Der umfassende Entwicklungsplan für Zentralamerika, der die Ursachen der Migration angehen soll, sei nahezu abgeschlossen und wird nächsten Monat öffentlich präsentiert, bekräftigt der Außenminister Mexikos.

Bei der gestrigen Pressekonferenz war auch der Chef der Nationalen Migrationsbehörde, Tonatiuh Guillén anwesend, der bekannt gab, dass in den ersten drei Aprilwochen 11.800 Migranten aus Mexiko und 15.000 im März aus Mexiko abgeschoben wurden. Im April vergangenen Jahres wurden 9.650 Migranten deportiert.

Eine große Anzahl von Migranten bleibt im Land, in Chiapas und in einigen nördlichen Grenzstädten, wo die meisten Asylsuchenden lange Wartezeiten haben, um ihre Forderungen bei den Behörden der Vereinigten Staaten einzureichen.

Der Staatssekretär für Menschenrechte, Alejandro Encinas, sagte, die Regierung beabsichtige, einen Sonderfonds für die Bewältigung der historisch hohen Migration nach Mexiko zu schaffen.

Teilen Sie diesen Artikel:

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

2 Kommentare

  1. Es ist doch sehr interessant aus welcher Himmelsrichtung die Asylanten anmarschieren, meistens aus dem Süden und Osten und das hat etwas mit der Qualität ihrer eigenen Regierungen zu tun, denn die sind vordergründig für ihre Bürger verantwortlich und ein großer Teil davon liegt auch in der Verantwortung der USA selbst, denn wer Kriege iniziiert, ohne über die Folgen nachzudenken, muß auch mit den Konsequenzen leben und was Europa anbelangt, so sind deren Bürger mit Opfer einer vertrakten US-Politik, obwohl sie die Möglichkeit hätten, schlimmstes zu verhindern und dennoch überlassen sie ihre eigenen Länder dem Schicksal einer Völkerwanderung und das müßte verhindert werden, bei allem Mitgefühl der dritten Welt gegenüber, das müßte vor Ort geregelt werden und nicht bei uns, denn damit sind wir nicht nur überfordert, sondern es geht uns auch längerfristig an die Substanz und das kann kein vernünftiger europäischer Politiker zulassen.

  2. Wenn Unterbelichtete bei unterschiedlicher Intetessenlage auf beiden Seiten einen gemeinsamen Ausgang anpeilen, dann endet das in einem Fiasko.
    Egal wie es benannt und als was es über die Medien verkauft wird.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.