Ebola-Ausbruch im Kongo. Bild: Youtube

Bislang ging man davon aus, die Ebola-Epidemie im Kongo würde lokal verbreitet bleiben. Nun mehren sich die Anzeichen, dass es deutlich schlimmer als erwartet ist. Eine globale Ausbreitung bleibt möglich.

Von Marco Maier

Der Kongo ist für Afrika ein wichtiges Durchreise- und Handelszentrum. Der Ausbruch des Ebola-Fiebers in den beiden nördlichen Provinzen Kivu und Ituri, so hieß es, würde lediglich regionalen Charakter haben. Immerhin ist diese Region zwischen diversen Warlords und der Regierung umkämpft und verhinderte deshalb bislang eine zu weite Verbreitung des Virus.

Andererseits herrscht aufgrund von Aberglaube und Misstrauen kein gutes Verhältnis zwischen der lokalen Bevölkerung und den Ärzten. Dies erschwert jedoch die Bekämpfung und Eindämmung der Infektionskrankheit massivst.

Nun gab die Weltgesundheitsorganisation (WHO) angesichts dieser Tatsachen und der jüngeren Entwicklungen eine warnende Stellungnahme heraus. Diese hört sich deutlich pessimistischer an als das, was bislang verkündet wurde. Denn in letzter Zeit gab es einen starken Anstieg der Infektionsfälle durch das tödliche Virus, so dass die Gefahr einer Ausbreitung in andere Länder deutlich gewachsen ist, wie die WHO-Experten schreiben. Eine Warnung, die man nicht außer Acht lassen sollte.

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Inzwischen avancierte dieser Ausbruch der tödlichen Viruserkrankung zur zweittödlichsten nach jenem in Westafrika in den Jahren 2014 bis 2016, als insgesamt 11.300 Menschen starben. Mit Stand 15. April waren es 821 registrierte Todesfälle bei insgesamt 1.273 Infizierten. Doch ein Ende ist noch lange nicht in Sicht und nicht nur die WHO warnt vor einer Verbreitung über die Landesgrenzen, sondern auch das Rote Kreuz.

Gerade durch die immer wieder stattfindenden Kampfhandlungen in der Region gibt es Fluchtbewegungen, die eine Ausbreitung des Ebola-Fiebers begünstigen. Die stark ansteckende Krankheit könnte so auch durch Migranten und Flüchtlinge in andere Länder gelangen. Unter Umständen auch nach Europa, zumal die Inkubationszeit den Infizierten genügend Zeit gibt, weiterzureisen.

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5 KOMMENTARE

  1. Eine mögliche Antwort zu der vom Autor gestellten Frage: “ Breitet sich die Ebola-Epidemie weltweit aus?“ –

    Nicht ausgeschlossen – – sollten sich in anderen Teilen der Welt, die rohstoffreich (wie der Kongo, wie Westafrika) und von seit Jahrzehnten andauernden lokalen und unzählige Todesopfer fordernde Konflikten gezeichnet sind, die bestehenden gesellschaftlichen Strukturen auflösen. Das würde den Weg freimachen für „dubiose“ Forschungsteams, die ins Land kommen , um „humanitäre Hilfe“ zu leisten, dabei Feldversuche mit der von Not und Elend gezeichneten und unter katastrophalen hygienischen Verhältnissen lebenden Bevölkerung machen, indem sie die neuesten Produkte aus der Vielzahl unter extremen Laborbedingungen entstandener „Impfstoffe“ zur Anwendung bringen. So geschehen seinerzeit ( 2013/2014) in Westafrika, als der Weltöffentlichkeit mittels Panikmache und fragwürdiger Studien eine „tödliche Seuche“ präsentiert wurde.

    Ich behaupte, dass es im diesem geschilderten Fall nicht anders sein wird, wird der Kongo doch seit den 60er Jahren ständig in seinen Grenzgebieten von zahlreichen Konflikten heimgesucht. Nur wenige Regionen sind derart rohstoffreich ( Kobalt, Coltan, Gold – z.T. im Tagebau – Diamanten, Wolfram) und so weit ab von der westlichen Wertegemeinschaft, von China ( !! ) , dass deren Bewohner nur sehr wenig Berichte über die Vorkommnisse im Kongo erfahren.
    Um einen bekannten Humoristen zu zitieren – „wie oft wurden wir schon dahin gerafft von Pandemien wie Vogel-, Schweinegrippe etc.“ – und??????????

  2. Ebola….entstand plötzlich in Jahren 1970 in eine Katholische -Krankenhaus in Afrika.
    Dort hatten die Katholischen Nonnen allen Menschen aus Region nur mit einen Nadel gespritzt, diesen Nadel wurden nicht gekocht, wie Überich zu damaligen Zeit.

    und da plötzlich Ebola. Und alle sind in Krankenhaus verstorben.

    Ich sage ein Ideal Fall für ein Experiment. Und der Experiment war gelungen, es ist ein neue Virus.

    neue Viren: seit 1950-60: HIV, Hepatitis A, Hepatitis B, danach C, danach D, danach E, Ebola, verschiedene grippale Infektionen, verschiedene Infektionen getragen von Mücken oder Zecken alle neu?

    Die kann auch in Europa kommen, bei unsere Medizinische Versorgung kann diese Krankheit schnell begrenzt werden. Wenn wir aber dann in einen Bürgerkrieg sind…dann werde es schwierig.

  3. PANIKMACHE! Jede Woche wachsen 1.000.000 Afrikaner nach. Was sollten da 452 „Infizierte“ (= 1273 abzüglich 821 Tote) schon groß durcheinander bringen? Die Überbevölkerung wird Ebola wohl eher nicht aufhalten… …aber paar „unschöne Bilder“ produzieren und ordentlich Geld in die Kassen der WHO & Co. spülen. Am Ende wird es in Dummland einen neuen Anerkennungsstatus geben: SEUCHENFLÜCHTLING

  4. Wenn das ZDF und Claus Kleber demnächst bald abendfüllend mit Ebola-Sonderberichterstattungen ins Wohnzimmer vordringen und „ausgewählt schreckliche Bilder“ servieren, dass einem der Knabberspaß vergeht, haben hoffentlich alle genügend Taschentücher zur Hand! …während täglich vor der Haustür in Europa zeitgleich etwa genauso viele Menschen sogenannten „Einzelfällen“ zum Opfer fallen, aber ignoriert werden.

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